September, 2022

Ambivalenzen

«Ist das jetzt kulturelle Aneignung oder gelungene Integration», fragt Uta Köbernick in ihrem neuen Programm, in dem sie zwei Stunden lang vermeintlichen Gewissheiten eine Rutschpartie auf dünnem Eis gönnt.

«Mehr Werbung braucht es nicht»

Der Zürcher Gemeinderat möchte keine neuen Werbeflächen im öffentlichen Raum, insbesondere keine digitalen. Dem Kongresshaus greift er ein weiteres Mal finanziell unter die Arme.

Rockerkutten mit Festnahmerecht

«Blauer-Ritter», «Waffen-Kämpfer», «Bestrafer»: So heissen die Motorradclubs, in denen Polizisten mit Rockerkutten Outlaws spielen. Einige Führungsfiguren aus Zürich bedienen sich dabei rechter Symbolik.

Stromproduktion auf die günstige Tour: Der Wind weht gratis. Nicole Soland

Gas aus? Hirn an!

Strommangellage, geschlossene Gaspipelines, Milliarden-Darlehen für die Axpo: P.S. erklärt, was es mit der «Energiekrise» auf sich hat.

Marco Schwab (links) und Philipp Ryf diskutieren über den richtigen Ansatz für mehr Tierwohl in der landwirtschaftlichen Tierhaltung. zVg

Massentierhaltungsinitiative: ein kleiner Preis für mehr Tierwohl?

Die Massentierhaltungsinitiative fordert strengere Minimalstandards bei der Tierhaltung. Ist das der richtige Ansatz für mehr Tierwohl und eine zukunftsfähige Landwirtschaft? Philipp Ryf, Co-Präsident von Sentience Politics und Kampagnenleiter der Massentierhaltungsinitiative, und Marco Schwab, Schweinemäster aus Winterthur, im Streitgespräch mit Roxane Steiger.

Cool down

Tja, es juckt einen halt schon in den Fingern. Im Mindesten muss von «Horrorvision» oder von «Bibbern» die Rede sein, wenn man vom nächsten Winter spricht. Drunter tun wir’s nicht, dabei ist die Sache ganz einfach: Stellt einfach die Energieverschwendung ab und wir kommen ganz gut über die Runden. Aber das miech ja keine Schlagzeile. Moment: Irgendwie beschleicht mich ein ungutes Gefühl, dass ich dasselbe schon mal hier geschrieben habe …

Franziska Laur: Die Schatten der Ahnen. Niedergang einer Schweizer Familiendynastie. Zytglogge, Basel 2022, 376 Seiten, davon elf Seiten mit dokumentarischen Schwarzweiss-Fotografien, Fr. 34.–

Geprägt für Generationen

Franziska Laur legt ein eindrückliches Familienporträt vor. Über mehrere Generationen hinweg dominierte ein Mann mit Macht sein privates Umfeld. Frauen spielten meist mit, Nachkommen entkamen dem Schatten nicht schadlos. Die verknüpften (Über-) Lebensberichte illustrieren mit vielen exemplarischen Episoden auch ein Jahrhundert schweizerischer Agrar-, Regional- und Landesgeschichte.

Das starre Stereotyp hält sich hartnäckig. Max Grüter: «Familie» aus der Serie «Vorgefertigt», 1997. Foto: Andri Stadler

Wie kommts?

Der Titel zur aktuellen Ausstellung von Céline Gaillard und Simone Kobler im Kunst(Zeug)haus Rapperswil/Jona ist mit «Familiensache» klug zweischneidig gewählt. Die hier präsentierten Aspekte von Familie sind besitzergreifend und ausschliessend, aber entsprechen kaum je einer ersehnten Zufriedenheit.

Cartoon der Woche

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Und das Klima?

Am Montag haben die RegierungsrätInnen Carmen Walker Späh und Martin Neukom im Kantonsrat erklärt, wie sich die Regierung darauf vorbereitet, dass es uns im Winter möglicherweise an Strom und/oder Gas mangeln könnte (siehe auch Seite 4). Dabei hob Martin Neukom nicht nur hervor, dass es knapp werden könnte, sondern er betonte ebenso, Panik sei nicht angebracht.