November, 2020

«Die Annahme, die Löhne kämen freiwillig zustande, ist ein Irrglaube»

Am Dienstag reichte der Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich seine Initiative «Ein Lohn zum Leben» ein. Warum ein Mindestlohn nicht nur den Betroffenen in den Tieflohnbranchen etwas bringt, erklärt David Gallusser, Ökonom und Zentralsekretär des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds, im Gespräch mit Nicole Soland.

Lebenslüge

«Eigenverantwortung, die [Subst.]: Feenhafte Gestalt aus dem liberalen Märchenbuch. Wird sehr oft gesichtet, wurde aber noch nie nachgewiesen. Siehe auch: Einhorn» Soweit der Duden. Oder so ähnlich, bin nicht mehr sicher.

Der Gang zum Schafott

Der Kontrast der um Fassung ringenden Schauspielerin und dem hochdramatischen Gesang ihrer Bühnenkollegin umreisst die Problemlage des Dokumentartheaters «Whistleblowerin/Elektra» kongenial. 

«Vier Franken mehr sind viel Geld, wenn man so knapp rechnen muss»

Was würde die Einführung eines Mindestlohns für die Betroffenen bedeuten? A.B. (Name der Redaktion bekannt) aus Brasilien, die für 19 Franken Stundenlohn arbeitet, erklärt im Gespräch mit Nicole Soland, wie 23 Franken pro Stunde ihr Leben und ihre Zukunftsperspektiven verändern würden.

Keine Rückkehr zur Normalität

Es war eine schreckliche Nacht vor vier Jahren. Und diese war nicht viel besser. Mit dem Unterschied, dass, während ich diese Zeilen schreibe, noch nicht klar ist, wer der Gewinner sein wird. Wieder sind die Umfragen teilweise danebengelegen, wieder konnte Trump überraschen. Die USA, das zeigt sich klar, sind ein tief polarisiertes Land. Diese Gräben werden vom Gewinner nicht einfach überwunden werden. Der bisherige Amtsinhaber hat dazu auch gar keine Absicht.  

Es heisst Ente und Enterich

Noch in den 1980er Jahren tat ein Zürcher Germanistikprofessor geschlechtergerechte Sprache als vorübergehende Modeströmung ab. Dass die Geschichte ihm nicht recht gibt, ist auch Luise F. Puschs Verdienst. Sie stand mit ihrer linguistischen Forschung, ihren witzig-verständlichen Vorträgen und Beiträgen auch in Schweizer Tageszeitungen Patin für manche aufmüpfige Idee, feministische Debatte oder Verabschiedung von Sprachleitfäden. Der stadtzürcherische stammt von 1994.

Lieber das Optimum herausholen als das Maximum voll ausschöpfen

Am 29. November wird in der Stadt Zürich über den Gestaltungsplan Thurgauerstrasse abgestimmt. Weshalb es einen Gestaltungsplan braucht und warum auch Hochhäuser vorgesehen sind, erklären Hochbauvorsteher André Odermatt und Finanzvorstand Daniel Leupi im Gespräch mit Nicole Soland.

Zynische Zwillinge

Ruth Humbel ist CVP-Nationalrätin aus dem Kanton Aargau, ausgebildete Primarlehrerin, Juristin, verheiratet, Mutter von zwei Kindern, ehemalige erfolgreiche Orientierungsläuferin, Verwaltungsrätin, 63 Jahre alt. Ruth Humbel ist wie ich.