Schlagwort Kommentar

Rassistisch

Ich habe grundsätzlich grösstes Verständnis für Aggressionen und Rachefantasien. Ich habe die auch, mehrmals täglich. Und ich halte ganz allgemein Menschen nicht für genuin gut, spätestens nicht mehr, seit ich Kinder habe und weiss: Geboren werden wir als Egoistinnen und Egoisten.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Wasser und Wahrheit

Ein verbreiteter Irrtum aller, die in Politik und Journalismus tätig sind und zu viel auf Twitter rumhängen ist, dass man die Informiertheit der meisten Menschen massiv überschätzt. Selbst wenn eine Geschichte wochenlang in den Medien und in den Parlamenten diskutiert wurde, heisst das noch lange nicht, dass sie bei Otto und Anna Muster angekommen ist. Gleichzeitig darf man nicht den Fehler machen, zu meinen, die Leute seien deshalb blöd.

Missverständnisse

Dass die Liebe kein angeborener Umstand ist, ist mittlerweile eine Binsenwahrheit. Denken wir nur ans Heiraten. Das war die längste Zeit eine Angelegenheit, die von materiellen Voraussetzungen, gesellschaftlichen Zielen und familiären Traditionen gesteuert wurde.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Beton und Rosen

Der Kampf gegen den Rosengartentunnel wird kaum einfach zu gewinnen sein. Am einfachsten wäre das Projekt wohl zu bodigen, wenn sich Rotgrün mit Enthusiasmus hinter das Projekt stellen würde. Dann würde der bürgerliche Kanton in Versuchung geführt, der linksversifften Stadt eins auszuwischen.

Bild von Markus Kunz

Schulmeistern

Bange machen gilt nicht. Strahm tut’s trotzdem. Die Annahme der Zersiedelungsinitiative, so führt er raumgreifend (und in der Gratiszeitung auch polemisch) aus, habe zur Folge, dass der Boden ein zunehmend knappes Gut werde, was ihn verteuern werde, was zu steigenden Mietpreisen führe. Daher sei die Initiative gefährlich.

Plädoyer für den Alltag

Wer im Kantonsrat zu einem Geschäft spricht, an dem er persönlich interessiert ist, legt zu Beginn seine Interessen dar. Das habe ich bei meinem Plädoyer für den Rahmenvertrag, respektive für die Bilateralen auch vor.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Das Avocado-Dilemma

Bereits 2017 schrieb Martin Lukacs im ‹Guardian›, es sei ein raffiniertes Täuschungsmanöver des Neoliberalismus, dass er uns einredet, die Klimaproblematik sei vor allem ein individuelles Versagen von uns Konsumentinnen und Konsumenten. Dabei seien nur rund 100 Unternehmen auf der Welt verantwortlich für über 71 Prozent aller Treibhausemissionen.

Zum Heulen

Es wird also medial und auch technisch mobil gemacht gegen die Profiteure, die sich so dreist die Transportleistung erschleichen. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, nur: ist das verhältnismässig?

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Lau

Ich habe mich früher immer über Artikel geärgert, in denen JournalistInnen den lauen Wahlkampf beklagten. Aber wie man ja weiss, werden aus den grössten Kritikern der Elche selber welche…

Genial

Es geht um diese Werbung: «Geniale Köpfe sollten nicht durch Jobben vom Studium abgelenkt werden», ist dort zu lesen und man sieht einen Albert Einstein, der wahlweise Kafi serviert, Pizza ausliefert oder als Velokurier unterwegs ist.