Category Kultur

Unterträglich, aber nötig

Unkommentierte Bildaneinanderreihungen eines Afrikabildes der «stolzen Wilden» aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts durch den damals offenbar einflussreichen Vermittler René Gardi (1909 – 2000) sind auf eine Dokumentarfilmlänge ausgedehnt, nur sehr schwer auszuhalten.

Wie ein Sprung in der Platte

Acht Jahre Krieg in Syrien. Lubna Abou Kheir findet mit «Gebrochenes Licht» eine sprachliche Krücke, um die daraus erwachsende menschliche Ohnmacht erahnbar zu machen – in jedem Alter, an jedem Ort, zu jeder Zeit

Stotterndes Rädchen

In Modellrechnungen ist die Just-in-time-Produktion ein Segen. Primär ermöglicht durch den Fortschritt der Digitalisierung, die auch dem Konsumismus die gesamte Warenwelt eröffnet.

Poesie-verdoppelung

Das vom Sterbebett aus das Leben rückwärts bis ins Nochnichtleben leben, wie das Ilse Aichinger 1949 in «Mich wundert, dass ich so fröhlich bin» beschrieben hat, erweckt Nelly Bütikofer zu emotional fassbarem Leben.

«Da ging mir auf, welch super Material ich in den Händen hielt»

Gestern Donnerstag fand die Vernissage des Buchs «Chronist der sozialen Schweiz. Fotografien von Ernst Koehli 1933 – 1953» statt. Der Zürcher Grafiker und Mit-Herausgeber Raymond Naef hat einst dessen Nachlass gerettet. Wie ihm dies gelang und was den Fotografen Koehli auszeichnet, erklärt Raymond Naef im Gespräch mit Nicole Soland.

Vergessene Schweizer Inhaftierte in deutschen KZ

Ende Oktober erscheint die erste umfassende Studie zu Schweizerinnen und Schweizern, welche in nationalsozialistische Konzentrationslager deportiert wurden – für deren Befreiung die Schweiz nur sehr wenig unternahm.   Sibylle Elam   Die Autoren Balz Spörri, René Staubli und Benno Tuchschmid haben in einer umfangreichen Recherche die Geschichte der «Schweizer KZ-Häftlinge, Vergessene Opfer des Dritten Reiches»…

Sturmgerede

Die Lecture-Performance «Die Mondmaschine» von «Mass und Fieber (Ost)» erinnert an die Vorgehensweise von «The Yes Men», die erstmals 2005 im Film von Dan Ollman und Sarah Price einer etwas bereiteren Öffentlichkeit ins Bewusstsein gebracht wurde.

So gesehen, ergibts Sinn

Statt die Faust im Sack zu ballen, ermöglichte eine (natürlich streng wissenschaftliche) Andersbetrachtung der Ursprünge von Alltagsärgernissen sogar, das eigene Gemüt zu erhellen. Patti Basler hat die Anleitung dazu.

Freiheit besetzen

Min Li Marti und Jean-Daniel Strub geben das Buch «Freiheit» heraus, das Artikel mit Zwischenrufen zu Grundsätzen und zur Geschichte der Freiheit enthält und die Linke und insbesondere die SP auffordert, den Begriff und die Praxis auch für sich zu beanspruchen.

Staatskunst

Wenn die Obrigkeit dirigiert, was Kunst ist und was nicht, wirds eng für die Fantasie. Also gilts dagegenzuhalten.