Januar, 2020

Geld ist nicht das Problem

Für den Verein Umverkehr ist klar, wie eine der Abstimmungsfragen vom 9. Februar eigentlich lauten müsste: «Wollen Sie 1,1 Mia. verlochen?» Ja, der Rosengartentunnel mit Tram-Garnitur ist ein teurer Spass. Doch sind die hohen Kosten das Hauptproblem? In der Politik ist es mit dem Geld etwa so wie mit der Ideologie: Ideologisch sind immer nur die anderen. Und nur die anderen werfen stets das Geld mit beiden Händen zum Fenster hinaus, selbstverständlich für etwas, was wir gar nicht brauchen.

Schlupflöcher verengen

«Gleich lange Spiesse» gegen «Innovationsfeindlichkeit»: So definieren die Befürworter und Gegner ihre Positionen um das Taxigesetz. Vergessen geht dabei, dass es beim Gesetz um relativ wenig geht – zumindest was die Problemlage des Gewerbes betrifft.

Fragile Balance

Der zugereiste Polizist Stéphane, nach Wunsch in die Plattenbauten einer Pariser Banlieue versetzt, muss sein Ordnungsverständnis im sozialen Hotspot bald einmal ablegen. «Les Misérables» von Ladj Ly lässt die Frage nach politischen Versäumnissen in Frankreichs Vororten aussen vor – und stürzt sich stattdessen Kopf voran ins Geschehen. Ein Film ohne Empathiefrage, über das Kippen einer fragilen Balance.

Bild von Markus Kunz

Rentenstreik

Manche Leute sollte man einfach hauen. Etwa den Erfinder – Erfinderin? – der Schlauheit «the early bird catches the worm». Da hatten wir also totally early ein Zimmer gebucht, leicht gestresst, weil die Alpen schon sämtlich ausverkauft schienen, und wir hatten, optimistisch wie der australische Premierminister angesichts des nur kurzzeitig ausbleibenden Regens, keinerlei Stornierungsrecht angekreuzelt. Passiert ja in diesem Kaff nie etwas. Das Kaff war Paris. Merde. Ou plutôt: grève.

«‹Du schwule Sau› ist strafbar, ‹alle Schwulen sind Schweine› nicht»

Am 9. Februar 2020 haben die Stimmberechtigten darüber zu befinden, ob die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung verboten werden soll. Weshalb es diese Erweiterung der Antirassismus-Strafnorm braucht, erklärt Tobias Urech, Stv. Kampagnenleiter des Komitees «Ja zum Schutz vor Hass», im Gespräch mit Nicole Soland.