Category Kultur

Das Private ist politisch

Sport, Arbeit, Gesundheit, Mode, Politik. Fünf Pionierinnen stehen mit ihren Geschichten für den erkämpften gesellschaftlichen Wandel seit den 1970er-Jahren im RTS-Podcast «chères pionnières» von Sarah Clément und Juliane Roncoroni. Die Historikerin Pauline Milani ergänzt die Erzählungen mit Zeitgeistkontext.

Bilanz eines Hoffnungsträgers

«A Promised Land», die 1000-seitige Biografie von Barack Obama (welche nur die Zeit bis Mai 2011 abhandelt, ein zweiter Band wird folgen), nimmt uns auf eine Reise mit, mit in die beinahe unschuldigen Vor-Trump-Zeiten, die mittlerweile gefühlsmässig schon weit zurückzuliegen scheinen.

Sechs Prisen Neustalgie

Weil die Welt grad wieder einer Scheibe gleicht, sind auch Flanieren und Stöbern in ihren sinnlichen Komponenten auf das Bildschirmformat eingeschränkt. Immerhin sind darin, so suggeriert die Heileweltsehnsucht, mit den sechs Kurzfilmen «Kurt Früh reloaded» kleine Fluchten in die Schwelgerei mit fein dosierter Sozialkritik möglich. 

Klassenkampf gegen Google?

Ein dickes, dichtes Heft und ein kleines, keckes Büchlein gegen den vermeintlich alternativlos expandierenden Online-Kapitalismus. Wäre mit entschlossenen Kämpfen um digitale Demokratie auch eine andere analoge Welt voranzubringen? Sogar mit vernünftiger Wirtschaft und nachhaltigen Unternehmen? Völlig abwegig scheinen solche Hoffnungen nicht.

«Der Weg zu ihrem Ziel existiert nicht»

Die neue Wettbewerbskategorie «Opera Prima» für Langfilmerstlinge an den Solothurner Filmtagen ist nicht mit einer Nachwuchsplattform zu verwechseln. Sie ist das Sammelbecken aller Erstlinge der aktuellen Auswahl. Von den 15 Co-RegisseurInnen sind zwei im engeren Sinne jung und zwei auf der Zielgeraden ins Rentenalter.

Eine alte Bekannte: die Machtfrage

Die Resultate der Studie «Aussen bunt, innen weiss?» über Diversität als Selbstverständnis von zehn Deutschschweizer Kunstinstitutionen sind noch nicht veröffentlicht. Das Zoom-Podium vom vergangenen Donnerstag ‹im› Helmhaus ermöglichte jedoch schon einmal eine Veranschaulichung der Komplexität der damit einhergehenden Fragestellungen.

«Künstlerin mit männlichem Talent»

Noch besteht die Hoffnung, bis Mitte April die Gemälde von Ottilie Wilhelmine Roederstein (1858 – 1937) in der Retrospektive des Kunsthauses Zürich im Direktkontakt betrachten zu können. Bis dahin ermöglicht der Katalog eine Annäherung an ihre ungewöhnliche Vita.

Sorgsam radikaler werden

Corona zeigte 2020, was es heisst, auf einen Notstand zu reagieren. Bald dürfte wieder deutlicher werden, dass diese Pandemie nur eine globale Krise unter vielen ist. Das könnte ein Grund zum Verzweifeln sein, aber auch Anlass, gründlicher nach Ursachen zu fragen und sorgsam radikal einen Systemwandel voranzutreiben.

Malerische Sprache

Hanspeter Müller Drossaart entführt sein Publikum mit der malerischen Sprache von Flavio Steimanns «Bajass» für eineinhalb Stunden in eine Welt ausserhalb der Zeit.

Bessere neue Jahre?

Es liegt nahe, sich nach dem ziemlich verrückten 2020 ein besseres neues Jahr zu wünschen. Doch wie stellen wir uns das und die weitere Zukunft vor? Wie verwirrend diesbezüglich die Einschätzungen sind und dass eine positive Perspektive ökosozial sein müsste, zeigen die hier vorgestellten Bücher.