Dezember, 2017

Platz, Blase!

«Bitcoin» sei das Finanzwort des Jahres, erfuhren wir Anfang Woche aus diversen Medien. Das ist nicht verwunderlich, denn der Bitcoin ist in aller Munde, seit er einige Nerds zu Million-, ja gar Milliardären gemacht hat. Ein Anlass, dieser sogenannten Kryptowährung etwas auf den Grund zu gehen. Dafür muss man glücklicherweise nicht Ökonomie studieren – Zeitunglesen reicht. 

Das Nebeneinander ist eine Erfolgsgeschichte

Dass Zürich bezüglich Religionszugehörigkeit eine starke Pluralisierung durchlebt hat, merken Zürcherinnen und Zürcher nicht nur daran, dass der beste Hummus der Stadt in der koscheren Abteilung der Migros Wiedikon zu finden ist. Seit 1850 nimmt der Prozentsatz von Menschen anderer Religionszugehörigkeit im ursprünglich evangelisch-reformierten Zürich stetig zu. Um die bisherige, aus Sicht des Regierungsrates erfolgreiche Entwicklung weiter fortführen zu können, brauche es einen offenen, konstruktiven Dialog, ist SP-Regierungsrätin Jaqueline Fehr überzeugt.

«Zwang war der Normalfall»

«Renitent», «liederlich», «asozial» oder «arbeitsscheu». Diese Attribute reichten, um bis 1981 Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen zu werden. Zum internationalen Tag der Menschenrechte wurde vergangenen Sonntag im Kafi Klick dieses dunkle Kapitel schweizerischer Geschichte beleuchtet. Welches Unrecht die Betroffenen erfahren haben, und welche Ungerechtigkeiten auch heute, über 30 Jahre später, noch herrschen, schildert der Historiker Thomas Huonker im Gespräch mit Julian Büchler.

Lieber gut verwalten als schlecht regieren

Bleibe ich beim NZZ-Thema, ist die Antwort einfach: Lieber brav (oder gut) verwaltet, als schlecht regiert. Oder noch zugespitzter: Gutes Verwalten ist eine Voraussetzung, um im entscheidenden Moment regieren zu können. Wir befinden uns allerdings nicht in einer Krisensituation, und die Aufträge der Stimmberechtigten brav zu verwalten, ist derzeit wohl nicht das Dümmste. 

Bild von Markus Kunz

Ist Hotzenplotz Schweizer?

Zum Jahresschluss doch noch etwas Biss! Die Nationalität bei Tatverdächtigen – es gilt, ausser bei Männern mit Bart, die Unschuldsvermutung – wird von der Stapo nicht mehr automatisch genannt. Gut so. Es folgte lautes Aufjaulen im ‹Blick›, gefolgt vom ‹Tagi›, der den Hals kurz darauf wendet und lauter zustimmende Texte abdruckt. Da musste die NZZ natürlich auftrumpfen und publizierte eine Woche später ein Interview mit dem obersten Wachmeister Dimpfelmoser, vulgo Hans-Jürg Käser, Präsident der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren. Da lohnt sich die genaue Lektüre.

Zusammen alleine

Die ganze Bandbreite von Emotionen löst ein kürzlich präsentiertes Buch aus. Wut und Mitgefühl, Erschrecken, Irritation und Verständnis, Abscheu und Zuneigung. Ungeschönt vermittelt es Einblicke in die Geschichte der Menschen in den Winterthurer Heimen zwischen 1950 und 1990. Zusammen waren sie im Heim – und jede und jeder für sich doch alleine.

Für ein geordneteres Blütteln

Die Werdinsel – wo sich vor 35 Jahren Auto um Auto reihte, sonnt sich heute Körper an Körper. Mit einem neuen Konzept will Tiefbauvorsteher Filippo Leutenegger (FDP) zukünftigen Nutzungskonflikten aus dem Weg gehen.

Dem Velo gehört die Zukunft

Verkehrsberuhigte Strassen, ein neues Velodepot,  autofreie Siedlungen – die Stadt Zürich rühmt sich betreffend alternativer Mobilitätskonzepte gerne als Vorreiterin. Was es trotzdem alles zu tun gibt, und warum die Grünen deshalb den ‹historischen Parkplatzkompromiss› aufheben wollen, erklärt Markus Knauss im Gespräch mit Julian Büchler.

Anatomie eines Skandals

Der Skandal scheint perfekt: Eine linke Genderforscherin an der Uni Basel verbreitet «demokratiefeindliches Gedankengut». Als Folge davon «entzieht» ihr die Uni den Lehrauftrag. Die Rechten freuts und die Linken schiessen gegen die rückgratlose Uni. Die Rede ist von der Medienaffäre um die Soziologin Franziska Schutzbach, die in den letzten Wochen ihre Wellen schlug.

Stadt & Umland gleich Vernetzung

Bis zu den Stadtratswahlen vom 4. März 2018 befragen wir an dieser Stelle die amtierenden StadträtInnen und die neu Kandidierenden zu einem aktuellen Thema – dieses Mal Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) zum Thema «Aussenbeziehungen». Die Fragen stellte Nicole Soland.