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Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Der Richter und seine Partei

Die SVP will ihren Bundesrichter Yves Donzallaz nicht zur Wiederwahl empfehlen. Der Grund: Unliebsame Urteile.  Geärgert hat die SVP, dass Donzallaz zu einer knappen Mehrheit beigetragen hat, dass die UBS KundInnendaten an Frankreich liefern muss. 2015 hat er mitentschieden, dass die Personenfreizügigkeit Vorrang gegenüber der Masseneinwanderungsinitiative habe.

Freiheitskampf

«Papicha» zeigt die schleichende Veränderung einer Gesellschaft, wenn diese von Extremisten bedroht wird, und was geschieht, wenn eine den Versuch traut, sich nicht unterkriegen zu lassen.

Diskurs in der Enge

Recht haben ist nicht immer lustig. Es kommt leider, wie ich gesagt habe, die Debatte über die Begrenzungsinitiative nimmt den erwarteten unerwünschten, falschen Verlauf. Wir reden tatsächlich und allen Ernstes über ökologische Überbelastung aufgrund der Zuwanderung, das Wort «Dichtestress» ist salonfähig geworden, und dass unsere S-Bahnen überfüllt seien, wird unwidersprochen hingenommen, auch wenn die Auslastung über alles nur etwa bei 35 Prozent liegt. Und an all dem sei die Zuwanderung schuld, auch das wird kaum dementiert, es wird einzig erwähnt, sie sei halt leidergottes nötig für unsere Wirtschaft und die Altersvorsorge.

Zuwanderung? Zuwanderung!

Am 27. September stimmt die Stimmbevölkerung über die so genannte Begrenzungsinitiative ab. Die SVP gibt vor, damit die Zuwanderung von AusländerInnen in die Schweiz zu reduzieren. Ihr eigentliches Ziel sind aber tiefe Löhne. Das ist brandgefährlich, denn Zuwanderung und europäische Zugehörigkeit sind die Grundlage der Schweiz.

«Wir brauchen einen neuen, faireren Verteilschlüssel»

Am 27. September stimmen wir über die Änderung des Zusatzleistungsgesetzes ab. Weshalb ein Ja längst nicht nur den Direktbetroffenen nützt, erklären die Sozialvorsteher von Zürich und Winterthur, Raphael Golta und Nicolas Galladé, im Gespräch mit Nicole Soland.

Alles, ausser Langeweile

Bis eben noch im Fotomuseum Winterthur als eine von acht «Fotografinnen an der Front», intensiviert sich aktuell die Möglichkeit einer  Beschäftigung mit Leben und Werk von Lee Miller (1907 – 1977). Arte zeigt eine biografisch orientierte Dokumentation, das Museum für Gestaltung stellt ihr fotografisches Werk in einer Ausstellung in den Mittelpunkt und offenbar wird ihr legendenumranktes Leben derzeit auch noch zum Hollywoodstoff.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Im Grunde gut?

Die Menschheit ist im Grunde gut, meint Rutger Bregman. Und wohl auch vernünftig. Aber eine kleine Minderheit kann einen grossen Effekt haben. Wenn man sie anstachelt. Es braucht jetzt etwas weniger Aufmerksamkeit für jene, die nach Aufmerksamkeit schreien. Dann sollten wir diese Lage meistern können. Im Guten. 

Disruption? Revolution? Transformation!

Über den Sommer las ich, um die jüngste Krise inmitten von Krisen zumindest halbwegs einordnen zu können, allerlei aktuelle Analysen. Vor allem bei Ringger und Wermuth lassen sich auch plausible politische Perspektiven finden.