November, 2017

Der Preis steigt

Mit wenigen Ausnahmen (Überbrückung bis zu den Stipendien oder der Arbeitslosenhilfe) ist die Aufforderung zur Selbsthilfe ein Unsinn. Sozialhilfe erhält – von Ausnahmen abgesehen – , wer es alleine nicht mehr schafft und nicht, wer Lust auf die Hängematte hat. Hilfe zur Selbsthilfe ist das Minimum.

«Blöd nur, dass Schweine und Hühner kein Gras fressen»

Die Schweiz ist umwelttechnisch im Wandel. Die Mobilität wird elektrisiert, das Wohnen konzentriert, an die Ernährung hat sich bisher jedoch noch niemand gewagt. Dies ändert sich mit der Abstimmung zur «nachhaltigen Ernährung» vom 26. November. Der Zürcher SVP-Nationalrat Mauro Tuena und Meret Schneider von der Geschäftsleitung des Vereins Sentience Politics im Streitgespräch mit Julian Büchler.

Wer zu viel verdient, muss zügeln

Matthias Probst (Grüne), Präsident der gemeinderätlichen Finanzkommission, stellte am Mittwoch an einer Medienkonferenz im Zürcher Stadthaus gemeinsam mit weiteren Kommissionsmitgliedern den Entwurf einer neuen städtischen Vermietungsverordnung vor. Sie regelt die Grundsätze der Vermietung für städtische Wohnungen, die zur Kostenmiete vermietet werden.

Mit Lokalpolitik gegen zuviel CO2

E-Mobilität hat verschiedene Aspekte: Wenn in der Stadt nur noch E-Autos verkehren, verbessert sich sicher die Luft. Doch es stellt sich auch die Frage, wie der Strom produziert wird, der die E-Autos antreibt. Auch die Produktion von E-Autos verschlingt viel Energie, die Batterien sind ein weiteres Problemfeld, und vom Platzverbrauch her gesehen ist ein E-Auto einfach ein Auto. Allzuviele Hoffnungen, dass die Lösung der Mobilitätsfragen in der Zukunft im E-Auto liegt, sollten wir uns also nicht machen.

Erfolgreicher Sozialarbeitsversuch

Der strenge Versuch bei der Sozialhilfe Winterthur bestätigte, was Fachleute und die zuständigen Politiker erwarteten und erhofften: Senkt man die Zahl der betreuten Fälle pro Sozialarbeitenden, wird die Rechnung positiv. Den Mehrkosten stehen Mehreinnahmen und eine grössere Zufriedenheit aller gegenüber.

«Bei uns darf man auch Fehler machen»

Der Jugend eine Stimme geben – mit diesem Ziel vor Augen haben die Vorstandsmitglieder des Zürcher Jugendparlaments gekämpft. Ihr Engagement scheint notwendig, schliesslich hinkt Zürich als bevölkerungsreichster Kanton bezüglich Jugendmitspracherecht im schweizweiten Vergleich weit hinterher. 

Linke zwischen Palästina & Holocaust

100 Jahre sind seit der Balfour-Deklaration vergangen, 50 Jahre seit dem Juni-Krieg 1967: Aus diesem Anlass findet am Montag in Zürich eine Veranstaltung mit dem Historiker Lutz Fiedler statt. Über sein Buch «Matzpen – eine andere israelische Geschichte» gibt er P.S. vorab Auskunft. Das Interview wurde schriftlich geführt; die Fragen stellte Nicole Soland.

Demenz-Pionier geehrt

Die Paradies-Stiftung zeichnet alle zwei Jahre Institutionen oder Personen aus, die sich im Sozialbereich durch Innovation und Eigeninitiative auszeichnen. Dieses Mal ehrte sie zwei Personen für ihr Lebenswerk im Bereich der Demenz: Michael Schmieder von der Sonnweid in Wetzikon und Margrit Raimann für das Zentrum Wiitsicht in Grabs.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Ärger im Paradies?

Und wieder sind in einem grossen internationalen Datenleck die Mechanismen der Offshore-Welt enthüllt worden. Die sogenannten Paradise-Papers, Daten, die zu einem grossen Teil aus der Anwaltskanzlei «Appleby» stammen, einer Kanzlei, die auf den Bermudas gegründet wurde und über Ableger in verschiedenen Steueroasen verfügt, wurden vor einem Jahr der ‹Süddeutschen Zeitung› übergeben und vom «International Consortium of Journalists» ausgewertet. In der Schweiz waren daran ‹Tages-Anzeiger›, ‹Sonntags-Zeitung›, ‹Der Bund›, ‹24heures›, ‹Le matin dimanche› und ‹Tribune de Genève› beteiligt.