Dezember, 2017

Einst «China», heute «der Roboter»

Das Stichwort «Digitalisierung» dient nicht nur am Digital Day, sondern auch im Alltag häufig als Projektionsfläche, als «Black Box», in die wir alles mögliche hineinprojizieren. Gegen Ende des letzten Jahrhunderts war es «China, das uns die Arbeit wegnimmt», heute sind es die Roboter.

Ha ke Ahnig

Was das ist, werdet ihr euch fragen. Nun. Es ist ein Song von Steffe la Cheffe, einer Rapperin aus dem Breitsch (das ist ein Quartier in Bern, ich erkläre es euch ein andermal). Aber es ist natürlich noch mehr, der Soundtrack nämlich zum aktuell heissesten Streifen in Zürich. «Alle vs. Nielsen» heisst der. Es ist ein Politkrimi, wie ihn nur Wahlkämpfe schreiben können, geboren in der Not mangels anderer Argumente, und wenn ich auch ein grosses Verständnis habe für alles, was man in Wahlkämpfen macht, dann geht es mir hier ein birebitzeli zu weit. Ok, es geht mir viel zu weit.

Stabile Brücke gebaut?

Die beiden RegierungsrätInnen Ernst Stocker und Jacqueline Fehr präsentierten zusammen mit dem Zürcher Finanzvorsteher Daniel Leupi und dem Präsidenten des Gemeindepräsidentenverbandes, Jörg Kündig, eine gemeinsame Lösung für die Umsetzung der Steuervorlage 17. Einem zentralen Punkt des Konsens, der etappenweisen Senkung der Gewinnsteuer, widersprachen die bürgerlichen Parteien im Kantonsrat bereits.

«Wir wollen die 100 Prozent»

Am vergangenen Montag fand der vorläufig letzte von fünf Workshops der SBB zum Planungsverfahren Neugasse Zürich in Zusammenarbeit mit der Stadt Zürich statt. Trotz Pionierleistung bezüglich Partizipation der Bevölkerung bleiben viele Fragen offen, nicht zuletzt jene nach dem Anteil gemeinnütziger Wohnfläche.

«Wer gibt schon gerne Macht ab?»

Logischerweise haben sich die Frauenorganisationen stark auf sogenannte Frauenanliegen wie Mutterschaftsversicherung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf fokussiert, auch als definierte Aufgabe, die ihnen die Gesamtpartei zuordnete. Spannend ist auch, dass bei nationalen Abstimmungen die Frauenorganisationen aller Parteien stets gleicher Meinung waren, ausser beim Schwangerschaftsabbruch und der Mutterschaftsversicherung.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Operation gelungen?

Der Weg zur Hölle ist bekanntlich mit guten Vorsätzen gepflastert. So war das auch mit der neuen Spitalfinanzierung. Diese sollte – so war jedenfalls der Plan – die Gesundheitskosten dank mehr Transparenz, Effizienz und Wettbewerb senken, ohne dabei die qualitative Versorgung zu gefährden.

Konzentration aufs Kernspital

Das Triemli- und das Waidspital sollen künftig unter dem Dach einer öffentlich-rechtlichen Anstalt im Eigentum der Stadt Zürich betrieben werden, wie am Mittwoch an einer Medienkonferenz zu erfahren war.