Category Kolumne Post Scriptum

Bild von Markus Kunz

V wie «Visionen»

So. Und jetzt marsch an die Urne! Sie haben noch 9 Tage Zeit, um Ihre Züri-Visionen in die Realität zu übertragen. Das gilt selbstverständlich auch für Ärzte. Venceremos!

Bild von Markus Kunz

G&G

Nachdem nun auch die JodlerInnen gemerkt haben, dass sie ohne SRF auf privaten Sendern nur noch dann stattfinden werden, wenn sie Helene Fischer heissen, was vorab bei Schwingern und Sennen nicht gut kommt, mache ich mir um No Billag nicht mehr so grosse Sorgen. Dennoch: Es gibt auch unter uns immer noch zu viele, die ums Verrecken mit dem Feuer spielen und zustimmen wollen. Ihnen sei folgendes gesagt:

Lass sie reden

Lass sie reden. Alle. Die, die ich gut finde und alle anderen ebenso. Von links bis rechts. Von Trump über Petraeus bis zu den Tibeterinnen. Lass sie reden.

Psycho-Voodoo

Nun hilft nur noch Voodoo: Unter wüsten Verwünschungen verbrennt Müller alle 176 Männerbilder auf dem Scheiterhaufen – ihres Kachelofens. («Wo’s doch grad wieder Winter wird!»)

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Nachlese: Der Diensthund

Ist es demnach möglich, dass Polizisten für das Futter (sowie die Abschreibung des Hundegitters, deren monatliche Kosten im tiefen zweistelligen Bereich liegen dürfte) bloss um die Fr. 100.- ausgeben, jedoch eine Pauschale von Fr. 500.- erhalten?» – Ja, so fragen wir uns alle bange, ist das wirklich menschenmöglich? Die Antwort lautet (und ich schwör bei allen heulenden Höllenhunden, ich hab kein einziges Wort erfunden):

Versöhnliche Bindung

Die neuesten Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie werden einem in schöner Regelmässigkeit in Tageszeitungen und auf Social Media serviert. Dort sagt man mir und meinem Mann und allen Eltern, wie man das richtig macht, diese Erziehung. Kinder soll man nämlich ganz viel loben, steht da, einfach nicht im falschen Moment.

Platz, Blase!

«Bitcoin» sei das Finanzwort des Jahres, erfuhren wir Anfang Woche aus diversen Medien. Das ist nicht verwunderlich, denn der Bitcoin ist in aller Munde, seit er einige Nerds zu Million-, ja gar Milliardären gemacht hat. Ein Anlass, dieser sogenannten Kryptowährung etwas auf den Grund zu gehen. Dafür muss man glücklicherweise nicht Ökonomie studieren – Zeitunglesen reicht. 

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Ist Hotzenplotz Schweizer?

Zum Jahresschluss doch noch etwas Biss! Die Nationalität bei Tatverdächtigen – es gilt, ausser bei Männern mit Bart, die Unschuldsvermutung – wird von der Stapo nicht mehr automatisch genannt. Gut so. Es folgte lautes Aufjaulen im ‹Blick›, gefolgt vom ‹Tagi›, der den Hals kurz darauf wendet und lauter zustimmende Texte abdruckt. Da musste die NZZ natürlich auftrumpfen und publizierte eine Woche später ein Interview mit dem obersten Wachmeister Dimpfelmoser, vulgo Hans-Jürg Käser, Präsident der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren. Da lohnt sich die genaue Lektüre.

Ha ke Ahnig

Was das ist, werdet ihr euch fragen. Nun. Es ist ein Song von Steffe la Cheffe, einer Rapperin aus dem Breitsch (das ist ein Quartier in Bern, ich erkläre es euch ein andermal). Aber es ist natürlich noch mehr, der Soundtrack nämlich zum aktuell heissesten Streifen in Zürich. «Alle vs. Nielsen» heisst der. Es ist ein Politkrimi, wie ihn nur Wahlkämpfe schreiben können, geboren in der Not mangels anderer Argumente, und wenn ich auch ein grosses Verständnis habe für alles, was man in Wahlkämpfen macht, dann geht es mir hier ein birebitzeli zu weit. Ok, es geht mir viel zu weit.

Digiblast

Mit viel Trara ist eben der Digital Day abgefeiert worden. Bei der gesellschaftlichen Analyse der Digitalisierung dümpeln die Medien leider mehrheitlich im seichten Gewässer: Sie schicken sich hier ins angeblich naturgewaltig Unvermeidliche, das nur Ewiggestrige kritisieren können, preisen es da als ökonomisches Allheilmittel und  beten dort die Probleme technikgläubig gesund.