Category Gedanken zur Woche

Die Welt spinnt – einmal mehr

Es gibt zwei Diskussionen, die ich in der Regel vermeide, insbesondere online, weil sie entweder sehr unterkomplex oder sehr toxisch geführt werden, oder im schlimmsten Fall beides zusammen. Zum einen sind dies Genderfragen, wenn die althergebrachten scheinbaren biologischen Gewissheiten infrage gestellt werden, und zum anderen der Nahostkonflikt. Manchmal kommt sogar beides zusammen wie beim Eurovision Song Contest ESC. Ich werde nun aber dennoch etwas dazu schreiben. Und zwar weil ich irgendwie – wohl zum ersten Mal – das Gefühl habe, zu einer schweigenden Mehrheit zu gehören, deren Position im Diskurs überhaupt nicht stattfindet.

Von den Reichen lernt man sparen

Der helvetische Exzeptionalismus ist ein interessantes Phänomen, weil er im Gegensatz zu anderen Exzeptionalismen wie dem amerikanischen nicht exportorientiert ist. Der Schweizer und die Schweizerin leben zwar in der besten aller Demokratien, der besten aller Welten sowieso, aber haben keinen Ehrgeiz darin, dies anderen Ländern zu vermitteln.

Schlankheitskur für dicke Karren

Ob Verbot oder Bepreisung, mir scheint die Zeit durchaus reif für eine neue Anti-Offroader-Initiative in irgendeiner Form. Und ich bin überzeugt, sie würde auch heute auf grosse Sympathien stossen.

Ein revolutionäres Zeitalter?

Es gibt gute Gründe dafür, pessimistisch in die Zukunft zu blicken. Aber gleichzeitig kann man sich auch ernsthaft fragen, ob es – und natürlich ist das eine privilegierte Sicht – wirklich Zeiten gab, in denen das Leben besser war als heute.

Symbole und Symbolik

Wir Linken werden von der SVP immer wieder aufgefordert, uns von Chaoten am ersten Mai oder dem Stalinismus zu distanzieren. Mittlerweile erhalten – auch wieder in der NZZ – auch Leute eine Plattform, die den Linken schon mal unbewiesen Sympathien für den IS unterstellen.

Helft dem Arbeitgeberverband

Wer ist schuld am Scheitern des Rahmenabkommens mit der Europäischen Union: Die Gewerkschaften, natürlich. So geht jedenfalls die Erzählung, die mindestens medial verbreitet wird.

Wenn der Storch streikt

Familienpolitische Massnahmen helfen kaum, die Geburtenrate zu steigern. Aber sie helfen Familien. Und das allein sollte es eigentlich wert sein. 

Auf der Seite der Menschlichkeit

Mittlerweile kann man feststellen, dass das internationale Recht sowie die internationalen Gremien wieder an Legitimität verlieren. Das ist keine neue Entwicklung, die UNO und die Organisationen der UNO wurden auch in der Vergangenheit immer wieder kritisiert, vermutlich auch immer wieder zu Recht.

Das grosse Vergessen

Vor etwas über einem Jahr, am Abend des 19. März wurde das Ende der Credit Suisse bekannt gegeben. Die Ereignisse rüttelten die Öffentlichkeit auf, viel Kritik wurde geäussert. Das Management der CS sei katastrophal gewesen, die Gier der Banker:innen zu gross, die Aufsicht zu schwach. Soweit herrschte Einigkeit, bei den Rezepten sah es denn schon etwas anders aus.

Warum einfach, wenn es kompliziert auch geht

Ich gehöre zu den wenigen Linken, die zum Ja zur 13. AHV-Rente keine Freudentänze veranstalten, aber auch zu jenen, die das bürgerliche Trötzeln wie in der ‹Arena› des letzten Freitags schwer verstehen.