Category Kultur

Dialektik

Ein Feuerwerk der rhetorischen Boshaftigkeiten paarbezüglicher Art ist «Central Park West» von Woody Allen.

Nicht ärgern, nur wundern

Veränderungen gegenüber kann man sich komplett verweigern, sie bis zur eigenen Lachhaftwerdung antizipieren oder sie, als weltzugewandter Humanist, als solche hinnehmen und dabei ins Grübeln geraten, wie das Lorenz Keiser tut.

Freiheitskampf

«Papicha» zeigt die schleichende Veränderung einer Gesellschaft, wenn diese von Extremisten bedroht wird, und was geschieht, wenn eine den Versuch traut, sich nicht unterkriegen zu lassen.

Alles, ausser Langeweile

Bis eben noch im Fotomuseum Winterthur als eine von acht «Fotografinnen an der Front», intensiviert sich aktuell die Möglichkeit einer  Beschäftigung mit Leben und Werk von Lee Miller (1907 – 1977). Arte zeigt eine biografisch orientierte Dokumentation, das Museum für Gestaltung stellt ihr fotografisches Werk in einer Ausstellung in den Mittelpunkt und offenbar wird ihr legendenumranktes Leben derzeit auch noch zum Hollywoodstoff.

Disruption? Revolution? Transformation!

Über den Sommer las ich, um die jüngste Krise inmitten von Krisen zumindest halbwegs einordnen zu können, allerlei aktuelle Analysen. Vor allem bei Ringger und Wermuth lassen sich auch plausible politische Perspektiven finden.

Kampf gegen Windmühlen

Seit den frühen 1970er-Jahren kämpft die jüdische Israelin Lea Tsemel mit juristischen Mitteln dafür, dass die Rechtsgleichheit für sämtliche BewohnerInnen Israels inklusive der besetzten Gebiete glei­chermassen gilt. Die resolute Dame ist fern davon, die Güte in Person à la Mutter Theresa zu sein, ganz im Gegenteil kämpft sie mit harten Bandagen und scheint nicht nur hartnäckig, sondern regelrecht stur zu sein. Philippe Bellaïche und Rachel Leah Jones haben sie für «Advocate» eineinhalb Jahre lang begleitet, sich in Archiven mit Bildmaterial eingedeckt und befragen ihr nahestehende Zeitgenossen.

Wandern in steinreichen Land

In der Schweiz lässt sich’s gut wandern – von einem Gletscherrand zum andern, durch gigantische Zeiträume, doch gemächlich, mit genügend Zeit zum Staunen und Nachdenken. Zu entdecken sind eindrückliche Erratiker, vielerlei Fossilien, gar Goldflitter. Passioniert erläutern zwei pensionierte Geologen das Was, Wo und Wie. Von ihren Stein-Touren-Vorschlägen liegen einige ganz nah.

Die 20er-Jahre – erstaunlich aktuell

In «Schall und Rauch – die wilden Zwanziger», knüpft die Kuratorin Cathé­rine Hug an die multimedialen Themenausstellungen von Harald Szeemann in den siebziger Jahren an. Von Rollenbildern, urbanistischen Visionen, Kunst, über Körper und Sexualität zu Politik und Kultur. Die Ausstellung lässt den Geist des Aufbruchs und der Experimentierfreude nach dem Ersten Weltkrieg aufleben.

Melchiors Welten

Die Geschichten dieses Buches drehen sich um menschliche Abgründe und handeln oft in einer finanziell etwas ge­hobeneren Gesellschaftsschicht.

In das Schweigen hineinschreien

Im August kommt ein filmisches Portrait über Christoph Schlingensief in die Kinos, der mit seinem mannigfaltigen Oeuvre zeitlebens (nicht nur) Deutschland aufgemischt hat. Schlingensief stiftet posthum sein Publikum noch einmal zum Widerstand an.