September, 2022

Bild: zVg

Die dicke Diva

François Ozon dreht die Perspektive von Rosa von Praunheims Anklage in «Nicht der Homosexuelle ist pervers …» um.

An dieser Stelle #1: Beschämte Anfängerin

Als ich vor einigen Wochen an dieser Stelle schrieb, dass ich gespannt sei, was Amerika mit mir mache, hatte ich mit allem gerechnet, aber nicht damit: Es machte mich zuallererst sprachlos. Ich fühlte mich von Beginn weg unfassbar klein und furchtbar gross. Genau gleichzeitig. Bei allem, was mir seither begegnet, bei allem, was ich beobachte, gibt es nur diese beiden Grössen und nichts dazwischen. Sehr gross und sehr klein. Das hat mir schlicht die Sprache verschlagen. 

Worte sind noch keine Taten

Die Stadt Zürich bewegte sich ab 2008 in Richtung 2000-Watt-Gesellschaft und beschloss im vergangenen Mai, das Netto-Null-Ziel in der Gemeindeordnung zu verankern. Trotzdem sind heute 40 Prozent der fossilen Heizungen in Zürich jünger als zehn Jahre: Wie konnte das passieren?

Polizeistellen und Symbolpolitik

Der Zürcher Gemeinderat hat einen Bericht zur geplanten Stellenerhöhung bei der Stadtpolizei zur Kenntnis genommen. Ein Postulat von SP und GLP, das verlangt, erst mal die Hälfte der geforderten Stellen zu schaffen, kam mit den Stimmen der SVP durch.

Meinungen und Macht

Vor drei Wochen habe ich an dieser Stelle darüber geschrieben, mit welchen Unsicherheiten Umfragen verbunden sind. Die Geschichte hat mich noch weiter beschäftigt. Denn Umfragen können zwar falsch liegen, aber sie entfalten dennoch eine Wirkung.

Opulenz für Optik und Intellekt. Niki Charitatible Arts Foundation/Pro Litteris. Foto: Franca Candrian.

Frechheit lohnt sich

Der zeitgeistigen Tyrannei eines Uniformitätszwangs mit zuletzt doch nur dem einen Ziel finanziellen Reichtums stellt die Retrospektive über Niki de Saint Phalle im Kunsthaus Zürich eine eigenwillige, lustvolle und mutige Infragestellung entgegen.

Knilz-Pigge

Wenn im Herbst eine unbekannte Nummer bei mir anruft, nehme ich das Telefon immer ab. 
Es könnte sich nämlich um Kundschaft der Pilzkontrolle handeln, die ich in Richterswil ausübe, und ich bin ja stets im Einsatz. 

Für Natascha Wey hat eine Erhöhung des Frauenrentenalters nichts mit Gleichstellung zu tun. Bild: Monika Flückiger

«Die Rentenhöhe der AHV soll existenzsichernd sein»

Am 25. September stimmen wir über einen erneuten Reformversuch der AHV ab. Wieso die AHV 21-Vorlage für linke Parteien und die Gewerkschaften nicht akzeptabel ist, erklärt die neue Generalsekretärin des VPOD Natascha Wey im Gespräch mit Roxane Steiger.

Ihre Veranstaltungen wird die Società Italiana Cooperativa in Zukunft nicht mehr im ‹Coopi› an der St. Jakobstrasse durchführen. Das politische Stammlokal Aussersihls schliesst per März. zVg

117 Jahre Coopi – jetzt ist Schluss

Mit dem Aus des Restaurants ‹Cooperativo› findet sich das Erbe der historischen italienischen ArbeiterInnenbewegung in einer neuen Ära wieder. Es gilt, die eigene Geschichte zu würdigen. 

Unsicherheit und Rituale

Die Präsentation des Budgets gehört zu den jährlichen Ritualen, die von allen Parteien sehr voraussehbare Reaktionen bewirken, die das Herz der FinanzpolitikerInnen höher schlagen lässt, den Finanzkommissionen der Parlamente drei hektische Monate beschert und den Parlamenten meist kurz vor Weihnachten viel Sitzleder abverlangt.