von Min Li Marti

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Endlich Dynamik

25 Frauen und Männer wollen für die amerikanischen Demokraten zu den Präsidentschaftswahlen vom nächsten Jahr antreten. Noch letzte Woche schien der Fall gelaufen zu sein. Joe Biden, ehemaliger Vizepräsident von Barack Obama, lag in allen Umfragen unangefochten und mit grossem Abstand an der Spitze. Dies im Wesentlichen aus zwei Gründen: Nostalgie und Wählbarkeit.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

1, 2 Genderpolizei

Es gibt kaum eine Debatte, die mir mehr auf die Nerven geht, als jene über Political Correctness, kurz PC genannt. Zum einen, weil diese Debatte vor zwanzig, dreissig Jahren schon exakt gleich geführt wurde und seither weder bei BefürworterInnen noch GegnerInnen irgendein neues Argument dazu gekommen ist. Zum zweiten, weil diese Debatten, Diskussionen und Aufreger, die seitenlange Essays und erbitterte Twitter-Streite auslösen, oft relativ wenig mit der Lebensrealität und den Problemen hierzulande zu tun haben.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Frauensolidarität

Zuerst war der Zweifel. Dann die Hoffnung. Der Ärger. Und jetzt nur noch Freude. Die Rede ist natürlich vom Frauenstreik.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Ach je, SPD

Wir werden wohl nicht mehr so schnell nach Berlin reisen, um von der SPD zu lernen. Ich bin aber immer noch überzeugt, dass es die Sozialdemokratie in Zukunft noch braucht: In Deutschland, England, Frankreich und der Schweiz. Ich bin auch überzeugt, dass sich das einmal wieder an der Urne zeigen wird. Dazu müssen wir nicht weit reisen, sondern vielmehr wieder zu uns finden.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Aufbrechen

“So ehrlich war kaum je ein Unternehmer. Denn in deren Sonntagsreden kommt sonst stets ein Bekenntnis zum Markt und zum Wettbewerb. Aber letztlich will ein Unternehmer oder eine Unternehmerin vor allem eins: Geld verdienen. Und das geht besser ohne Konkurrenz.”

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Das böse Wort mit S

Deutschland ist in Aufruhr. Was ist geschehen? Kevin Kühnert, Chef der deutschen Jungsozialisten, gab ein Interview mit der ‹Zeit›, in dem er ausführte, wie er sich den Sozialismus vorstellt. In erster Linie als «Welt, in der Menschen ihren Bedürfnissen nachgehen können. Eine Demokratisierung aller Lebensbereiche.»

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Wählbarkeit

Was macht Wählbarkeit aus? «Wählbarkeit», meint die Philosophin Kate Manne in einem Gespräch mit Ezra Klein auf Vox, «ist kein statischer Faktor, es ist ein Faktor, den wir sozial konstruieren.» Weisse alte Männer gelten als wählbarer, weil sie der Norm derjenigen entsprechen, die ebendiese Ämter auch ausüben.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Kein Zaubermittel

Das politische Zauberwort der Stunde heisst Transparenz. Transparenz hilft, so scheint es, gegen alles Übel. Und hat man auch Transparenz, muss man nicht einmal mehr ein Gesetz machen. Leider hat die viel gelobte Transparenz nicht immer die Wirkung, die man sich von ihr erhofft.

Chronologie der Ungleichheit

Ich wurde 1974 geboren. 1971 erst haben in der Schweiz die Frauen das Stimmrecht erhalten. 1981 wurde die Gleichstellung in der Verfassung verankert. Dort steht: «Mann und Frau sind gleichberechtigt. Das Gesetz sorgt für ihre rechtliche und tatsächliche Gleichstellung, vor allem in Familie, Ausbildung und Arbeit. Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.»