Januar, 2021

Europäische Kälte

In Bosnien-Herzegowina droht tausenden obdachlosen Flüchtenden der Kältetod, an der EU-Aussengrenze werden sie mit menschenrechtswidrigen Methoden zurückgeprügelt, wer private Hilfe leisten will, macht sich strafbar. Ein Blick auf die Auswüchse der europäischen Migrationspolitik.

Nehmen Sie Platz Madame!

Am 7. Februar 1971, also ziemlich genau vor 50 Jahren, sagte die männliche Schweizer Stimmbevölkerung endlich Ja zum Frauenstimmrecht. Anlässlich des diesjährigen Jubiläums sind gleich drei Bücher zum Thema publiziert worden. Sie beleuchten das Frauenstimmrecht, den Feminismus und die Schweizer Frauengeschichte aus unterschiedlichen Perspektiven und offenbaren allerlei Überraschendes, Inspirierendes, Ermutigendes und aber auch Empörendes.

Exponentiell, hoffentlich

Und es geht weiter. Nichts hat sich verändert, das Pingpong verschärft sich sogar noch. Lächerlich. Wie wenn die Verantwortlichen sich nicht durch Zahlen, sondern durch ihre Wahrnehmung dieser Zahlen leiten liessen. Offenbar wissen noch lange nicht alle, was «linear» genau heisst oder was «exponentiell» bedeutet. Zumindest tun manche so, wie wenn sie damals in der Mathi einen Fensterplatz gehabt hätten.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Alles wird gut?

Es gab so diesen kurzen Moment, als man dachte, es kommt ein neues Jahr. Und alles wird gut. Dann folgt der Kater. Das böse Erwachen. Die Erkenntnis, dass alles auch im Januar noch gleich ist. Die ersten Vorsätze gebrochen, das Wetter grau, die Tage kurz.  Die Corona-Zahlen sinken zu wenig. Trump versucht immer noch, das Wahlresultat umzustossen.  Alles wie bisher?

Von Selbstgenügsamkeit und Selbstüberschätzung

Elisabeth Joris hat als eine der Ersten die Frauengeschichte der Schweiz erforscht. Im Gespräch mit Fabienne Grimm erklärt die Historikerin, wieso das Jubiläum «50 Jahre Frauenstimmrecht» in erster Linie ein Grund zum Nachdenken ist.

Diese Schulden muss keineR zahlen

Müssen die neuen Staatsschulden wirklich zurückgezahlt werden? Die Behauptung klingt plausibel, sogar moralisch. Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist diese Folgerung allerdings gar nicht zwingend.