von Ina Müller

CoroNarzissmus

Empörte, Rechtsextreme, Wirtschaftsvertreter und Verschwörungstheoretikerinnen protestieren gegen die «Diktatur» behördlicher Pandemie-Schutzkonzepte. Viele sind massnahmenmüde, und viele Junge foutieren sich sowieso. Was haben sie gemein? 

Liebe Jolanda,

Wie geht es dir? Mein Selbstverständnis als Feministin ist zurzeit leider leicht angeknackst: Ein monumentales Schwergewicht, eine Kometin am feministischen Firmament hebt mit ihrer Gravitationskraft alle Diskurse aus den Angeln. Du kennst sie sicher, wir wollen sie MiBi nennen. Ihr avantgardistischer «Mamablog» hat sie zur Journalistin des Jahres gemacht (neu erhältlich in Buchform beim renommierten…

Auf Stand-by

Auf die Gefahr hin, frivol zu wirken, muss ich gestehen, dass ich vom Lockdown bisher eher profitiert habe (Sie aber auch! Siehe unten).

Fernkino

Am letzten Sonntag war ich, ohne es zu wissen, für längere Zeit zum letzten Mal im Kino: Selten habe ich bei einer an sich harmlosen und handlungsarmen Geschichte eine solche Intensität, eine fast körperliche Anspannung empfunden, die bis zum Schluss nicht abflacht.

Verlorene Kindheit

Darüber wie die Verbesserung der Leistungs- und Widerstandsfähigkeit durchaus Teil des neoliberalen Gruselkabinetts sein kann.

Touch

Ina Müller mit einem Loblied auf die papierene Raschelzeitung – über die nötige Wucht eine Rossbremse zu bodigen und einen Kochherd der sich weigert.

Ein anderes #MeToo

Für eine Volksschullehrerin geziemt es sich wohl nicht, das eigene Kind auf eine Privatschule zu schicken. Das schmeckt nach «Wasser predigen und Wein trinken». In den Schulen, die ich von innen kenne, scheint es mir jedoch überdurchschnittlich oft vorzukommen. 

Feminismus reloaded

Feminismus ist in aller Munde. Hurra! Auf ‹20 minuten› können wir ein mediales Pingpong zum Thema mitverfolgen. Ping: Die Bloggerin Suzan Lazar, die ihr Geld mit der Präsentation von Bademode in anzüglichen Posen verdient, bezeichnet sich als Feministin.

Böhmische Dörfer

Alles wird gut: Ein nie dagewesener Wahlerfolg von Frauen, Stefan Gärtner (WoZ) thematisiert das Unding der weiblichen Intimrasur, die angeblich knabenfeindliche Schule wird in der ‹NZZ am Sonntag› als Hokuspokus entlarvt, Kindergarten-Lehrerinnen wollen für ihre älteren Kolleginnen Lohngleichheit erstreiten.

Frech! Oder?

Da wo ich wohne, geht es ziemlich steil bergauf. Wenn ich dicke einkaufe, lasse ich daher Schweres und Sperriges am Strassenrand stehen, damit ich es vom Parkplatz aus nicht allzuweit tragen muss