Immer wieder P.S.

Im Zuge unserer Sammelaktion stellen wir unsere drei ständigen Redaktionsmitglieder und unsere Praktikantin vor. Dieses Mal schreiben wir über unsere Polit-Redaktorin Nicole Soland.

 

 

Tobias Urech

 

 

Es war ein verschlungener Weg, den Nicole schliesslich zum P.S. führte, obwohl sie eigentlich schon von Anfang an dabei war. Doch der Reihe nach …

 

1999 war Nicole mit ihrem Nordistik-Studium fertig und schon damals eine echte Allrounderin – um sich das Studium zu finanzieren, arbeitete sie neben ihrem Job in der Zentralbibliothek auch schon mal in einer der illegalen Bars Zürichs oder übte sich als Fotografin. Doch sie war eben auch schon journalistisch tätig. Sie schrieb fürs ‹G›, das Magazin des Deutschen Seminars. Wie sie dazu gekommen sei? «So wie ich das immer mache: Ich habe einfach ganz frech nachgehakt», lacht Nicole. Im ‹G› war die Nordistik nämlich nicht vertreten, obwohl dieses Fach auch zum Deutschen Seminar gehörte. Nicole fragte nach, wieso das so sei, und bekam als Antwort das Angebot, diese Lücke zu füllen.

 

So ähnlich lief das auch beim P.S. ab. Als sie eben nach einigen Auslandsemestern in Dänemark das Studium beendet hatte, war Nicole auf der Suche nach einem Job. Da kam ein Aufruf vom Kolumnisten Hans Steiger in der ersten P.S.-Ausgabe gerade recht. Er wünschte sich mehr SchreiberInnen für die neugegründete Zeitung – insbesondere aber Frauen. Nach einem kurzen Gespräch mit Koni Loepfe war Nicole dann auch schon als freie Mitarbeiterin engagiert.

 

Nachgefragt

Tatsächlich kamen dann aber immer wieder andere Stellen dazwischen – die wenigen Aufträge vom P.S. hätten zum Leben nicht gereicht. So arbeitete Nicole in der Zwischenzeit für den ‹Sihltaler› oder den ‹Tages-Anzeiger›, war aber schon ab 2004 fürs Layout des P.S. verantwortlich. «Eine Nifeli-Büetz, die ich aber gerne mache», meint sie und erinnert dabei ganz an die Allrounderin während ihrer Studienzeit.

 

Drei Jahre später wurde eine Redaktionsstelle bei P.S. frei und Nicole hat die Chance gepackt. Seither ist sie stets bestens über alles informiert, was in der Stadt Zürich läuft, fährt mit ihrem Velo an jede relevante Medienkonferenz. Und auch das Nachhaken hat sie nicht verlernt – bei den unzähligen Wocheninterviews und als Gemeinderateratsberichterstatterin fordert sie mit ihren Fragen ihre Gegenüber jedes Mal aufs Neue heraus.

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