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Wunde Punkte

Es existierte noch nie ein Organisationskomitee weder für die Zurich Pride Parade noch des Vorläufers Christopher Street Day, das nicht sowieso alles falsch gemacht hätte. In den Details sind es so viele verschiedene, teils einander konträr gegenüberstehende Anliegen, die am Tag der Parade, die den öffentlichen Raum in einen riesigen Safe Space verwandelt und zeitgleich eine Sichtbarkeit herstellt, berücksichtigt, benannt und verhandelt werden wollen

Noch ein Bericht zum Lilienberg

Der Zürcher Gemeinderat lehnte die Genehmigung des Geschäftsberichts der Asylorganisation Zürich ab. Die Jahresrechnung 2021 der Stadt hingegen wurde einstimmig angenommen.

«Eigentlich ist ein Prozent eine Frechheit»

Das Zürcher Projekt Social Income bezahlt Personen in Sierra Leone ein Grundeinkommen. Ist das die Zukunft der Armutsbekämpfung? Maria-Theres Schuler sprach mit Sandino Scheidegger, dem Gründer des Projekts, über globale Ungleichheit und die Möglichkeiten einer freiwilligen Umverteilung von Wohlstand.

Uetikon und seine Chemie. Eine Beziehungsgeschichte.

Seit 2018 hat die Chemische Fabrik Uetikon (CFU) ausgedient, eine Ära der Schweizer Industriegeschichte ist zu Ende gegangen. Die Historikerin Beatrice Schumacher erzählt detailreich – basierend auf einer Fülle von Dokumenten und Gesprächen – vom Anfang bis zum Ende die Geschichte eines schweizerischen Industriedorfes als eine «Beziehungsgeschichte» zwischen Zivilgesellschaft, Unternehmerfamilie, kommunalen und kantonalen Behörden.

Bernds Andenken

Der Sommersturm «Bernd» richtete im Juli letzten Jahres gewaltige Schäden an den Stadtbäumen und auch im Wald an, schlug Schneisen und kahle Flächen in grünes Dickicht und reduzierte den Baumbestand an einigen Orten erheblich. Grün Stadt Zürich lud am Mittwoch zum Rundgang auf dem Käferberg und zeigte, wie die Stadt mit den Schäden umgeht.

Mehr Ambition wagen

Eine Unterscheidung zwischen Master- (MA) und Bachelorfilmen (BA) lässt sich in diesem Diplomjahrgang der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) nicht allein aufgrund der Filme herstellen. Die altbekannten Schwächen – Dramaturgie und Drehbuch – sind dafür noch da.

Neujahrsnacht

Als einfache BürgerIn in Russland den Verstand nicht zu verlieren, ist eine Meisterleistung in Überlebenskunst.

Frauenparkplatz

Was folgt, ist nur eine kleine Geschichte, aber ich finde, sie sollte unbedingt erzählt werden: Die Grossmutter spaziert mit ihrem sechsjährigen Enkel von der Bushaltestelle nach Hause. Auf ihrem Weg kommen sie am Sitz eines grossen Konzerns vorbei, der vor dem Haus einen eindrucksvollen Parkplatz hat.

Neuer Anlauf für höhere Parkgebühren in Winterthur

Seit über 10 Jahren wird in Winterthur über die Parkplatztarife gestritten. Nun geht dieser Streit in die nächste Runde. Der Stadtrat hat einen neuen Anlauf für eine Parkgebührenverordnung zuhanden des Stadtparlamentes verabschiedet. Im letzten Herbst war eine entsprechende Vorlage in der Volksabstimmung knapp gescheitert.

Verdrängtes Paradies

Einerseits, muss man sagen, ist da noch immer etwas von der Pandemie übrig. Sogar etwas viel davon. Andererseits ist Krieg, überall auf der Welt. In den Flüchtlingslagern hat sich nichts verändert, mindestens nicht zum Guten, denn es waren seit dem Zweiten Weltkrieg noch nie so viele Menschen auf der Flucht wie jetzt. Und dazwischen und darum herum fühlt sich der Juni an wie ein August, er ist zu warm, zu schön, zu flirrend und man treibt wie auf einer Welle mittendrin im Klimawandel, treibt immer weiter hinaus, hinaus ins grosse Meer, von dem man irgendwann nicht mehr zurückschwimmen kann an den Strand, vielleicht schon jetzt.