Category Kolumne Post Scriptum

Fussstapfen

Eine neue Generation tritt in unsere Fussstapfen! Das tut sie natürlich nur bedingt – sie findet ihren eigenen Weg, und das ist auch gut so; selbst wenn ich logischerweise nicht mit allen neuen Ideen einverstanden bin.

Integration

Alle reden immer von den AusländerInnen, die integriert werden sollen. Ich erzähle Ihnen mal die Geschichte, wie ich eigentlich integriert wurde, und das dauerte notabene nur einen Sonntag.

Keine Blumen

So gibt es den Muttertag oder den Tag der Frau. Sie reihen sich ein in die Tage, an denen man an Menschen oder Krankheiten denkt, die sonst vergessen gehen oder besonders tragisch sind. Deshalb schlucke ich auch am 8. März jeweils leer, wenn mir die Frau an der Kasse im Coop eine Rose in die Hand drückt. 

Äh … VBZ? Tiefbauamt?

Habt ihr nicht irgendwie einen öffentlichen Auftrag, der Bevölkerung der Stadt Zürich möglichst gefahrenfreies Fortkommen zu ermöglichen? Da frage ich mich doch, wo genau es bei euch beiden klemmt! Nur falls es euch entgangen sein sollte: Wir haben grad Pandemie, und wie! Drei neue, aggressive Mutationen machen uns das Leben schwer. Wir versauern im Homeoffice und kriegen kaum Bewegung.

Falscher Feind

Grundrechte haben es momentan schwer in diesem Land. Die Diskussion dazu wird verlogen geführt: Der Zuwachs an Freiheit ist nicht ersichtlich, für einige Gruppen ist es klar eine Einschränkung. Der Zuwachs an Sicherheit ist nicht bewiesen, die Stimmung im Land wird im Gegenteil destabilisiert und vergiftet. Was ich nicht verstehe: Was bringt es den Leuten, solchen Mist zu unterstützen?

Egoistengejammer

Auch in der Ägäis ist jetzt Winter. Wie bei uns. Minustemperaturen und viel Schnee. Wart ihr auch schlitteln? Eine blöde Idee, muss ich im Nachhinein sagen, obwohl ich völlig im Rausch war ob dem Weiss, der Sonne, dem blauen Himmel.

Im Januarloch

«I‘ve been down so very damn long that it looks like up to me» sang Jim Morrison im Vorschlag­hammer-Blues «Been Down So Long» in den frühen 1970er-Jahren. Das kommt vielleicht nicht nur mir anlässlich der aktuellen Lage bekannt vor.

Exponentiell, hoffentlich

Und es geht weiter. Nichts hat sich verändert, das Pingpong verschärft sich sogar noch. Lächerlich. Wie wenn die Verantwortlichen sich nicht durch Zahlen, sondern durch ihre Wahrnehmung dieser Zahlen leiten liessen. Offenbar wissen noch lange nicht alle, was «linear» genau heisst oder was «exponentiell» bedeutet. Zumindest tun manche so, wie wenn sie damals in der Mathi einen Fensterplatz gehabt hätten.

Küsse in Cheb

Der Zug stand still im Bahnhof in Cheb, es war Nacht, kalt, die Bahnsteige menschenleer und kaum beleuchtet, es war Anfang der 1990er, nur wenige Jahre nach der Wende. Was für eine Geschichte, denke ich immer, wenn mein Mann sie mir erzählt, und er muss sie mir oft erzählen, denn wie könnte man sich auch satthören und sattdenken an diesem Bild einer nebelverhangenen Grenzstadt, Cheb, diesem Niemandsland an der deutsch-tschechischen Grenze, dieser Gegend der Vertriebenen und Angesiedelten.

Zweimal empörend

Vielleicht haben Sie, geneigte Leserin, dem physiognomischen Durchschnitt entsprechend, auch keinen Riesenzinken im Gesicht und fühlten sich in Ihrem Frust bestätigt, als endlich einmal das Thema der One-size-fits-all-Maske im täglichen Gratisblatt abgehandelt wurde.