Category Politik

Genussmenschen

Das ist ja die Sommerkolumne. Also die letzte vor der grossen Sommerpause. Da schreibe ich etwas Leichtes, dachte ich mir, etwas zum geniessen.
Dann fiel mir ein, dass ich das nicht kann. Geniessen. Es geht einfach nicht.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Einfach kompliziert

Der G20-Gipfel ist zu Ende. Und hinterlässt einen etwas ratlos. Die Berichterstattung war dominiert von den Krawallen. Unglaubliche Zerstörungswut der Chaoten. Wie im Krieg sei es gewesen. Und gewisse Bilder sehen auch tatsächlich so aus. Andere wiederum schreiben, es sei die falsche Polizeitaktik gewesen, die zur Eskalation geführt habe. Im Zentrum aber bei beiden Erzählungen: Die Krawalle. Was bleibt noch? Höchstens Angela Merkels Augenrollen.

Renate Büchi (Bild: zvg)
Front

«Ich befürchte keine Entzugserscheinungen»

Die eine sass 14 Jahre im Kantonsrat, die andere 7. Beide kamen am Montag zum letzten Mal aus der Provinz ins Rathaus. Was die SP-Frauen Renate Büchi (Richterswil) und Sabine Sieber (Sternenberg) sonst noch verbindet und was sie als nächstes vorhaben, erklären sie im Gespräch mit Nicole Soland.

Powercoders: Programmieren statt putzen!

Die «Coding Academy» Powercoders gibt IT-affinen Geflüchteten die Gelegenheit, an einem Programmier-Intensivkurs teilzunehmen und danach während mehreren Monaten ein Praktikum in einer IT-Firma zu absolvieren. Hannes Gassert ist dabei, Powercoders nach Zürich zu bringen, Rami Jumaah hat 2016 am ersten Powercoder-«Bootcamp» teilgenommen; im Gespräch mit Manuela Zeller erzählen sie vom Projekt.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Gewollte Machtlosigkeit

Wenn man in der Opposition ist und gegen die Regierung antritt, so ist das Motto klar: Wir wollen einen Wechsel! Für die Regierung hingegen gilt: Wer will, dass es so bleibt, wählt uns. Prototypisch dafür ist «keine Experimente», Konrad Adenauers Slogan bei den Bundestagswahlen 1957 oder Barack Obamas berühmtes «Change» bei der amerikanischen Präsidentschaftswahl 2008. «Change» oder Wechsel wollen auch die Bürgerlichen in der Stadt Zürich. Wie vor vier Jahren schon treten SVP, FDP und CVP gemeinsam an, um die bürgerliche Wende im Stadtrat zu erreichen. Die Chancen dafür sind allerdings nicht unbedingt gestiegen.

Der Kaiser kommt

An diesem Bild einer Gemeinschaft, die, vom Maurer bis zum Gemeindepräsidenten so sehr auf einen einzigen Tag hinarbeitet, auf den vermeintlichen Besuch eines Kaisers, auf ein Ereignis, das dann nicht einritt – an diesem Bild blieb ich immer hängen.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Die wahre unsichtbare Hand

Die typische politische Diskussion rund um ausserfamiliäre Kinderbetreuung: Sie ist zu teuer. Das Einkommen der Frau geht ja vollkommen für die Kinderbetreuung drauf. Die Erwerbsarbeit lohnt sich also gar nicht. Was tun: Kosten senken und Steueranreize schaffen.