Mai, 2017

Bild von Markus Kunz

Liebes Kind

Dreissig, hm? Jaaa, dieses Datum blüht allen mal, ausser vielleicht, man ist Jesus. Aber gemach, es geht vorbei und ist lange nicht mehr so schlimm wie früher, wo man keinem über dreissig getraut hat. Es tut mir furchtbar leid, aber es wird schon wieder nichts mit dem Pony zum Geburtstag. Wozu auch. Das Leben jenseits…

Ladio Veron zeigt auf der Karte, wo sich ursprünglich der Lebensraum seines Volks befunden hat. Bild: Clara Mestrinel.

Häuptling Verons traurige Reise

Ladio Veron ist das Oberhaupt einer Guarani-Kaiowá Dorfgemeinschaft in Brasilien. Seit Februar bereist er Europa als Vertreter der brasilianischen Guarani-Kaiowá. Sein Ziel ist, dass internationale BeobachterInnen nach Brasilien kommen, um Verbrechen an seinem Stamm zu verhindern oder wenigstens zu bezeugen. Letzte Woche war er zu Besuch in Basel und Zürich.

Portrait von Guido Suter

Wer vertritt die ArbeitnehmerInnen?

Noch bis Ende Mai wählen die Versicherten der kantonalen Pensionskasse BVK ihre StiftungsrätInnen. Warum bisherige und neue ArbeitnehmervertreterInnen je mit eigenen Listen antreten und worüber sie sich sonst noch uneins sind, erläutern die KandidatInnen Guido Suter (bisher) und Andrea Fuchs-Müller (neu) im Gespräch mit Nicole Soland.

Von Kindern und Kanonen

Man stellt eine Forderung auf, man ergreift die nötigen Massnahmen. Das ist eine vielleicht unangenehme, aber relativ einfache Rechnung, die unter dem Strich 96 Millionen kosten kann. Und die hohen Kosten für die externe Kinderbetreuung sind eine solche Hürde, die gerade auch Familien mit mittleren Einkommen daran hindert, zu arbeiten (was dann wiederum hauptsächlich die Frauen und ihre Teilzeitstellen betrifft).

Gymnasium: Zu viele fallen durch die Probezeit

Der Anteil der SchülerInnen, die das Kurzgymnasium während oder nach der Probezeit verlassen müssen, hat in den letzten Jahren zugenommen. Am Dienstag hat Bildungsdirektorin Silvia Steiner eine Studie vorgestellt, welche die Ursachen für die Misserfolge untersucht. Diverse Massnahmen werden bereits umgesetzt.

It’s the Mehrheit, Stupid!

Fassen wir zusammen: Dass ein Privater seine Häuser verlottern lässt, dennoch hübsch Miete verlangt, sie sodann der Stadt zu einem hohen Preis verkauft und die Transaktion obendrein so einfädelt, dass er ordentlich Steuern spart, ist und bleibt, nett ausgedrückt, unschön. Doch stört das die Bürgerlichen, die doch sosehr darauf aus sind, dass «pfleglich» mit Steuergeldern umgegangen wird? Anscheinend nicht. Sonst müssten sie die Steuergesetze ändern oder etwas gegen Mietwucher unternehmen.

Seltsame Arithmetik

Vielleicht wäre ja schon alles gesagt zur AHV-Revision, die – unter dem Deckmantel einer ziemlich einäugigen Auffassung von Gleichberechtigung – einmal mehr auf dem Rücken der Frauen abgewickelt werden soll. Nur dass es eben schon nervt, wie etablierte Linke das im Nachhinein nun wieder als sozialen Erfolg abfeiern.