von Thierry Frochaux

Ernste Kunst

Parallelsprech steht bei Ursus & Nadeschkin für die letzten dreissig Jahre – neu heisst ihr Konzept: Nichtsprech.

Orientierung

Die seit Anfang Jahr verantwortliche Direktorin des Fotomuseums Winterthur, Nadine Wietlisbach, nutzt das Jubiläum zur gross angelegten Reflektion über die Verortung der Institution in der Zukunft.

Alles da

Die noch nicht besprochenen fünf Stücke des diesjährigen «Tanzfestivals Winterthur» drehen sich alle in verschiedenartigster Weise um Sinnfragen und
sind in ihrer Überzahl sehr physisch, also Tanz im wahrsten Wortsinn.

Aufs Leben warten

Wenn Gardi Hutter tatsächlich Ernst machen sollte mit ihrem Rückzug aufs Altenteil wäre mit Céline Rey und David Melendy alias «Les Diptik» bereits ein Clownduo am Start, um die Fussstapfen auszufüllen.

Tschau Heinz

Wird das Leben einfacher, wenn niemand mehr die Miseren des Zeitgeistes besingt? Ist eine Trennung leichter zu ertragen, wenn dauernd von Depressionen die Rede ist? Ignorieren geht über studieren – behaupten «Heinz de Specht».

Wettlauf der Klischees

Kein Klischee zu abgedroschen, kein Fettnäpfchen zu banal, als dass es sich nicht eignete, vom Schwulen Männerchor Zürich (schmaz) in einer nicht enden wollenden Aneinanderreihung in Selbstironie verkehrt zu werden.

Einfach so! Einfach so?

Nach Hannah Arendt (Buchstaben) und Gus Van Sant (Zelluloid) versucht
Milo Rau, mit den Mitteln einer theatralen Tatrekonstruktion der Befremdung
über die Banalität des Bösen Ausdruck zu verleihen – oder doch nicht?

«Ich liebe Kompetenz»

Miro Maurer hält der Wohlfühlschutzbehauptung, Donald Trump wäre unberechenbar, eine grandiose fünfviertelstündige Widerrede und appelliert
an alle IdealistInnen, sich endlich der Realität zu stellen.

Lebensgefühl

Der Epilog von Ethan Hawkes Hommage an Blaze Foley bringt das Lebensgefühl, das zuvor in kunstvollen zwei Stunden Film zelebriert wurde, auf den Punkt: Der Friedhofsgärtner verbietet Foleys Lebensliebe Sybil Rosen (Alia Shawkat) das Pflanzen eines Bäumchens und endet mit den Worten: «Sorry, wenn sie Kummer haben. Aber den haben wir alle.»   Blaze Foley…

Eine Landpartie

Zum dritten Mal lud Simon Dellsperger eine persönliche Auswahl aus KünstlerInnen diverser Kunstsparten zum Zehnminutenauftritt in die Wirtschaft Ziegelhütte nach Schwamendingen.
Thierry Frochaux