Category Kultur

Bessere neue Jahre?

Es liegt nahe, sich nach dem ziemlich verrückten 2020 ein besseres neues Jahr zu wünschen. Doch wie stellen wir uns das und die weitere Zukunft vor? Wie verwirrend diesbezüglich die Einschätzungen sind und dass eine positive Perspektive ökosozial sein müsste, zeigen die hier vorgestellten Bücher.

Selbsterrettung

Stephan Roppel inszeniert zwei Monologe über die Auswüchse von Rettungsversuchen aus der Einsamkeit.

Wettstreit im Grossbürgertum

Mit der 2023 geplanten Wiedereröffnung der Villa Flora wird beinahe hundert Jahre später ein grosser Traum des Sammlers, Mäzens und Vorstandes des Kunst- wiewohl Galerievereins Winterthur, Richard Bühler (1879 – 1967) endlich wahr: Die Vereinigung der namhaftesten Winterthurer Kunstsammlungen unter einem Dach.

«Isch nöd mini Schuld»

Nur drei Anläufe und ein paar Monate Geduld hats gebraucht, bis alle Voraussetzungen zusammenpassten: ein freier Platz, ein gesunder Künstler und ein noch unverplanter Abend. Nur die Überraschung ist ausgeblieben: Die Erwartungen wurden übertroffen.

Schön verschroben

Welch waghalsige Gedankengänge in kunstvoll gedrechselten Wortkaskaden der Autor Hermann Burger (1942 – 1989) zu Papier gebracht hatte, macht Martin Butzke erlebbar.

Der Gang zum Schafott

Der Kontrast der um Fassung ringenden Schauspielerin und dem hochdramatischen Gesang ihrer Bühnenkollegin umreisst die Problemlage des Dokumentartheaters «Whistleblowerin/Elektra» kongenial. 

Ich denke, also film ich

Für eine Midlife-Crisis ist es schon zu spät, für eine Lebensrückschau noch zu früh, aber was reihum in der Welt oder dem Quartier vor sich geht, ist dermassen irritierend, dass ein Fragen in den Raum stellen auch ohne konkreteren äusseren Anlass jederzeit legitim ist. Stefan Haupt (*1961) tut dies mit «Zürcher Tagebuch».

Erneuerer

Wie immer, wenn der Film an sich Bestand hat, ist 3D ‹nice to have›, aber überhaupt nicht zwingend. Das gilt auch für «Cunningham» von Alla Kovgan.

Kein Entrinnen

Die grosse Kunstfertigkeit iranischer Filmemacher wie Mohammad Rasoulof besteht darin, durch ihre poetische Erzählweise niederschmetternde Themen in eine einzig schwermütig stimmende Tonalität zu überführen und damit dem kritischen Hintersinnen erst einen Weg zu bahnen. 

Fremde Schätze

Das Museum Heiden stellt ethnografische Schätze und Fotografien aus Niederländisch-Indien aus. Diese stammen grösstenteils aus der Sammlung von appenzellischen Kaufleuten, die in den Kolonien ihr Glück versuchten und teils auch fanden.