Category Kolumne Post Scriptum

Touch

Ina Müller mit einem Loblied auf die papierene Raschelzeitung – über die nötige Wucht eine Rossbremse zu bodigen und einen Kochherd der sich weigert.

Bild von Markus Kunz

Rentenstreik

Manche Leute sollte man einfach hauen. Etwa den Erfinder – Erfinderin? – der Schlauheit «the early bird catches the worm». Da hatten wir also totally early ein Zimmer gebucht, leicht gestresst, weil die Alpen schon sämtlich ausverkauft schienen, und wir hatten, optimistisch wie der australische Premierminister angesichts des nur kurzzeitig ausbleibenden Regens, keinerlei Stornierungsrecht angekreuzelt. Passiert ja in diesem Kaff nie etwas. Das Kaff war Paris. Merde. Ou plutôt: grève.

Pionierinnen

Ich weiss jetzt schon, wie das ausgeht. Und trotzdem bin ich voller Vorfreude. Auf langes Ausschlafen, Spaziergänge, Ruhe, Erholung, Raclette, Geschenke, Weihnachtsfilme, viel frische Luft, und hie und da würde ich, ganz entspannt, ein, zwei Pendenzen abarbeiten, die übers Jahr so liegen geblieben sind, während ich mir Gedanken zu wenigen, aber qualitativ hochstehenden Vorsätzen mache. Ganze zwei Wochen lang.

Ein anderes #MeToo

Für eine Volksschullehrerin geziemt es sich wohl nicht, das eigene Kind auf eine Privatschule zu schicken. Das schmeckt nach «Wasser predigen und Wein trinken». In den Schulen, die ich von innen kenne, scheint es mir jedoch überdurchschnittlich oft vorzukommen. 

Schöner einkaufen

Der Räuschling floss in Strömen aus dem Brunnen und tat seinem Namen alle Ehre. Der Septemberabend war milde, die Gästeschar auserlesen. Der Grund des Anlasses auf dem Münsterhof: Finissage der Grüninstallation von Heinrich Gartentor (Pflanzenkisten auf Schafwoll-Humus-Unterlage).

Alles logo oder was?

Die Wahlen sind vorbei, die Cüpli geleert, die Wunden geleckt. Und einen langen Wahlkampf lang lachten uns von Plakaten, Prospekten und Inseraten nicht nur Köpfe an, sondern auch die Logos der Parteien. Einige davon wollen wir nun einer kritischen Betrachtung unterziehen:

Feminismus reloaded

Feminismus ist in aller Munde. Hurra! Auf ‹20 minuten› können wir ein mediales Pingpong zum Thema mitverfolgen. Ping: Die Bloggerin Suzan Lazar, die ihr Geld mit der Präsentation von Bademode in anzüglichen Posen verdient, bezeichnet sich als Feministin.

Bild von Markus Kunz

Mittelmass

Mit der politischen Mitte konnte ich noch nie viel anfangen. Mitte ist kein Programm. Und sie hat keinen Ort. Blaise Pascal sagte: «Le monde est une sphère, dont le centre est partout, la circonférence nulle part.»

Warum zur Hölle?

Viele junge Frauen bleiben kinderlos, weil sie negative Konsequenzen im Beruf fürchten – zu Recht. So steht es in der Zeitung, so lautet das Ergebnis einer neuen Erhebung des Bundesamtes für Statistik

Böhmische Dörfer

Alles wird gut: Ein nie dagewesener Wahlerfolg von Frauen, Stefan Gärtner (WoZ) thematisiert das Unding der weiblichen Intimrasur, die angeblich knabenfeindliche Schule wird in der ‹NZZ am Sonntag› als Hokuspokus entlarvt, Kindergarten-Lehrerinnen wollen für ihre älteren Kolleginnen Lohngleichheit erstreiten.