Aus der Geschichte nicht lernen

Natürlich kann man der Meinung sein, dass eine Ächtung der AfD kontraproduktiv sei. Oder sich Rechtspopulist:innen im Amt von selber entzaubern. Aber nur, wenn sie es ungeschickt anstellen.

Spitzentanz

Marcelo Díaz inszeniert «Die Erbschaft» rasant, hochdosiert, ultrasec. Eine Freude.

Ein Referendum, zwei Initiativen, viele Fragen

Das Referendum zum Mantelerlass ist zustande gekommen, bald wird darüber abgestimmt. Am Dienstag hat der Verband Freie Landschaft Schweiz zudem zwei Volksinitiativen lanciert, die Waldschutz-Initiative und die
Gemeindeschutz-Initiative.

Klärschlamm macht klimaneutral

Statt in der Zürcher Luft landen die CO2-Emissionen der Klärschlammverwertungsanlage Werdhölzli ab 2028 unter der dänischen Nordsee und in hiesigem Recyclingbeton – wenn es denn das Volk will.

Trost

Die Ernährungslehrerin eines Eliteinternats führt ihre Klasse in einen Irrgarten.

«Lieber weniger arbeiten statt mehr Lohn»

Die Abstimmung sorgt für Aufsehen weit über das Säuliamt hinaus: Am 3. März entscheidet Affoltern, ob die 350 städtischen Angestellten bei gleichem Lohn nur noch 38 statt 42 Stunden arbeiten müssen. SP-Präsident Martin Gallusser vom Ja-Komitee von SP, EVP und GP erklärt, warum die Arbeitszeitreduktion gegen die Personalnot hilft und kontert die Argumente der Gegner. Und er verrät im Gespräch mit Arthur Schäppi auch, warum die Befürworter trotz Niederlage an der Gemeindeversammlung an einen Abstimmungssieg glauben.

Safe Space

Kürzlich besuchte ich ein Konzert in einem sehr kleinen Club in einer grösseren Schweizer Stadt. Ein rundum sympathischer Anlass. Der Eintritt war gratis (es wurde eine Kollekte gesammelt), und statt eines Türstehers stand am Eingang eine junge Frau, die mir das Awareness-Konzept des Lokals erklärte: Alle sollen sich so benehmen, dass sich die anderen wohlfühlen; wer sich durch das Verhalten einer anderen Person bedrängt oder belästigt fühlt, kann sich an die Leute an der Bar oder an der Tür wenden, die dann eingreifen.

Mattscheibe

Am Donnerstag ist die Frist zur Vernehmlassung der geplanten Gebührensenkung für die SRG abgelaufen. Die Gebührensenkung ist die Antwort des Bundesrats auf die sogenannte Halbierungsinitiative. Diese will – wie der Name sagt – die Gebühren für die SRG halbieren. Der Bundesrat – angeführt von Mitinitiant Albert Rösti – findet diese Initiative zu radikal und glaubt, dass sie weitreichende Folgen auf das publizistische Angebot und die regionale Verankerung haben würde. Nun findet Bundesrat Rösti aber trotzdem, dass es für die SRG ein bitzeli weniger sein soll.