von gastautorin

Gefehlt hat eine Kampagne

Wie immer bei Wahldebakeln ist ein Teil der Gründe, die dazu führten, nicht beeinflussbar. Ich verzichte darauf, auf diese einzugehen. Einen Teil der Verluste – im Kanton Zürich mindestens ein Sitz – muss die SP jedoch auf sich nehmen. Und dazu werde ich einige Gedanken äussern. Meine zwei Punkte: Erstens hat die SP aus unerklärlichen Gründen die grünen Themen bis kurz vor den Wahlen aus ihrer Kommunikation ausgeblendet. Zweitens: die SP hat keine Kampagne geführt, sondern sich in Einzelaktivitäten aufgerieben.

Basel: Erfolgreicher Kampf um den «Mittelstand»

Plus 8,1 Prozent legte das Bündnis aus Grünen und der BastA! bei den Nationalratswahlen zu. Trotzdem blieb die SP mit einem Verlust von 0,5 Prozent recht stabil. Gemeinsam erreicht die linke Listenverbindung 52,4 Prozent. Bei den letzten Wahlen waren es noch 44,5 Prozent gewesen. Der Linksrutsch war in Basel-Stadt also sehr deutlich.

Keine faulen Ausreden

Die Zürcher SP hat ein Identifikationsproblem. Dass nicht nur ich das so sehe, beweist der Absturz der Partei sogar in der Stadt Zürich, einst unbestrittene SP-Homebase. Es wäre eine faule Ausrede, wenn man das jetzt alleine mit der «grünen Welle» entschuldigen und einfach gleich weitermachen würde. Man verliert nicht über fünf Prozent der eigenen Wähler in der Stadt Zürich, weil alle anderen Schuld sind.

Gemeinsam wachsen

Das Positive vorweg: Unsere Anliegen haben gewonnen. Das neue Parlament ist sozialer, gesellschaftsliberaler und ökologischer. Das Negative: Die Partei hat verloren. Zum selbstkasteienden linken Lager habe ich nie gehört. Es gibt unverdiente Siege und es gibt unverdiente Niederlagen. Eine solche haben wir bei diesen Wahlen erlebt. Es gibt nicht viel zu interpretieren: Sehr viele bisherigen SP-Wählerinnen und -Wähler haben diesmal die Grüne Partei gewählt. Punkt.

Asylentscheid negativ – wie weiter?

In einer vom Eritreischen Medienbund organisierten Veranstaltung haben junge EritreerInnen aus ihrem Leben mit einem negativen Asylentscheid erzählt und auf Folter, Zwangsarbeit und politische Gefangenschaft in Eritrea aufmerksam gemacht.

Vergessene Schweizer Inhaftierte in deutschen KZ

Ende Oktober erscheint die erste umfassende Studie zu Schweizerinnen und Schweizern, welche in nationalsozialistische Konzentrationslager deportiert wurden – für deren Befreiung die Schweiz nur sehr wenig unternahm.   Sibylle Elam   Die Autoren Balz Spörri, René Staubli und Benno Tuchschmid haben in einer umfangreichen Recherche die Geschichte der «Schweizer KZ-Häftlinge, Vergessene Opfer des Dritten Reiches»…

Wohnquartier versinkt in Trümmern

Auf dieser sind wir in der letzten Zeit eindeutig geritten. Sie war mitreissend! Noch nie hat eine Jungpartei so gut abgeschnitten. Wir, die Jungen Grünen Zürich, konnten unseren Wähleranteil mehr als verdreifachen, somit sind wir nun mit Abstand die stärkste Jungpartei.

«Wenn wir Blumensträusse suchen, finden wir nur Chrottebösche»

Simona Kobel ist bei Pro Natura zuständig für die Biodiversitätspolitik. Zwei neue Initiativen wollen, dass die von der Schweiz ratifizierten Ziele der Biodiversitätskonvention erreicht werden und dass ausserhalb von Bauzonen nicht noch mehr Naturland verloren geht. Thomas Loosli hat mit Simona Kobel gesprochen.

Gut gemeint

Ein Freund sagte mir vor einiger Zeit: «Das Gegenteil von gut ist gut gemeint». Diese Redewendung wird dem Dichter Gottfried Benn zugeschrieben. Mein Freund entpuppte sich als Fan dieses Zitats, denn er benutzte es später immer wieder.

Steuerwettbewerb und sozialräumliche Ungleichheit

Die Rolle der Schweiz im internationalen Steuerwettbewerb ist im Zuge der Abstimmungen zur Unternehmenssteuerreform viel diskutiert worden. Was sind aber die Auswirkungen des innerschweizerischen Steuerwettbewerbs?