Januar, 2017

Hexensabbat 2017

An einer Wand der Post Wipkingen (selig) stand lange Zeit: «Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.» Mein Besserwisserinnen-Ich dachte dazu: Vielleicht hat der auch schon gewonnen – oder hats nicht nötig. Der Kampf als Lebensmaxime wirkt auf mich tötelig, verbissen, machoid – und irgendwie auch ein wenig wehmütig-romantisch eine Vergangenheit verklärend,…

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Medienschwindsucht

Auch stramm bürgerliche und liberale Unterneh­merInnen rufen gerne nach dem Staat, wenn es ihrer Branche schlecht geht. Ich will das nicht verurteilen. Leute zu entlassen, Konkurs zu machen ist nicht lustig. Über dem P.S. Verlag hängt schliesslich auch immer das Damokles­schwert der Pleite. Ich könnte gut ohne, denn wie schon Brecht sagte: «Was hilft da Freiheit, es ist nicht bequem. Nur wer im Wohlstand lebt, lebt angenehm.»

Bild von Markus Kunz

Volkselite

Und? Gute Vorsätze bereits verschlampt? Ist auch besser so, denn zuerst müssen wir wiederkäuen. Aus aktuellem Anlass, aber dazu später, das Thema Volk und Elite. Auch nach gefühlten 1000 Analysen habe ich immer noch kein gutes Bauchgefühl, und kommen Sie mir jetzt nicht mit den Weihnachtsguetsli. Neu ist dieser Spalt, Riss, Kluft oder was auch immer, ja nicht. Neu ist die Unverfrorenheit, mit welcher ein Teil der Elite damit umgeht. Warnten nicht schon unsere Urgrossmütter davor, dass der Teufel nur etwas extrem gut beherrscht, nämlich uns glauben zu machen, dass es ihn nicht gibt? Eben.

Axpo-Leitung soll gebodigt werden

Gegen den Ausbau der Axpo-Starkstromleitung zwischen Horgen und Wädenswil hagelt es jetzt Einsprachen aus Wädenswil. Dortige Bauern und Landschaftsschützer verlangen im Plangenehmigungsverfahren eine Erdverkabelung wie in Horgen.

«Die Gewalt ist grenzenlos»

Samira Marty hat zum Widerstand indigener Frauen in Guatemala geforscht. In ihrem Buch schildert sie ausufernde, alltägliche Gewalt – und erzählt von Aktivistinnen, die sich allen Gefahren zum Trotz dagegen wehren. Im Gespräch mit Manuela Zeller