Category Kultur

Fremde Schätze

Das Museum Heiden stellt ethnografische Schätze und Fotografien aus Niederländisch-Indien aus. Diese stammen grösstenteils aus der Sammlung von appenzellischen Kaufleuten, die in den Kolonien ihr Glück versuchten und teils auch fanden.

«Lagerregal» rückwärts

Understatement ist einfach eine sehr entspannte Haltung, und wie sie Simon Dellsperger und sein Team an den «Schwamendinger Kurzauftritten» gegenüber allen – Publikum wie Auftretenden – pflegt, ist einfach nur sehr sympathisch. Die Qualität der ausgesuchten Kunstpräsentationen gedeiht auf so einem Boden prächtig.   Die Versuchsanlage der Kurzauftritte – 18 subjektiv ausgewählte KönnerInnen erhalten an…

Neues Sammlungsfeld

Bis zum Stellenantritt des neuen Direktors Konrad Bitterli zählte die rund 18 000 Exponate umfassende Sammlung des Kunstmuseums Winterthur gerade ein Video. Seither wird auch das Bewegtbild gezielt gesammelt.

Konservativ (und) nachhaltig?

Schon anfangs März gab’s hier einen Blick ins gern so genannte Ländle – mit einem Streifzug durch ‹thema vorarlberg›. Anlass waren die dort angesagten Wahlen. Sie wurden wegen Corona verschoben. Aber ich las weiter, ergänzte das Spektrum mit der ‹AKtion› und dem ‹ORIGINAL›, fand alles immer spannender. Wächst im konservativen, schwarzgrün regierten nahen Osten klammheimlich ein Vorbild bezüglich Nachhaltigkeit heran?

Dialektik

Ein Feuerwerk der rhetorischen Boshaftigkeiten paarbezüglicher Art ist «Central Park West» von Woody Allen.

Nicht ärgern, nur wundern

Veränderungen gegenüber kann man sich komplett verweigern, sie bis zur eigenen Lachhaftwerdung antizipieren oder sie, als weltzugewandter Humanist, als solche hinnehmen und dabei ins Grübeln geraten, wie das Lorenz Keiser tut.

Freiheitskampf

«Papicha» zeigt die schleichende Veränderung einer Gesellschaft, wenn diese von Extremisten bedroht wird, und was geschieht, wenn eine den Versuch traut, sich nicht unterkriegen zu lassen.

Alles, ausser Langeweile

Bis eben noch im Fotomuseum Winterthur als eine von acht «Fotografinnen an der Front», intensiviert sich aktuell die Möglichkeit einer  Beschäftigung mit Leben und Werk von Lee Miller (1907 – 1977). Arte zeigt eine biografisch orientierte Dokumentation, das Museum für Gestaltung stellt ihr fotografisches Werk in einer Ausstellung in den Mittelpunkt und offenbar wird ihr legendenumranktes Leben derzeit auch noch zum Hollywoodstoff.

Disruption? Revolution? Transformation!

Über den Sommer las ich, um die jüngste Krise inmitten von Krisen zumindest halbwegs einordnen zu können, allerlei aktuelle Analysen. Vor allem bei Ringger und Wermuth lassen sich auch plausible politische Perspektiven finden.

Kampf gegen Windmühlen

Seit den frühen 1970er-Jahren kämpft die jüdische Israelin Lea Tsemel mit juristischen Mitteln dafür, dass die Rechtsgleichheit für sämtliche BewohnerInnen Israels inklusive der besetzten Gebiete glei­chermassen gilt. Die resolute Dame ist fern davon, die Güte in Person à la Mutter Theresa zu sein, ganz im Gegenteil kämpft sie mit harten Bandagen und scheint nicht nur hartnäckig, sondern regelrecht stur zu sein. Philippe Bellaïche und Rachel Leah Jones haben sie für «Advocate» eineinhalb Jahre lang begleitet, sich in Archiven mit Bildmaterial eingedeckt und befragen ihr nahestehende Zeitgenossen.