Schlagwort Kommentar

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Neuer Schub

Über die Irrungen und Wirrungen der Ehe für alle und warum es so scheint, als ob die Mehrheit der Stimmberechtigten gesellschaftspolitisch weit mutiger ist als das Parlament.

Halb so wild

Ich habe es auch schon gemacht.  Ich bin seit vielen Jahren politisch aktiv und einige Male war ich auch bei Initiativsammlungen verantwortlich dafür, dass wir die nötigen Unterschriften zusammenbekommen. Es gibt Initiativen, die laufen beinahe von selbst und es gibt welche, die sind ausgesprochen harzig. Letztere führen unweigerlich irgendwann zu einem Punkt, an dem man…

Tote

Also, mit Toten will ich ja nun gar nichts zu tun haben, sage ich immer zu meinem Mann; ich meine, nichts gegen Tote, sind ja schliesslich auch nur Menschen, aber es ist doch so wie mit den Rockern oder Drogenabhängigen oder Tamilen: Ich lasse sie in Ruhe, sie lassen mich in Ruhe. Leben und leben lassen. Sonst hat man nur Ärger. 

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Debakel

«Das amerikanische Volk hat das Recht darauf zu wissen, ob ihr Präsident ein Gauner ist oder nicht. Ich bin keiner», meinte Richard Nixon in einer Pressekonferenz im November 1973, als der Watergate-Skandal die Schlagzeilen beherrschte. Im August des kommenden Jahres trat er zurück. Weil er wusste, dass man ihm nicht glaubte, dass er kein Gauner sei.

Das System schlägt zurück

70 Prozent aller Schweizerinnen und Schweizer befürworten eine Flugticketabgabe. Aber nur fünf Prozent CO2-kompensieren ihren Flug. Das tönt auf den ersten Blick nach Verlogenheit. Ist es aber nicht.

Heuchlerische Doppelmoral am WEF

Was Jahr für Jahr in den Medien als eines der wichtigsten Weltgeschehen hochgeschaukelt wird, erinnert bei genauem Hinsehen viel mehr an ein Trauerspiel, in dem sich die ProtagonistInnen stolz mit dem Deckmäntelchen der Nachhaltigkeit rühmen.

Wer darf wo wohnen?

Die Wohninitiative des Schweizerischen Mieterverbands hat tatsächlich Chancen, angenommen zu werden. Vielleicht auch dank dem Eigentor von FDP-Nationalrätin Regine Sauter, die in der Tagesschau fand, wer sich keine Wohnung leisten könne, müsse halt zügeln: «Wenn Sie nur beschränkte Mittel zur Verfügung haben, dann müssen Sie halt dorthin ziehen, wo Sie sich eine Wohnung leisten können. Es ist klar, dass nicht jedermann mitten in der Stadt Zürich wohnen kann.» Da könnte ja jeder kommen!

Aperitif und Abgrund

Wir waren eine mittelgrosse Runde am Aperitif. Wir kannten uns am Rande, einige besser, andere gar nicht. Nach dem Anstossen und zweimaligem kurzem Nippen am Weissweinglas hatte sich unser Gespräch so beeindruckend schnell wie zielstrebig auf ein Thema hinbewegt: den Zweiten Weltkrieg. Smalltalk ist eine Kunst und eine heikle Sache obendrein, ich weiss. Bestimmte Themen…

Touch

Ina Müller mit einem Loblied auf die papierene Raschelzeitung – über die nötige Wucht eine Rossbremse zu bodigen und einen Kochherd der sich weigert.