Bücher

Drei Rächerinnen

Ein heisser Tag in Toronto. Drei ältere Damen sitzen zusammen bei Gin Tonic und Gebäck. Sie haben ein Ziel: Ihre Freundin mit Namen Fern rächen, die schwer krank ist. Die Männerclique, die den Roman von Fern einst gezielt verrissen und ihr übel mitgespielt hat, will sie umbringen. Einen nach dem andern. Und die Männer sollen nach dem ersten Toten Angst um ihr Leben bekommen. Natürlich darf…

Von der Verkehrs- zur Wohnstadt

«Zürich lebenswert umbauen» heisst das Buch, in dem sich Regula Iseli, Philippe Koch und Simon Mühlebach mit der Ära Ursula Koch von 1986 bis 1998 im Zürcher Bauamt beschäftigen. Das Buch enthält auch ihre berühmte Rede, aus der immer wieder falsch ihr Zitat «Zürich ist gebaut» stammt, und ein Interview mit ihr aus dem Jahre 2019.

Ein Orakel zum Geburtstag

An ihrem elften Geburtstag sollte Philine erfahren, welches Orakel sie wird. Dann geht aber alles schief, was schief gehen kann. Eine Rezension unserer Zukunftstagsredaktorin.

Die Täufer und Zwingli

Peter Kamber erzählt aus der Sicht von Barbara als Roman die Geschichte der Familie Grebel zwischen 1520 und 1526. Ihr Bruder Conrad, einer der führenden Wiedertäufer, starb in ihren Armen in Maienfeld an der Pest, nachdem er sich gesellschaftlich isoliert hatte.

Weisse Haut als symbolisches Kapital

Die soziologische Untersuchung Arlie Russell Hochschilds über die politische Radikalisierung in der amerikanischen Kleinstadt Pikeville, Ostkentucky, wurde sowohl von der Wissenschaft als auch von der Leserschaft breit diskutiert. Nun liegt eine vorzügliche deutsche Übersetzung dieser Mikrostudie vor, die das Zeug zum Klassiker des Genres hat. Sie schliesst an berühmte Feldstudien der…

Der Holzfäller

Guglielmo hat zwei kleine Töchter und ist seit Kurzem verwitwet. Am bewaldeten Hang des Monte Berignone gibt es die Möglichkeit, in einem abgelegenen Teil davon Holz zu schlagen. Guglielmo erhofft sich, da ein gutes Geschäft zu machen und schlägt zu. Im Herbst lässt er seine beiden Kinder bei seiner Schwester zurück und zieht mit seinen Männern, mehrere Stunden Fussmarsch von der nächsten…

CPAPT

«Stanislaw Petrow lebte mit Frau und Kindern in der Sowjetunion in einem Städtchen, das auf keiner Karte zu finden war.» So beginnt dieser Roman, der kein Märchen ist. Stasik, so nannte ihn die Mutter, schaute als Kind meist in den Himmel, statt auf die Erde. «Er beschloss, den Himmel zu seinem Beruf zu machen.» Aber wie? Er studierte Radioelektronik, wurde Spezialist für Algorithmen und…

Das Zigarettenheft

Robert Musil, Autor des Romans «Mann ohne Eigenschaften», hatte selber ein paar Eigenschaften. Er «trank reichlich und rauchte sehr viel», steht in diesem Büchlein. Über seine Rauchgewohnheiten führte er sogar eine detaillierte Dokumentation. Im sogenannten «Zigarettenheft» trug er jede Zigarette, die er rauchte, minutengenau ein. Unklar ist, ob Musil sich so das Rauchen abgewöhnen wollte…

Auschwitz

Die Erinnerung an das Konzentrationslager Auschwitz ist derzeit mit den Feiern zum 80. Befreiungstag sehr aktuell. So liegt es auf der Hand, dass ‹Zeitgeschichte› sich diesem Jubiläum widmet. Das Gespräch zu Beginn mit dem Historiker Michael Wildt befasst sich auch mit der Frage, ob Auschwitz einzigartig ist oder ob es sich um ein Ereignis innerhalb von Genoziden und kolonialen Verbrechen…

Der Urning

Jakob Rudolf Forster (1853 – 1926) lebte und verteidigte Homosexualität offensiv und kam dafür rund 10 Jahre in Gefängnisse, Arbeitserziehungsanstalten und psychiatrische Kliniken. Er verfasste eine Autobiographie, anhand derer Philipp Hofstetter und René Hornung sein Leben und einen Teil der Geschichte der Homosexualität in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erzählen und kommentieren.

Die Zürcher Juden im Mittelalter

1996 wurden an der Brunn­gas­se 8 im Zürcher Niederdorf Wandgemälde aus dem 14. Jahr­hundert entdeckt. Auftraggeberin war Frau Minne, eine wohlhabende Jüdin, die 1349 bei der Judenverfolgung anlässlich der Pest vertrieben wurde. Das Buch «Frau Minne und die Zürcher Juden» fasst die Erkenntnisse mit einem Blick auf die jüdische Geschichte im Mittelalter zusammen.

Ein Medienlehrstück

Die Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin wurde mit grosser Wahrscheinlichkeit im Dezember 2014 Opfer eines Sexualdelikts und anschliessend in den Medien zur meistgeklickten Person. Sie wehrte sich gegen diese medialen Persönlichkeitsverletzungen und erreichte, dass die Verlage den Gewinn aus diesen Verletzungen mit grosser Wahrscheinlichkeit abgeben müssen.

Palazzo Bianchi

Commissario Angelotti und Charlotte ruhen sich auf einem Boot aus, als sie eine Leiche entdecken, die sie erst noch kennen: Der Anwalt Sala ist einerseits der Ehemann der Freundin von Charlotte und anderseits ein berüchtigter Winkeladvokat und grosser Frauenheld, auf dessen Leiche auch prompt die Haare von zwei Frauen gefunden wurden. Der Commissario wurde von den Besitzer:innen des…

Späte 30er-Jahre

Thomas Blubacher ist Theaterwissenschaftler und schrieb bisher Bücher über die Schweizer Filmgeschichte und über Basel als Fluchtpunkt vor den Nazis. Sein Krimi «Ausgespielt» spielt an einem Filmset in den späten 1930er-Jahren in Basels Theaterszene. Der schwule Jude und Student Simon mit zweifelhafter Aufenthaltsbewilligung bittet seinen Freund Max, der aus dem Daig stammt und dessen…

Wachsamkeit

Freiheit: ein grosses Wort. Viele nehmen es in den Mund, versprechen Freiheit von was auch immer. Doch was ist Freiheit, und was bedeutet sie uns heute? Heisst Freiheit nicht auch, sich gesellschaftlich und politisch zu engagieren, die Stimme zu erheben, wenn die eigene Freiheit und jene der Anderen eingeschränkt wird? Wer gibt uns Freiheiten und wer nimmt sie uns? Hannah Arendt geht in…

Eine Aufarbeitung von Unrecht

Die Historikerin Iris Blum fasst in einem von der Standeskommission des Kantons Appenzell Innerrhoden (Regierungsrat) in Auftrag gegebenen Bericht zusammen, wie der Kanton zwischen 1930 und 1981 bei den Versorgungen wie alle keine gute Rolle spielte.