April, 2021

Care-Ökonomie aus feministischer Perspektive

Die neu lancierte Plattform «Economiefeministe» will auf Lücken im wirtschaftstheoretischen Denken und Handeln aufmerksam machen. Im Interview mit Roxane Steiger erklären Anja Peter und Mirjam Aggeler, welche Bedeutung Care-Arbeit für unsere Wirtschaft hat und was feministisch-ökonomische Theorien mit der Anerkennung von Care-Arbeit zu tun haben. 

Unverzichtbare Care-Arbeit

Der Wandel der Geschlechterrollen verläuft asymmetrisch: Während die Erwerbsquote der Frauen in den letzten Jahren in der Stadt Zürich gestiegen ist, hat bei den Männern die Betreuungsarbeit und vor allem die Hausarbeit weit weniger zugenommen. Damit entsteht eine Betreuungs- und Hausarbeitslücke. In diese Lücke springen meist andere Frauen.

Grundlegender Wandel? 

Ohne Care-Arbeit würde die Gesellschaft stillstehen. Wir müssen uns deshalb die Frage stellen, wie wir sie in Zukunft organisieren und finanzieren möchten. 

Wem sini Zuekunft?

Als meine erste Enkelin vor drei Jahren auf die Welt kam, realisierte ich plötzlich und mit Schrecken, dass sie alle Chancen hat, das Jahr 2100 zu erleben. 2100 gilt in der Nachhaltigkeitsforschung als Annus horribilis.

«Wir müssen Frauennetzwerke stärken»

Die Frauenzentrale Zürich hat in Zusammenarbeit mit dem Kanton die Kampagne «Züri-Löwinnen» lanciert. Sie soll Frauen dazu ermutigen, für politische Ämter auf kommunaler Ebene zu kandidieren. Weshalb es diese Kampagne braucht, erklärt die Präsidentin der Frauenzentrale Rosmarie Quadranti im Gespräch mit Roxane Steiger. 

«Frau Grünraum» reicht den Spaten weiter

Nach 15 Jahren ist Schluss: An der letzten Ratssitzung vor den Frühlingsferien hiess es für Gabriele Kisker, Gemeinderätin der Grünen, Abschied zu nehmen. Weshalb sie sich so lange im Gemeinderat engagierte und was sie als nächstes vorhat, erklärt sie im Gespräch mit Nicole Soland.