Category Kultur

Land unter in Polen?

Wird die Klimakonferenz in Kattowitz – wie 2009 jene von Kopenhagen – zum politischen Desaster? War der Aufbruch vor drei Jahren in Paris eine grosse Illusion? Es ist daran zu erinnern, dass das Entscheidende anderswo geschieht und dass die realen Dramen fernab der globalen Treffen stattfinden, zum Beispiel auf pazifischen Inseln.

Ernste Kunst

Parallelsprech steht bei Ursus & Nadeschkin für die letzten dreissig Jahre – neu heisst ihr Konzept: Nichtsprech.

Orientierung

Die seit Anfang Jahr verantwortliche Direktorin des Fotomuseums Winterthur, Nadine Wietlisbach, nutzt das Jubiläum zur gross angelegten Reflektion über die Verortung der Institution in der Zukunft.

Migration mit oder ohne Pakt

Noch scheint der UNO-Migrationspakt vor allem Stoff für politisches Geplänkel oder Gepolter zu sein. Doch er macht die globale Dimension der Probleme sichtbar. Ein vielfach provozierendes Buch zeigt, was in weiteren Diskussionen an Grundsatzfragen dringend mit auf den Tisch muss. Auch diese «Kritik der Migration» ist kritisch zu lesen.

Alles da

Die noch nicht besprochenen fünf Stücke des diesjährigen «Tanzfestivals Winterthur» drehen sich alle in verschiedenartigster Weise um Sinnfragen und
sind in ihrer Überzahl sehr physisch, also Tanz im wahrsten Wortsinn.

Skeptisch, optimistisch: ja/nein?

«Für intelligente Optimistinnen und konstruktive Skeptiker» – so der seit längerem verwendete Untertitel – sei der ‹Zeitpunkt› gedacht. Dieser innere Widerstreit zwischen Hoffen und Bangen, Wollen und Können ist auch sein eigentliches Thema. Dabei geht es um fast alles, von der hohen Politik bis zum täglichen Leben.

Aufs Leben warten

Wenn Gardi Hutter tatsächlich Ernst machen sollte mit ihrem Rückzug aufs Altenteil wäre mit Céline Rey und David Melendy alias «Les Diptik» bereits ein Clownduo am Start, um die Fussstapfen auszufüllen.

Tschau Heinz

Wird das Leben einfacher, wenn niemand mehr die Miseren des Zeitgeistes besingt? Ist eine Trennung leichter zu ertragen, wenn dauernd von Depressionen die Rede ist? Ignorieren geht über studieren – behaupten «Heinz de Specht».

Wettlauf der Klischees

Kein Klischee zu abgedroschen, kein Fettnäpfchen zu banal, als dass es sich nicht eignete, vom Schwulen Männerchor Zürich (schmaz) in einer nicht enden wollenden Aneinanderreihung in Selbstironie verkehrt zu werden.

Einfach so! Einfach so?

Nach Hannah Arendt (Buchstaben) und Gus Van Sant (Zelluloid) versucht
Milo Rau, mit den Mitteln einer theatralen Tatrekonstruktion der Befremdung
über die Banalität des Bösen Ausdruck zu verleihen – oder doch nicht?