März, 2021

Die zweite Spalte

Es gab eine Anekdote, die man sich bei einer Gewerkschaft erzählt. Darin habe man einmal, vor langer Zeit, vielleicht in den 1970er-Jahren, bei der Gewerkschaftszeitung die Idee gehabt, man wolle doch auch mal die Frauen ein wenig besser ansprechen. Mit einer Kolumne mit Themen für die Frau. Sie hiess «Die Spalte der Frau». Sie erschien nur einmal. Die Zweideutigkeit ist den Zeitungsmachern erst nach Erscheinen aufgefallen.

Wo die FussgängerInnen der Schuh drückt

Wie fussgängerfreundlich sind Uster, Dübendorf, Bülach, Horgen oder Adliswil? Antworten auf diese Frage soll jetzt das Projekt «GEHsund – Städtevergleich Fussverkehr» liefern. Nebst den fünf Zürcher Gemeinden beteiligen sich landesweit noch zehn weitere Kleinstädte an der Aktion mit Publikumsbefragung.

Es wird anders, Luisa.

Mehr als jeder dritte Mensch in unserem Land ist einsam. Es passiert leicht, in unserer Gesellschaft einsam zu sein. Man wolle einfach so gemocht werden, wie man ist, sagt die Filmerin des Doks, aber das sei so schwierig in unserer Zweckoptimierungsgesellschaft.

Realitätsverschiebung

Film und Papierkopien sind nicht die Medien, deren Erstassoziation in Richtung bildender Kunst deutet. Die Ausstellungspräsentationen von Jaqueline Fraser und von Pati Hill in der Kunsthalle Zürich sind denn auch vielmehr als Brückenbauten zu ihren Universen zu lesen.