September, 2021

Bundesasyl-zentrum im Gegenwind

Der Zürcher Gemeinderat hat ein dringliches Postulat der Grünen und der AL zum Bundesasylzentrum Duttweiler überwiesen: Sie möchten das Zentrum auflösen und stattdessen für die «menschenwürdige Unterbringung von Asylsuchenden in der Stadt Zürich» sorgen.

Der Verkehrselefant im Raum

Wie soll es nach dem Nein zum CO2-Gesetz weitergehen mit dem grössten Verursacher von CO2-Emissionen in der Schweiz, dem motorisierten Verkehr? Wer stellt den Elefanten in den Raum und spricht aus, dass die Klimaziele ohne Verkehrsreduktion kaum zu erreichen sind? Eine Spurensuche.

Umstrittene Kredite

Der Zürcher Gemeinderat hat Entlastungsmassnahmen für die Hallenstadion AG bewilligt und einen Kredit von 3,2 Millionen Franken gesprochen, der die Vorarbeiten fürs Einführen einer Züri-City-Card ermöglichen soll.

«Es gibt viele Faktoren, die wichtiger sind als Leistung»

Meret Böhni ist Fussballaktivistin und Gründerin des FC Wiedikon Frauen. Letztes Jahr ist sie mit ihrem selbstorganisierten Team in der 3. Liga aufgestiegen. Simon Muster im Gespräch mit der Mittelfeldspielerin über feministische Fussballkultur.

Freiheit

Die NZZ ist in ihrem Selbstverständnis, glaubt man der letzten grossangelegten Werbekampagne, ein Blatt für Meinungsbildung und Debatten. «Es heisst Denkanstösse, nicht Denkanstüpserchen», steht auf einem der 2019 lancierten Werbemotive. Dass diese Denkanstösse manchmal auch gar platt daherkommen können, durften ihre LeserInnen diesen Montag erfahren. 

Fördern, aber wie?

Auch private und staatliche Fördergremien sind besorgt über den Rückgang der Kulturberichterstattung in den Massenmedien. Die Swissfoundations-Tagung «Kulturberichterstattung in der Krise – wie kommt Kultur künftig zu den Menschen?» vom Donnerstag der Vorwoche in Solothurn atmete den Geist eines Kick-off-Meetings, sich der Problemlage aktiv bewusst werden zu müssen und mögliche Handlungsfelder zu definieren.

Klimaplan für Kloten und Opfikon

Nach der gescheiterten Volksabstimmung über das CO2-Gesetz stimmen jetzt die Städte Kloten und Opfikon erneut übers Klima ab. «Für eine wirksame Klimapolitik» wurde von den Juso in den beiden Gemeinden lanciert und verfolgt damit den Ansatz, die beiden Städte bis 2030 klimaneutral zu gestalten. Der aufgestellte Klimaplan soll dabei zur Erreichung der Klimaziele dienen.

Gasche nitte suffe!

Den Kapitalismus überwinden, das hat sich die SP ja noch immer ins Parteiprogramm geschrieben. Nicht der Mensch solle im Dienst der Wirtschaft stehen, sondern die Wirtschaft im Dienst des Menschen. Finde ich cool. Geht runter wie ein kühles Bier.

Auf Risikokurs

Die Delegierten der SP der Stadt Zürich gaben Simone Brander für ihre vierte Stadtratskandidatin gegenüber Min Li Marti den Vorzug. Bedeutet dieser Entscheid ausser den persönlichen Konsequenzen für die beiden KandidatInnen noch etwas anderes, etwa dass «die alte SP nichts mehr zu melden hat», wie Michael von Ledebur in der NZZ vom Samstag kommentierte?