Category Kultur

Tschau Heinz

Wird das Leben einfacher, wenn niemand mehr die Miseren des Zeitgeistes besingt? Ist eine Trennung leichter zu ertragen, wenn dauernd von Depressionen die Rede ist? Ignorieren geht über studieren – behaupten «Heinz de Specht».

Wettlauf der Klischees

Kein Klischee zu abgedroschen, kein Fettnäpfchen zu banal, als dass es sich nicht eignete, vom Schwulen Männerchor Zürich (schmaz) in einer nicht enden wollenden Aneinanderreihung in Selbstironie verkehrt zu werden.

Einfach so! Einfach so?

Nach Hannah Arendt (Buchstaben) und Gus Van Sant (Zelluloid) versucht
Milo Rau, mit den Mitteln einer theatralen Tatrekonstruktion der Befremdung
über die Banalität des Bösen Ausdruck zu verleihen – oder doch nicht?

«Ich liebe Kompetenz»

Miro Maurer hält der Wohlfühlschutzbehauptung, Donald Trump wäre unberechenbar, eine grandiose fünfviertelstündige Widerrede und appelliert
an alle IdealistInnen, sich endlich der Realität zu stellen.

Lebensgefühl

Der Epilog von Ethan Hawkes Hommage an Blaze Foley bringt das Lebensgefühl, das zuvor in kunstvollen zwei Stunden Film zelebriert wurde, auf den Punkt: Der Friedhofsgärtner verbietet Foleys Lebensliebe Sybil Rosen (Alia Shawkat) das Pflanzen eines Bäumchens und endet mit den Worten: «Sorry, wenn sie Kummer haben. Aber den haben wir alle.»   Blaze Foley…

Eine Landpartie

Zum dritten Mal lud Simon Dellsperger eine persönliche Auswahl aus KünstlerInnen diverser Kunstsparten zum Zehnminutenauftritt in die Wirtschaft Ziegelhütte nach Schwamendingen.
Thierry Frochaux

Abgesänge

Alice Rohrwacher und Paolo Sorrentino wählen thematisch und formal einander entgegengesetzte Konzepte für eine filmische Italienanalyse, die in der Quintessenz aber beide zum gleichen Schluss führen. Die Bevölkerung ist in einer Zwickmühle gefangen und von deren Disparität regelrecht gelähmt.

Der Markt richtets

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung und darum lässt sich auch nicht sagen, der Filmstart von «Bittere Ernte» käme zum falschen Zeitpunkt.

Sagenhaft

Barbara Frei reduziert «Hamlet» auf
die Essenz und das gleichermassen amüsant wie dramatisch.

Spurensuche

Zwischen der eigenen kindlichen Bewunderung für den abenteuerlustigen Cousin und den verbitterten Worten dessen Bruders über ihn, «so eine isch doch es Arschloch», spannt Anja Kofmel ihre Spurensuche. Als die Todesnachricht des Radiojournalisten Christian Würtenberg sie erreicht, ist sie zehn Jahre alt.