September, 2017

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Unspektakulär

Der Spuk war relativ schnell vorbei. Bereits im zweiten Wahlgang erhielt Ignazio Cassis die erforderlichen Stimmen. Und schon nach dem ersten Wahlgang schien ziemlich sicher, dass der Favorit das Rennen machen wird. Cassis erhielt im ersten Wahlgang 109 Stimmen – 122 hätte er gebraucht. Pierre Maudet erhielt 62 Stimmen, Isabelle Moret 55, 16 Stimmen gingen an andere (wohl Spassvögel, die Christa Rigozzi oder ähnliches aufgeschrieben haben).

Junge erobern die Städte

Zürich & St.Gallen. Obwohl knapp eineinhalb Stunden voneinander entfernt, haben die beiden Städte momentan etwas Gemeinsames. Während andere Städte wie Luzern, Basel oder Bern Jungpolitiker in ihren Parlamenten haben, rütteln hier zwei «freche SchnuferInnen» der Juso an der Exekutive. 

Geglückter Abschluss

Vor dem Einweihungsfest am kommenden Samstag orientierte Werner Meier, der Delegierte des Regierungsrats für die Sanierung der unteren Thur, am Mittwoch die Medien über den geglückten Abschluss eines Projekts, das fast 20 Jahre dauerte.

Selbermetzgen

Auf die Gefahr hin, dass Sie mich fürderhin für gefühlskalt und verklemmt halten, bekenne ich: Ich hasse Filme und Bücher, die auf meine Tränendrüsen drücken oder mich fleischlich antörnen wollen.

Zürich – eine Sanctuary City

Am Samstag, 16. September wird im Rahmen des Kalkbreite-Festes die «Supporterkarte» für Zürich als «Sanctuary City» gestartet. Am Mittwoch legte der Verein «City Card Zürich» an einer Medienorientierung dar, warum es in Zürich eine City Card braucht und wie eine solche realisiert werden könnte. Die «Supporterkarte» stellt gewissermassen die erste Stufe auf dem Weg zur Sanctuary City dar.

«Ich werde nicht stillsitzen können»

Mit Ursula Uttinger trat am Mittwoch eine ‹untypische› Freisinnige aus dem Zürcher Gemeinderat zurück.     Julian Büchler     Ellenlange Traktandenlisten und Sitzungen bis um Mitternacht, viele persönliche Erfolge, aber auch Kritik: Ursula Uttinger hat viel erlebt in ihren zwölf Jahren im Zürcher Gemeinderat. Sie selbst bezeichnet ihre Politik als geradlinig, konsequent und ehrlich, am linken Rand der FDP. «In einigen Kreisen werde ich auch als Jaqueline Badran der FDP bezeichnet. Ich sehe das als grosse Ehre, sie hat diese direkte und ehrliche Art, die zwar oft aneckt, aber zeigt, dass sie Politik der Sache wegen und nicht wegen…

Bild von Markus Kunz

Wenn’s nur das wäre

Es ist gefährlich, einen Grünen in die Ferien zu schicken. Er liest dann dort Bücher, in meinem Fall nicht nur den üblichen kriminalistischen Schund, sondern auch Naomi Kleins 700-Seiten-Werk mit dem (in der Übersetzung) knackigen Titel «Die Entscheidung. Kapitalismus versus Klima», das zwar etwas geschwätzig, aber dennoch überaus wichtig ist.

Krisen gehören zum Leben

Hey, hier ist Hannah, Hannah Baker. Richtig gehört, dein – mit was auch immer du das hörst – hat keinen Wackelkontakt. Ich bin’s, live und in Stereo, keine Wiederkehr, keine Zugabe. Ich werde dir jetzt die Geschichte meines Lebens erzählen.»