Category 1. Mai

Lustig wars im Untergrund

Erinnerungen an die frühen 1990er-Jahre als Partyanimal in Zürich wärmt die lokale Schau der Photobastei auf, während der internationale Blick auf die Technokultur durch eine Brille der zeitgenössischen Kunst den Themenkomplex noch weiter auffächert.

Ganz Zürich?

«Ganz Zürich hasst die Polizei», sollen die Nachdemonstrierenden am vergangenen 1. Mai unter anderem skandiert haben. Diese Parole hört man nun seit etwa zehn Jahren an Demos, nicht nur hier, «Zürich» ist austauschbar etwa mit «Berlin» oder jeder anderen Ortschaft, in der Linke oder Rechte demonstrieren. Die Aussage gibt mir zu denken.

Care-Arbeit ins Zentrum stellen

Barbara Zibell ist Raumplanerin und pensionierte Professorin für Planungs- und Architektursoziologie. Im Gespräch mit Sergio Scagliola erklärt sie, wieso wir Care-Arbeit als Ausgangspunkt in der Stadt- und Regionalplanung verstehen sollten. Wieso Raumplanung nicht feministisch denken?

Was die Häuserbewegung zur Stadtentwicklung beiträgt

Niemand kann nicht wohnen. In Zeiten der Wohnungsnot günstigen Wohnraum leer stehen zu lassen, günstige Wohnungen abzureissen, um dank Ersatzbauten mehr Rendite herauszu­holen, empört. Auf Wohnungssuche machen aber die meisten die Faust im Sack. Eine Minderheit handelt: besetzt Häuser, demonstriert gegen Wohnungsnot.

Zürich in der grossen Bauperiode

Die Kaskade von Neuerfindungen und Krisen auf dieser Welt hält uns dermassen auf Trab, dass die Gestaltung unseres Lebensraums – der Städtebau – aus dem Visier zu geraten droht. Das könnte leicht mit den zur Revision anstehenden Hochhausrichtlinien geschehen.

Wie gendergerecht ist Ihre Stadt?

Eine gendergerechte Stadt berücksichtigt die Bedürfnisse verschiedener Nutzerinnen und Nutzer unabhängig von ihrer Lebensphase, sozialen oder kulturellen Verhältnisse. Doch gendergerecht sind Städte nur, wenn genau hingesehen wird und bestehende Machtverhältnisse auch infrage gestellt werden. Machtverhältnisse, die sich im Laufe der Geschichte der Stadt herausgebildet haben.

Viel Respekt für die Smoodeurs, wenig Verbesserung bei Smood

Im November 2021 streikten die KurierInnen des Essenslieferdiensts Smood in verschiedenen Städten der Romandie während fünf Wochen. Zusammen mit den Gewerkschaften formulierten sie Forderungen und sammelten Unterschriften. Schliesslich schalteten sich auch die Behörden ein. Seit Februar ist nicht mehr viel passiert. Was war da genau los? Ein Rückblick auf die Streiks und ihre Konsequenzen.

1. Mai: Schöne neue (Arbeits)welt

Plattformökonomie, Homeoffice, Greenwashing: Die Arbeitswelt der Gegenwart verspricht Flexibilität, Selbstständigkeit und Fortschritt. Aber liefert sie das auch?