Category Kolumne Post Scriptum

Genussmenschen

Das ist ja die Sommerkolumne. Also die letzte vor der grossen Sommerpause. Da schreibe ich etwas Leichtes, dachte ich mir, etwas zum geniessen.
Dann fiel mir ein, dass ich das nicht kann. Geniessen. Es geht einfach nicht.

Mensch, Robi!

«Menschen können am besten mit Menschen arbeiten, und das sollte auch so bleiben», las ich neulich und nickte unwillkürlich. Das scheint in der Digitalisierungs- und Technologie-Euphorie gerne vergessen zu gehen. Schon solchen Roboter-Visionen, die auf den ersten Blick einleuchtend und stringent aussehen, liegt bei genauerem Hinsehen oft ein unglaublich primitiv-mechanistisches Menschenbild zugrunde, das die Grundtatsachen menschlichen Daseins ausser Acht lässt.

Bild von Markus Kunz

Krieg den Alten

„Ich aber sage: An dem Tag, an dem NaP freigegeben wird, erklärt ihr den Alten den Krieg. Und ich verspreche: An diesem Tag wandle ich mich vom Pazifisten zum Kriegsteilnehmer.“

Der Kaiser kommt

An diesem Bild einer Gemeinschaft, die, vom Maurer bis zum Gemeindepräsidenten so sehr auf einen einzigen Tag hinarbeitet, auf den vermeintlichen Besuch eines Kaisers, auf ein Ereignis, das dann nicht einritt – an diesem Bild blieb ich immer hängen.

Halb so wild?

Ganz wohl wars Isler mit seinem Motto wohl selber nicht; einmal zumindest relativiert er, es gehe nicht darum, dass alle wild würden, sondern: «Man muss in der wilden und unberechenbaren Zeit zurechtkommen.» Fragt sich nur: als Katze oder als Maus?

Bild von Markus Kunz

Stau im Kopf

Stau wird durch Fehlverhalten verursacht: Zu viele Leute wollen zur selben Zeit durch einen Strassenabschnitt. Über Folgekosten zu jammern, macht damit etwa so viel Sinn, wie wenn ich darüber klage, meine Hosen seien nach einem 7-Gang-Menü zu eng.

Ein gutes Leben

Denn mein Leben ist ein gutes Leben. Und es basiert einzig und allein auf eben diesem Rechtsstaat. Ich bin nichts ohne diesen willkürfreien Rahmen. Ich bin nichts ohne die Gewissheit, dass gleiche Rechte für alle gelten. Ich bin nichts, wenn ich meine Meinung nicht frei äussern, meine Überzeugung nicht offen leben kann. Mein Leben steht auf diesem einen Pfeiler.

Sci-Fi, Trump

… Denn an ihren Dystopien lässt sich ablesen, wie eine Gesellschaft über ihre Unfreiheit denkt.

Bild von Markus Kunz

Liebes Kind

Dreissig, hm? Jaaa, dieses Datum blüht allen mal, ausser vielleicht, man ist Jesus. Aber gemach, es geht vorbei und ist lange nicht mehr so schlimm wie früher, wo man keinem über dreissig getraut hat. Es tut mir furchtbar leid, aber es wird schon wieder nichts mit dem Pony zum Geburtstag. Wozu auch. Das Leben jenseits…

Von Kindern und Kanonen

Man stellt eine Forderung auf, man ergreift die nötigen Massnahmen. Das ist eine vielleicht unangenehme, aber relativ einfache Rechnung, die unter dem Strich 96 Millionen kosten kann. Und die hohen Kosten für die externe Kinderbetreuung sind eine solche Hürde, die gerade auch Familien mit mittleren Einkommen daran hindert, zu arbeiten (was dann wiederum hauptsächlich die Frauen und ihre Teilzeitstellen betrifft).