Category Kultur

Mehr als Kirchner

Die von Andrea Lutz und David Schmidhauser eingerichtete Übersichtenschau «Expressionismus Schweiz» im Kunst Museum Winterthur / Reinhart am Stadtgarten ist ein veritabler Augenöffner. Darüber, welch reichhaltige Vielfalt an Werken in Inhalt und Form unter diesem Sammelbegriff in der Schweiz entstanden ist – inklusive dem Tessin und der Romandie.

Kunst im Raum über die Zeit

Innerhalb von vier Jahren präsentiert das Aargauer Kunsthaus mit «Schweizer Skulptur nach 1945» die bereits dritte Ausstellung mit dem Anspruch einer Übersichtenschau. Während die Schwerpunkte Pop Art und Surrealismus gut mit der Ausstellungsfläche zurande kamen, dürften die jetzt versammelten Exponate gerne auf noch viel mehr (Innen-)Raum ihre Wirkung entfalten können. 

Wünschenswert: ein œuil extérieur für den Feinschliff

Die Mehrheit der vierzehn ZHdK-Diplomfilme 2021 lassen sich grob in drei Kategorien unterteilen: Kurz & knackig, Kamera draufhalten und rätselhaft bleiben. Ausnahmen bilden ein recht klassischer Dokumentarfilm und eine Filmkomposition, worin die einzelnen Elemente klug miteinander in Einklang gebracht werden.   Aktuell scheint die langjährig zu beobachtende Erschwernis einer nicht gänzlich zuende gedachten Dramaturgie in…

Wo wollen «wir» hin?

Es gibt vielerlei Denkfabriken. Nicht immer ist transparent, wer dort was für wen produziert. Die derzeit beim Deutschlandfunk laufende Suche nach einem «Wir» und nach globalgesellschaftlich gangbaren Wegen in die Zukunft verdient als Modell medialer Aufklärung unsere Aufmerksamkeit.

Kontrollverlust

Florian Zeller überführt das Bedrohliche einer zunehmenden Demenz in eine nachfühlbare Form.

Selbstgenügsam

Ursina Greuel glückt es mit ihrer Inszenierung, aus Martina Clavadetschers «Auf Granit» die schier unendliche Vielschichtigkeit der darin innewohnenden und sich überlagernden Themenstränge herauszuholen.

Claus Bremer, Arbeit am Wort

Noch bis am 31. August zeigt das Art Dock Zürich Werke von Claus Bremer: Sowohl seine Konstellationen wie seine Gedichtbilder verhüllen und sind gleichzeitig transparent. Derart werden die Leserin / der Betrachter zum Mitdenken, Mittun eingeladen.

Geht nicht, gibts nicht

Wo die Liebe hinfällt, bleibt sie liegen. Wenn auch nicht unbedingt bequem, so doch immerhin nicht gelangweilt, wie Udo von Ooyens Inszenierung der Komödie «How to date a feminist» von Samantha Ellis genüsslich vorexerziert.

Spielerisches Lernen

Simple Naturwissenschaft. Die richtigen Fragen müssen her. Sibylle Aeberli und Stefanie Grob haben den grössten Durchbruch in der Geschichte der Grundlagenforschung der Geschlechterverhältnisse erzielt: It’s her story.

Alternativen der Landwirtschaft

Landwirtschaft ist ein zunehmend vergiftetes Terrain – nicht nur, wenn es um Pestizide geht. Statt diskutiert wird in der Agrarpolitik polarisiert. Fast alle beschwören eine Wende, einige auch das Ende dessen, was gerade die Schweiz über Jahrhunderte, Jahrtausende prägte. Hier ein differenzierender Debattenbeitrag und eine zeitgeistige Horrorvision.