Category Gedanken zur Woche

Viele Postkarten schreiben

Oder um wieder Florian Vock zu zitieren: «Anders zu sein, ist unser Privileg und wir müssen ganz schön viel aushalten dafür. (…) Aber wir dürfen nicht reproduzieren, wozu uns die Gesellschaft drängt: Ausgrenzung.» Also auf zum Postkartenschreiben. Egal woher und wie hübsch sie ausschauen: Viele sollen es sein!

Für alle statt für die FDP

Zehn Abstimmungsvorlagen in der Stadt Zürich am letzten Sonntag– und keine Frage, über welches Resultat ich mich am meisten gefreut habe: Das klare Ja zur städtischen Vorlage fürs Koch-Areal. Sie wurde mit 72,7 Prozent Ja angenommen, während die Volksinitiative der FDP 34,9 Prozent Ja-Stimmen erhielt.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Zeit für Väter

Durch den Mutterschaftsurlaub können Mütter – einfach weil sie sich eine zeitlang alleine um das Kind kümmern – die Kinder auch besser betreuen, wissen besser, was sie brauchen und gewöhnen sich daran, sich um alles zu kümmern. Schon schleicht sich die traditionelle Rollenverteilung ein, ohne dass das Paar dies wirklich gewollt hat – auch gerade zu Lasten der Väter.

Ein nötiger Entscheid

Das Fazit ist klar: Mario Fehr beherrscht das Metier eines Regierungsrats. Vieles ist mit den Zielen der SP vereinbar, anderes verstösst zumindest für eine Mehrheit nicht klar gegen diese Ziele. Oder banal ausgedrückt: Mario Fehr verdient für eine Mehrheit keine Abwahl.

Sündenbock auf Silbertablett

Mir liegt es fern, zu behaupten, die SP habe zum Stadionprojekt gefälligst Ja und Amen zu sagen. Mehr gemeinnützigen Wohnraum zu fordern, ist selbstverständlich in Ordnung und in der Stadt Zürich obendrein durch solide Mehrheiten bei Volksabstimmungen legitimiert. Aber eine möglichst solide Mehrheit braucht man beim besten Willen auch für jedes neue konkrete Projekt – und für ein Projekt dieser Grössenordnung erst recht.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Wahlen haben Konsequenzen

Überall, wo Bürgerliche an der Macht sind, also in praktisch allen Kantonen und im Bundesrat, ist es üblich, Departemente machtpolitisch zu verteilen. Warum also der Aufschrei in der rotgrünen Stadt Zürich?

Erst die Arbeit, dann die Partei

Kommende Woche geht das politische Leben in der Stadt Zürich wieder los: Endlich wird bekannt, welche Departemente die Stadtratsneulinge übernehmen, und im P.S. blicken wir im Gespräch mit Claudia Nielsen auf ihre Zeit im Gesundheits- und Umweltdepartement zurück. Doch auch Andres Türler (FDP) und Gerold Lauber (CVP) beenden ihre Karriere im Stadtrat und wurden in der Gemeinderatssitzung vom 18. April vom Ratspräsidenten Peter Küng (SP) gebührend verabschiedet.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Heulende Wölfe

Der Elefant im Raum war denn auch der Abwesende. Der richtige Umgang mit ihm, dem Präsidenten, der so anders ist als seine Vorgänger, haben die meisten noch nicht gefunden. Weder seine politischen Gegner noch die Medien. Denn Trump ist kein normaler Präsident. Und genau das hat ihn zum Präsidenten gemacht.

Wettbewerb – wozu denn?

Ohne Schienen fährt kein Zug, und ohne Stromnetz kann kein Kraftwerk eine Lampe zum Leuchten bringen. Schienen- und Stromnetz bilden natürliche Monopole, ebenso wie alle an Leitungen gebundene staatliche Infrastrukturen.

Pragmatischer Vorschlag

SozialhilfeempfängerInnen werden von der linken Rhetorik als die Ärmsten der Armen aktuell fast so etwas wie gefeiert. Warum dürfen sie nicht einfach Personen sein, die oft psychische Schwierigkeiten haben, ein akutes oder vergangenes Suchtverhalten kennen, sich als Alleinerziehende ohne grosse Ausbildung durchboxen, trotz 100-Prozent-Arbeit zu wenig verdienen, als Ältere keine neue Stelle finden oder als Junge den Weg in eine Ausbildung nicht fanden und sich nun schwer damit tun?