Der Fischotter kehrt zurück

Seit 1989 galt der Fischotter in der Schweiz als ausgestorben. Jetzt findet man vermehrt Spuren seiner Rückkehr. Dies feiert der Wildnispark Zürich in Sihlwald mit einer Sonderausstellung, die am Sonntag eröffnet wird.

 

 

Leonie Staubli

 

Verschmutzte Gewässer, schwindender Lebensraum und Fischbestand und sogar gezielte Jagd hatten dazu geführt, dass der Fischotter 1989 in der Schweiz für ausgestorben erklärt wurde. Doch seit 2009 sind wieder vereinzelte Spuren des Tieres erkennbar – dies und die Sichtung einiger Jungtiere werden als gute Zeichen dafür aufgefasst, dass der Fischotter dabei ist, sich wieder in der Schweiz anzusiedeln. Aus diesem Anlass präsentieren das Bündner Naturmuseum, die Stiftung Pro Lutra, der Zoo Zürich und der Zürcher Tierschutz die Ausstellung «Grüezi Fischotter – willkommen zurück!» im Naturmuseum des Wildnispark Zürich in Sihlwald. Die Eröffnungs-Vernissage findet am Sonntag, 25. März ab 14:00 statt und bietet neben einem Fachvortrag zum Fischotter von Dr. Hans Schmid und kurzen Führungen durch die Ausstellung auch musikalische Begleitung, einen Basteltisch für Kinder und vieles mehr.

 

Die Ausstellung, die ursprünglich vom Bündner Naturmuseum gestaltet und jetzt vom Wildnispark übernommen wurde, bietet einen guten Einblick in die Biologie des Fischotters, seine Gewohnheiten und die Ansprüche an seinen Lebensraum. So wird auch ein Schwerpunkt darauf gelegt, was die Situation des «Wassermarders» in der Schweiz ist und wie wir seine Rückkehr fördern können. Zu entdecken gibt es ausserdem einen «Unterwasserraum», in dem der Hauptaufenthaltsort der Fischotter mit viel Liebe zum Detail nachgestellt ist. Kinder können zudem an der Rezeption einen Schlüssel abholen, mit dem sie die Ausstellung auf eigene Faust erkunden und an den überall verteilten Kästchen kleine Rätsel und Aufgaben lösen können. «Wir hoffen, dass die Leute mit geschulten Augen hier herauskommen», sagt Dr. Bettina Gutbrodt, Leiterin im Bereich Bildung. Dass gerade die Sihl in letzter Zeit wieder aufgewertet wird, freut Gutbrodt. Sie wolle «die Leute auf den Fluss sensibilisieren» und dafür sorgen, dass man versteht, was geschehen müsste, damit auch die Sihl zu einem möglichen Lebensraum für Fischotter wird. Um das zu erreichen, wird es im Wildnispark die ganze Saison hindurch Veranstaltungen geben, wie etwa die Exkursion «Fischotter und seine Lebensräume» oder eine Tierpflegerführung, bei der auch die parkeigenen Tiere, die Anfang Winter Junge bekommen hatten, zu sehen sein sollten. Das ganze Jahresprogramm kann auf der Website des Wildnisparks eingesehen werden.

 

«Grüezi Fischotter – willkommen zurück!», bis 28.10. Naturmuseum Wildnispark Zürich. Vernissage: So, 25.3., 14h, ebenda. www.wildnispark.ch

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