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1. Mai: Frauenstreik

Am 14. Juni kommt es zum zweiten schweizweiten Frauenstreik. In den letzten knapp dreissig Jahren konnten zwar verschiedene Fortschritte erzielt werden. Die intensiven Debatten der letzten Jahre über sexuelle Übergriffe und Geschlechterrollen zeigten jedoch auf, wie weit man von Gleichberechtigung tatsächlich noch entfernt ist.

Es ist ok.

Es gibt vieles, das so alt ist wie die Menschheit, besonders aber die Lüge. Und dabei meine ich noch nicht einmal die grossen Betrügereien, sondern die eher kleinen. Soziologinnen und Soziologen wissen es ganz genau, beispielsweise dann, wenn sie nach der Häufigkeit von Fernsehkonsum und Beischlaf fragen.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Kein Zaubermittel

Das politische Zauberwort der Stunde heisst Transparenz. Transparenz hilft, so scheint es, gegen alles Übel. Und hat man auch Transparenz, muss man nicht einmal mehr ein Gesetz machen. Leider hat die viel gelobte Transparenz nicht immer die Wirkung, die man sich von ihr erhofft.

Geht’s mich was an?

“Selbstverständlich ist es Politik, wenn Care-Berufe (zu denen auch die Bildung gehört) kaputtgespart werden, wenn plötzlich Effizienz postuliert, ein Markt eröffnet, Rentabilität gefordert und eine sauteure Evaluations-Kaste etabliert wird.”

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Freiheit und Waffen

Interessant scheint mir, wie also jetzt die Waffengesetz-GegnerInnen diesen amerikanischen Diskurs übernehmen, sich also amerikanisieren. Dabei sind sie nicht die Einzigen. Auch auf linker oder liberaler Seite stelle ich oft fest, dass amerikanische Debatten mehr oder minder unverändert übernommen werden. Auch wenn mich amerikanische Politik wohl überdurchschnittlich interessiert und mir jeder tumbe Antiamerikanismus fern liegt, finde ich diese Tendenz zuweilen bedenklich.

By design or…

Und schon wieder ist es passiert. Einerseits das mit einem Grünen Regierungsrat namens Martin. Bloss, dass er gekommen ist um zu bleiben. Und andererseits haben SP, GLP, AL, EVP und Grüne gemeinsam eine dringliche Motion eingereicht, mit der der Stadtrat dazu verpflichtet wird, Zürich innert nützlicher Frist CO2-neutral zu machen.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Die Party ist vorbei

Zuweilen frage ich mich ja, ob ich zu viel Zeit in den sozialen Medien vertrödle. Aber dann findet sich wieder eine Trouvaille. Zum Beispiel dieser Tweet von Roger Köppel: «Klima ist eine Intensiv-Mode, ein Rausch. Die Leute sind wie betrunken davon. Betrunkene nur bedingt ansprechbar, Gehirn teilweise ausser Kraft. Man muss warten, bis sie wieder nüchtern sind. Und selber keinesfalls aus dieser Flasche trinken.»

Arbeitsklima

Kürzlich hörte ich davon, dass Verkäuferinnen und Verkäufer von Tankstellenshops für nicht bezahlte Tankfüllungen jeweils selber aufkommen müssen, was manchmal bis zu drei Mal in der Woche vorkomme. Als ich – vor wirklich vielen Jahren – als Nebenjob in einem Coop Restaurant arbeitete, war das ebenfalls Usus. Wenn die Kasse am Abend nicht stimmte, wurde der Fehlbetrag vom Lohn abgezogen.

Vier Jahre mit Chancen

Die Wahlen im Kanton Zürich sind keine Vorwahlen oder ein Versuchslabor für die eidgenössischen Wahlen im Herbst. Am letzten Sonntag stimmten wir über Parlament und Regierung in Zürich für die nächsten vier Jahre ab. Wenn Politologen und JournalistInnen bereits am Tag nach den Wahlen sich seitenlang und mathematisch über die möglichen Auswirkungen der Zürcher Wahlen auf Bern ausbreiten, sei das ihnen überlassen. Ich verweigere mich diesen Spekulationen, weil es über Zürich genügend zu schreiben gibt.

Warum streiken?

Die Antwort ist komplexer und vielfältiger als die simple «Gleichberechtigung». Wir wollen ja nicht «gleich», wir wollen «anders». Das Feministische Leseseminar Zürich hat einen Katalog an Gegenfragen gesammelt, mit denen wir weitere Frauen dafür gewinnen können, sich in feministischen Anliegen und als Streikende wiederzuerkennen. Fragen Sie doch mal eine Bekannte oder Unbekannte (Auszug aus dem Fragenkatalog):