von Min Li Marti

Front

«Der Klassenkampf ist passé»

99 Prozent profitieren zulasten des einen, reichsten Prozents: Mit der kürzlich lancierten 99%-Initiative fordern die Jungsozialisten mehr Umverteilung und Solidarität. Wieso sich dagegen ausgerechnet Widerstand aus den eigenen Reihen regt, legt Erich Fehr als Mitglied des Steuerungsausschusses der reformorientierten Plattform der SP Schweiz im Gespräch mit Julian Büchler dar.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Suppen und Sündenböcke

Ich kann gut damit leben, für Dinge zu zahlen, die ich nicht oder selten nutze, aber dennoch sinnvoll sind. Tue ich ja mit meinen Steuern auch. Nur geht es nicht nur um mich. Die sich verändernden Mediengewohnheiten sind ein grosses Problem für die SRG. Die Zeiten, als sich eine Nation am Samstagabend vor dem TV als modernem Lagerfeuer versammelt, sind vorbei. Das Durchschnittsalter der SRF-ZuschauerInnen steigt.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Scherben

Nach der Abstimmung zur USR III und dem Ja zur Energiestrategie hatte man sich als Linke ein wenig ans Gewinnen gewöhnt. Der letzte Sonntag war deshalb ein ziemlicher Dämpfer. Umso mehr, weil wir eine Vorlage verloren haben, die wir hätten gewinnen können und sollen. 52,7 Prozent sagten Nein zur Altersvorsorge 2020, bei der Finanzierung durch die Mehrwertsteuer war es noch knapper: Aber auch sie scheiterte 50,05 Prozent – es hätte allerdings auch wegen dem Ständemehr nicht gereicht.  

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Unspektakulär

Der Spuk war relativ schnell vorbei. Bereits im zweiten Wahlgang erhielt Ignazio Cassis die erforderlichen Stimmen. Und schon nach dem ersten Wahlgang schien ziemlich sicher, dass der Favorit das Rennen machen wird. Cassis erhielt im ersten Wahlgang 109 Stimmen – 122 hätte er gebraucht. Pierre Maudet erhielt 62 Stimmen, Isabelle Moret 55, 16 Stimmen gingen an andere (wohl Spassvögel, die Christa Rigozzi oder ähnliches aufgeschrieben haben).

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Vogt, Gessler und Seldwyla

Es war eine der mühsamen Debatten im Gemeinderat. Und wie oft bei besonders mühsamen Debatten sind sie erst kaum totzukriegen und kehren später als Wiedergänger zurück. Die Rede ist hier vom Spurabbau beim Bellevue. All diese Gemeinderatsdebatten, endlosen Diskussionen – ich hätte es erfolgreich verdrängt, müssten wir jetzt nicht – mindestens indirekt – noch einmal darüber befinden.