Category Gedanken zur Woche

Selbstgefälligkeit

Als Mutter oder Vater kommt man zuweilen in die Versuchung, eine gewisse Selbstgefälligkeit gegenüber anderen Müttern und Vätern zu entwickeln, wenn der eigene Nachwuchs etwas besser kann. Zum Beispiel gut durchschläft, brav isst, besonders früh laufen kann oder wenig krank ist. Das Gefühl der Selbstgefälligkeit hält indes nur kurz an, denn es rächt sich ziemlich…

Systemrelevant

Nein, Krisen sind nicht immer auch Chancen. Manchmal sind sie einfach nur Krisen. Aber Krisen können uns einiges aufzeigen über das Funktionieren unseres Systems.

Repräsentativ

Über den neoliberalen Feminismus der 1 Prozent, die Gleichstellung innerhalb der SP und die Machtfrage im Kern der feministischen Bewegung.

Comeback

Die amerikanischen Vorwahlen entpuppen sich als Achterbahnfahrt. Noch vor einer Woche hielt man die Kampagne des ehemaligen Vizepräsidenten Joe Biden für tot und den Durchmarsch von Bernie Sanders beinahe als unvermeidlich. Nach dem sogenannten Super Tuesday sieht es wieder ganz anders aus.

Modeerscheinungen

Dass Geld allein nicht glücklich macht, ist eine alte Zuckersäckliweisheit. Über Lohnexzesse und warum es falsch ist, bei der Behebung von Ungerechtigkeit nur beim Geld anzusetzen.

Heilige Kuh

Wer glaubt also überhaupt noch an das Milizsystem? Und wer misst ihm noch Wert zu? Das Milizsystem ist öfters nur noch das Killerargument, um überhaupt nichts am Status quo zu verändern. Der Verdacht liegt nahe, dass die ParlamentarierInnen durchaus wissen, wie die Realität ist, aber sich damit ganz gut arrangiert haben.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Neuer Schub

Über die Irrungen und Wirrungen der Ehe für alle und warum es so scheint, als ob die Mehrheit der Stimmberechtigten gesellschaftspolitisch weit mutiger ist als das Parlament.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Debakel

«Das amerikanische Volk hat das Recht darauf zu wissen, ob ihr Präsident ein Gauner ist oder nicht. Ich bin keiner», meinte Richard Nixon in einer Pressekonferenz im November 1973, als der Watergate-Skandal die Schlagzeilen beherrschte. Im August des kommenden Jahres trat er zurück. Weil er wusste, dass man ihm nicht glaubte, dass er kein Gauner sei.

Wer darf wo wohnen?

Die Wohninitiative des Schweizerischen Mieterverbands hat tatsächlich Chancen, angenommen zu werden. Vielleicht auch dank dem Eigentor von FDP-Nationalrätin Regine Sauter, die in der Tagesschau fand, wer sich keine Wohnung leisten könne, müsse halt zügeln: «Wenn Sie nur beschränkte Mittel zur Verfügung haben, dann müssen Sie halt dorthin ziehen, wo Sie sich eine Wohnung leisten können. Es ist klar, dass nicht jedermann mitten in der Stadt Zürich wohnen kann.» Da könnte ja jeder kommen!