Category Kultur

Eine alte Bekannte: die Machtfrage

Die Resultate der Studie «Aussen bunt, innen weiss?» über Diversität als Selbstverständnis von zehn Deutschschweizer Kunstinstitutionen sind noch nicht veröffentlicht. Das Zoom-Podium vom vergangenen Donnerstag ‹im› Helmhaus ermöglichte jedoch schon einmal eine Veranschaulichung der Komplexität der damit einhergehenden Fragestellungen.

«Künstlerin mit männlichem Talent»

Noch besteht die Hoffnung, bis Mitte April die Gemälde von Ottilie Wilhelmine Roederstein (1858 – 1937) in der Retrospektive des Kunsthauses Zürich im Direktkontakt betrachten zu können. Bis dahin ermöglicht der Katalog eine Annäherung an ihre ungewöhnliche Vita.

Sorgsam radikaler werden

Corona zeigte 2020, was es heisst, auf einen Notstand zu reagieren. Bald dürfte wieder deutlicher werden, dass diese Pandemie nur eine globale Krise unter vielen ist. Das könnte ein Grund zum Verzweifeln sein, aber auch Anlass, gründlicher nach Ursachen zu fragen und sorgsam radikal einen Systemwandel voranzutreiben.

Malerische Sprache

Hanspeter Müller Drossaart entführt sein Publikum mit der malerischen Sprache von Flavio Steimanns «Bajass» für eineinhalb Stunden in eine Welt ausserhalb der Zeit.

Bessere neue Jahre?

Es liegt nahe, sich nach dem ziemlich verrückten 2020 ein besseres neues Jahr zu wünschen. Doch wie stellen wir uns das und die weitere Zukunft vor? Wie verwirrend diesbezüglich die Einschätzungen sind und dass eine positive Perspektive ökosozial sein müsste, zeigen die hier vorgestellten Bücher.

Selbsterrettung

Stephan Roppel inszeniert zwei Monologe über die Auswüchse von Rettungsversuchen aus der Einsamkeit.

Wettstreit im Grossbürgertum

Mit der 2023 geplanten Wiedereröffnung der Villa Flora wird beinahe hundert Jahre später ein grosser Traum des Sammlers, Mäzens und Vorstandes des Kunst- wiewohl Galerievereins Winterthur, Richard Bühler (1879 – 1967) endlich wahr: Die Vereinigung der namhaftesten Winterthurer Kunstsammlungen unter einem Dach.

«Isch nöd mini Schuld»

Nur drei Anläufe und ein paar Monate Geduld hats gebraucht, bis alle Voraussetzungen zusammenpassten: ein freier Platz, ein gesunder Künstler und ein noch unverplanter Abend. Nur die Überraschung ist ausgeblieben: Die Erwartungen wurden übertroffen.

Schön verschroben

Welch waghalsige Gedankengänge in kunstvoll gedrechselten Wortkaskaden der Autor Hermann Burger (1942 – 1989) zu Papier gebracht hatte, macht Martin Butzke erlebbar.

Der Gang zum Schafott

Der Kontrast der um Fassung ringenden Schauspielerin und dem hochdramatischen Gesang ihrer Bühnenkollegin umreisst die Problemlage des Dokumentartheaters «Whistleblowerin/Elektra» kongenial.