Die zweigeteilte Ausstellung «Satanische Verse & verbotene Bücher» im Museum Strauhof ist im unteren Stock mit dem Fokus auf die Zensur stark, während im Obergeschoss die Fragestellung wie auch die dazu präsentierte Haltung regelrecht zerfleddern.
Die unabhängige linke Zürcher Zeitung
Schlagwort Ausstellung
Suggerierte Balance
Die Papiercollagen von Elisabeth Wild (1922 – 2020) und die raumgreifenden Metall-, Glas- und Steinskulpturen von Jose Dávila (*1974), die derzeit parallel zueinander im Haus Konstruktiv zu sehen sind, finden erst in ihrer Wirkung zu einer Gemeinsamkeit. Ist sie erkannt, kommt das Gedankenkarussell in Fahrt.
«draw a map and get lost»
Die Aktualität der Einladungen Yoko Onos (*1933), die Grenzenlosigkeit der menschlichen Vorstellungskraft in jedem Fall und jederzeit genüsslich auszuloten, ist auch sechzig Jahre nach dem Entstehen ihrer Interventionen und Anleitungen ungebrochen.
Mit dem Segen des Roboters
Im Museum für Gestaltung kann bis im Juni die Ausstellung «Planet Digital» besucht werden. Mit viel Möglichkeit zur Interaktion, faszinierender Objektgeschichte und verständlicher Wissensvermittlung in komplexen Themen zeigt die Ausstellung einen erfrischenden Ansatz an die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Digitalisierung.
Zum Niederknien
Zeitung lesen birgt die Gefahr, auf Ideen gebracht zu werden. Innert weniger Wochen verlockte das Feuilleton der ‹Zeit› mit hymnischen Ausstellungsbesprechungen über gleich zwei Monumente der Bildenden Kunst in derselben Stadt zu einer persönlichen Begegnung mit den Werken von Tizian und Modigliani. Wien also.
Ein neues Medium
«Nach der Natur» versammelt Originale aus rund sechzig privaten und öffentlichen Sammlungen aus den Anfangsjahren der Fotografie in der Schweiz. Was daraus alles ablesbar wird, ist Technik-, Gesellschafts- und Kunstgeschichte in einem. Eine Reise durch die Zeit.
Mit experimenteller Neugier
Eine aussergewöhnliche Ausstellung ist zurzeit im Gewerbemuseum Winterthur zu sehen: Drei KünstlerInnen loten die Grenzen des Werkstoffs Metall bis zum Äussersten aus – mit verblüffenden Resultaten.
Sehnsucht nach Danach
Kunst kann universell sein, muss es aber nicht. Allermeistens, vor allem wenn sie nicht die beruhigende Oberfläche einer sorgsamen Zufriedenheitsherstellung im Sinn hat, bedarf ihre Entschlüsselung einer übergelagerten Einordnung mittels kultureller Referenzen und möglicher Sozialisation.