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Geldnot und Jobsuche

Viele aus der Ukraine Geflüchtete haben bis auf ihr Leben alles zurückgelassen. Sie brauchen Essen, Kleidung, Unterbringung – und Geld. Was wird vom Staat bezahlt? Wie können sie langfristig auf eigenen Beinen stehen? Wir haben nachgefragt im dritten und letzten Teil der Serie «Frauen auf der Flucht».

Warum so unordentlich?

Noch selten hat mir ein NZZ-Artikel so aus dem Herzen gesprochen wie jener von Benedict Neff, «Wie Medien die Lage der Ukraine schönschreiben», vom letzten Freitag. Dabei interessierte mich die Medienanalyse wenig, wohl aber die Nüchternheit, mit der er die militärische Situation in der Ukraine schildert und bei aller Sympathie zu den Angegriffenen in Betracht zieht, dass der Krieg für die Ukraine auch schlecht ausgehen könnte.

Asylsystem am Limit?

Die Schweiz hat den Status S eingeführt, der Geflüchteten aus der Ukraine raschen und unbürokratischen Schutz verspricht. Das Asylwesen operiert im Krisenmodus. Zahlreiche AkteurInnen mischen mit. Funktioniert das Zusammenspiel? Drei Ukrainerinnen erzählen.

Gefährliche Routen und politische Irrwege

Dem Krieg in der Ukraine entkommen vor allem Frauen, da die Männer zum Wehrdienst verpflichtet sind. Welche Erfahrungen machen sie, sich selbst überlassen auf ihrer Flucht? Drei Frauen erzählen ihre Geschichte. Während Europa politisch noch immer um Lösungen ringt, fordern Frauenorganisationen seit der ersten Stunde rasches Handeln.

Kindergeburtstag

Ich hatte diese grossartige Idee, den Kindergeburtstag meines Sohnes in der Lasertag-Arena in Zürich zu verbringen. Nicht, dass es mir selbst eingefallen wäre, aber mein Sohn wünschte sich das für sich und seine Freunde. Ich war schwach und verzweifelt, denn die Geburtstagsfeier vor einem Jahr war coronabedingt ausgefallen, Schnitzeljagden oder bräteln im Wald sind komplett ausser Mode mittlerweile, und so geschah es dann also.

Hundert Plätze in Winterthur

Die Suche nach neuen Plätzen, wo geflüchtete Menschen aus der Ukraine einquartiert werden könnten, läuft auch in Winterthur auf Hochtouren. An der Adlerstrasse wurde nun ein solcher Platz für 100 UkrainerInnen gefunden und bezugsbereit gemacht.

Perpetuum Mobile

In der dringlichen Debatte des Nationalrats zur Ukraine sprach SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi von Nigerianern und Tunesiern mit ukrainischen Papieren, die wehrlose Ukrainerinnen vergewaltigen. Wie meist, passt weder im Saal noch auf dem Präsidiumsbock jemand auf. Erst in den sozialen Medien führte sie zu Aufregung und Empörung.

Etwas mehr Gelassenheit

Der Überfall Russlands auf die Ukraine rief nach grossen Worten und verführt zu mitunter durchsichtigen Manövern, wie etwa die Erklärung der Grünliberalen am letzten Montag im Kantonsrat, in der sie den Regierungsrat aufforderten, ihr Parteiprogramm zur Verhinderung eines Energienotstandes haargenau sofort umzusetzen. Ein Teil der Grünen möchte autofreie Sonntage zur Behebung der gleichen Krise. Nichts gegen autofreie Sonntage, aber dazu braucht es den Krieg in der Ukraine wahrlich nicht.

Stell dir vor, es ist Krieg

Es muss wohl im Gymi gewesen sein, wo mir Paul Celans Frage, ob man nach Auschwitz noch Gedichte schreiben könne, erstmals begegnet ist. Und Brechts Gedicht an die Nachgeborenen mit der Frage, «Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist», was dasselbe meint. Ich verstand, was das bedeutet, aber ich begriff es nicht. Selbstverständlich nicht. Zwei Jahrzehnte später gab mir die Realität Nachhilfe.

Selbstinszenierung in Kriegszeiten

Andrej Markovic ist Historiker mit Schwerpunkt in osteuropäischer Geschichte und in der Fachkommission Frieden und Sicherheit der SP Schweiz aktiv. Im Gespräch mit Sergio Scagliola ordnet er die politische Kommunikation der involvierten Parteien zeitgeschichtlich ein und versucht, deren ideologische Selbstinszenierung und die westliche Rezeption zu kontextualisieren.