Schlagwort Kommentar

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Frauen und Technik

… Die Kompetenzen kommen aber in der Regel nicht von allein. Sie müssen sich immer neu angeeignet werden. Und gerade hier haben Frauen oft ein Problem: Gerade Frauen in Teilzeitanstellungen und mit Betreuungspflichten bilden sich weniger weiter.

Schinkengipfeli

… Wenn ich allerdings junge Frauen, junge Menschen in meinem Umfeld beobachte, dann habe ich so etwas wie Hoffnung. Sie wollen explizit nicht perfekt sein. Sie wollen nicht alles machen, sondern nur das, was sie wollen und wie sie es wollen.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Selber gemacht

Es gibt viele linke und grüne MacherInnen. Sie sind UnternehmerInnen. Sie gründen Hilfswerke. Sie organisieren Gemeinschaftsgärten oder organisieren Ausstellungen. Sie tun was.

Robogugus

Als ich letzthin in einer Reha war, starrte das gesamte ärztliche und pflegerische Personal bei ausnahmslos jeder geplanten Interaktion konsequent in den Bildschirm. Die Schwester, Pardon: Fachangestellte Gesundheit, trat nicht ans Bett, sondern schob einen monströsen Computerwagen zwischen sich und mich. Mein Befinden betreffend Schmerzen, Schlaf, Stimmung usw. hatte ich in Zahlen von 1 bis 10 auszudrücken, eine verbale Ausdifferenzierung war (in der Excel-Tabelle?) nicht vorgesehen. Ina Müller über Menschen und Maschinen

Stadtratsersatzwahlen – Eine erste Etappe ist geschafft

Eins zu drei. Wieder einmal: ein ungerechter Penaltypfiff, der die Niederlage einleitete. Vermutlich hat der Cuphalbfinal des FC Winterthur gegen den FC Basel am Mittwoch viele Rot-Grün-Wählende ähnlich stark bewegt wie das Resultat der Stadtratsersatzwahlen am letzten Sonntag. Zuerst der deutliche Sieg, am Mittwoch die «unverdiente» Niederlage. Fussball und Politik haben viel gemeinsam.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Scheindebatte

«Ich habe nichts gegen echte Flüchtlinge, sondern nur etwas gegen Wirtschaftsflüchtlinge» – das hört man häufig bei Podien zum Thema Asyl. In der Regel von SVP-PolitikerInnen. Die meisten Gesuche würden aber abgelehnt. Das seien also keine echten Flüchtlinge. Wenn man dann nachfragt, wer denn ein echter Flüchtling sei, kommt relativ oft: «Kriegsflüchtlinge wie aus Syrien». Bilder aus den zerbombten Städten aus Syrien hinterlassen auch beim hartgesottensten SVPler Spuren. Nur: Die Asylgesuche von Syrerinnen und Syrern werden in der Regel abgelehnt. Sie erhalten dafür eine vorläufige Aufnahme. Wer das dann auf den Podien präzisiert, erntet oft Staunen.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

No News

Viel verbreiteter als Fake-News sind aber schlicht No-News. Damit ist nicht gemeint, dass man sich vielleicht aufregt, dass die Medien zu viel über Trump oder Blocher berichten. Mit No-News meine ich Geschichten, die eigentlich keine sind. Zum Skandal heraufgeschriebene Banalitäten.

Widerspruch

Gymi? Die Mutter neben mir schaute zufrieden zu unseren beiden Söhnen, Freunde und ein Herz und eine Seele. «Hoffentlich gehen sie dann auch mal aufs gleiche Gymi», hatte sie gerade gesagt und ja, fand ich, das tönt gut, einmal später sagen zu können: das ist mein Freund, ich kenne ihn seit dem Kindergarten, wir waren…

Feministen / mÄrsche

Dürfen Männer Feministen sein? Diese Frage stellte die vorgestrige ‹20Minuten›; es ging darum, ob Männer in einen Women’s March gehören. Der grüne Nationalrat Jonas Fricker wurde da zitiert: Feministinnen, die Gleichstellung forderten, ohne die Männer einzubeziehen, seien stehengeblieben; Frauenrechte seien Menschenrechte und daher auch ein Anliegen der Männer.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Die Gentrifizierung und ich

Als ich letzthin an der Bushaltestelle an der Langstrasse stand, entdeckte ich einen neuen Imbissladen. Früher war dort in meiner Erinnerung ein etwas gammliger Kiosk. Jetzt kann man da Dänische Hotdogs und Smorgasbrod essen.