April, 2018

«Wer Geld herstellen kann, hat grosse Macht über eine Gesellschaft»

Ich kann deshalb persönlich auch nicht verstehen, weshalb die SP Schweiz die Vollgeld-Initiative abgelehnt hat. Wenn das Militär, die Polizei oder die Wasserversorgung zu 90 Prozent privatisiert wären, dann würde sich die SP massiv wehren. Beim genau so wichtigen Geldsystem hingegen findet sie diese Privatisierung offensichtlich gut – ich bin sicher, dass die Partei da gegen den Willen ihrer Basis entschieden hat.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Informiert durch Medien?

Es lohnt sich, ab und an die eigene Überzeugung mal grundsätzlich infrage zu stellen. Wir No-Billag-GegnerInnen haben alle im Abstimmungskampf mantramässig wiederholt: Medien sind zentral für die Demokratie. Aber – um den Advocatus Diaboli zu spielen: Stimmt das überhaupt? Ein Recht auf Informiertheit klingt gut. Aber braucht es dazu überhaupt Medien? Mindestens im klassischen Sinn?

Frieden und Journalismus

Im Zuge unserer Sammelaktion stellen wir unsere MitarbeiterInnen vor – dieses mal geht es um Peter Weishaupt, den Korrektor und Mitbesitzer des P.S.

Anerkennung statt Ausgrenzung

Am 8. April fand der Internationale Roma-Tag statt. Der Historiker Thomas Huonker blickt für P.S. auf die Geschichte der Roma in der Schweiz zurück und plädiert dafür, mit ihrer Anerkennung wie auch der Aufarbeitung der Vergangenheit endlich vorwärts zu machen.

«Eine Erfolgsgeschichte»

Der Untertitel, «eine alternative Mediengeschichte», zeigt die Richtung an: Beim Buch von Stefan Howald über die Wochenzeitung WoZ, «Links und bündig», handelt es sich um eine Entdeckungsreise zwischen Buchdeckeln. Sie führt einen von Publikationen von Ende der 1970er-Jahre und natürlich aus dem heissen Sommer 1980 über diverse ausgedehnte interne Debatten, Spendenaktionen, Reorganisationen, über Primeurs und spezielle Aktionen bis in die heutige Zeit.

Bild von Markus Kunz

Ecrasez l’ infame!

Ich misstraue etwas der Haltung, dass die Leute selber schuld seien, weil sie ja freigebig alles über sich preisgeben. Das stimmt zwar, aber es ist unrealistisch, so etwas zu sagen. Ich selber mache seit jeher gerne den Zuckerberg und werfe einen möglichst kleinen Datenschatten, ohne Smartphone (danke der Nachfrage, ja, ich bekomme genug Prügel), ohne Kreditkarte, ohne Social-Media-Präsenz, aber ich mach mir dennoch keine Illusionen.

«Es könnte jemand ohne eigenes Verschulden abgewählt werden»

Seit dem Zusammenschluss mit Kyburg 2016 nimmt der «ländliche» Teil unserer Stadt mehr Raum ein: Zwar sind dadurch nicht sehr viele EinwohnerInnen zusätzlich zu uns gestossen, aber unser Stadtgebiet hat flächenmässig doch um einiges zugenommen. Dieses zusätzliche Gebiet muss genauso unterhalten, mit neuen Leitungen versehen, vom Schnee geräumt werden etc. wie das angestammte Gebiet.

Stadion und Demokratie

Die Vorosterwoche war für den Zürcher Stadtrat eine miserable Woche, für die er nicht einmal selber verantwortlich war. Der Zürcher Gemeinderat erklärte die Juso-Initiative «Züri autofrei» für gültig, das Baurekursgericht hiess eine Einsprache gegen die Gestaltungspläne im Universitätsviertel aus formalen Gründen gut.

Eintauchen und Vertiefen

Im Zuge unserer Sammelaktion stellen wir unsere drei ständigen Redaktionsmitglieder und unsere Praktikantin vor. Dieses Mal möchten wir unsere Praktikantin Leonie Staubli vorstellen.