Oktober, 2017

‹Arbeitslos› trotz Arbeit

Klein, praktisch eingerichtet, es hat, was man braucht. Viele Leute kennen sich, die hier im Kafi Klick ein- und ausgehen. Ein Ort, wo sich bedürftige Menschen treffen können, um einen Kaffee zu trinken, das Internet zu benutzen und um zu merken, dass das Phänomen der Arbeitslosigkeit nicht nur sie alleine, sondern eine ganze Masse betrifft.

48 Fälle im ersten Jahr

Die Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention der Stadt Winterthur gibt es seit einem Jahr. Ihr Leiter Urs Allemann und Sozialvorsteher Nicolas Galladé ziehen eine positive erste Bilanz.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Mitgefühl reicht nicht

Was ist also der richtige Umgang mit der Rechten? Es gibt keinen. Es bleibt nur eines: Wir sollten aufhören, uns an der Rechten abzuarbeiten (das gilt auch für mich selbst). Und uns darauf konzentrieren, welche Politik wir eigentlich selber wollen. Also nicht das tun, was rechts ist, sondern was wir richtig finden.  

«Radikal neue visuelle Sprache»: Flugblätter als Zeitzeugen

Peter Bichsel, Inhaber des Antiquariats «Fine Books» an der Oberdorfstrasse in Zürich, hat zusammen mit Silvan Lerch das Buch «Autonomie auf A4» herausgegeben. Was ihn an den Flugblättern der Zürcher Jugendbewegung fasziniert, erklärt FDP-Mitglied Bichsel im Gespräch mit Nicole Soland.

Grapschomat

In meiner Jugend kursierte noch ein Schlager mit dem Refrain: «Beiss nicht gleich in jeden Apfel, denn er könnte sauer sein!» – eine im Ton der fröhlichen Frivolität dargebrachte Lektion in Mässigung an die Adresse junger Frauen. Wobei der Apfel nur ein Sinnbild ist (in Wirklichkeit sind wohl eher Bananen gemeint). Offenbar ging man damals davon aus, dass Frauen wahllos Männer anknabbern würden, wenn man sie nur liesse. Immerhin war aber schon impliziert, dass ein Frölein wählen durfte, bei wem es anbiss und ob überhaupt – wenngleich die Verpflichtung durchschien, beim einmal gewählten Adam (-sapfel) zu bleiben. Die Idee, dass der saure Grünggel auch ohne Umschweife auf dem Kompost landen könnte, verfestigte sich damals erst gerade im kollektiven Bewusstsein. 

«Der Klassenkampf ist passé»

99 Prozent profitieren zulasten des einen, reichsten Prozents: Mit der kürzlich lancierten 99%-Initiative fordern die Jungsozialisten mehr Umverteilung und Solidarität. Wieso sich dagegen ausgerechnet Widerstand aus den eigenen Reihen regt, legt Erich Fehr als Mitglied des Steuerungsausschusses der reformorientierten Plattform der SP Schweiz im Gespräch mit Julian Büchler dar.

«Indirekte Anti-USR-II-Vorlage»

Die Juso sind überzeugt: Die Schweizer Bevölkerung hat genug von Steuergeschenken an die Reichsten unseres Landes. Mit ihrer 99%-Initiative haben sie Grosses vor – das Kapital des reichsten Prozents soll endlich gerecht besteuert werden. Warum die Initiative sogar sehr brav sei, erklärt Fabian Molina im Gespräch mit Julian Büchler.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Suppen und Sündenböcke

Ich kann gut damit leben, für Dinge zu zahlen, die ich nicht oder selten nutze, aber dennoch sinnvoll sind. Tue ich ja mit meinen Steuern auch. Nur geht es nicht nur um mich. Die sich verändernden Mediengewohnheiten sind ein grosses Problem für die SRG. Die Zeiten, als sich eine Nation am Samstagabend vor dem TV als modernem Lagerfeuer versammelt, sind vorbei. Das Durchschnittsalter der SRF-ZuschauerInnen steigt.