Category Gedanken zur Woche

Regeln statt Fingerzeigen

Die Einstellung, dass die Beibehaltung unseres Lebensstandards wichtiger ist, als der Gedanke daran, wie dieser sich auf den Rest der Welt auswirkt, machte sich kürzlich auch bemerkbar, als das Gesetz zum Export von Schweizer Waffen in krisenbetroffene Länder gelockert wurde. Die Vorgabe sei jetzt nur noch, dass die Waffen an Organisationen gehen, die nicht direkt mit dem Konflikt zu tun haben.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Wahnsinn

Politik schien mir immer ein rationales Geschäft. Getrieben durch Überzeugung oder Machtstreben oder einer Kombination aus beidem. Nicht immer gut, aber meistens berechenbar. Dann kam Horst Seehofer.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Wie wenig ist wenig genug?

Die Missbrauchsquote ist aber klein, die Quote der Sozialhilfebeziehenden im Allgemeinen relativ stabil. Es gibt also keinen Grund, diese Diskussion dermassen defensiv zu führen. Ganz im Gegenteil: Wir müssen wieder über den Grundsatz reden: Was ist es unserer Gesellschaft wert, dass alle Menschen in Würde leben können? 

Viele Postkarten schreiben

Oder um wieder Florian Vock zu zitieren: «Anders zu sein, ist unser Privileg und wir müssen ganz schön viel aushalten dafür. (…) Aber wir dürfen nicht reproduzieren, wozu uns die Gesellschaft drängt: Ausgrenzung.» Also auf zum Postkartenschreiben. Egal woher und wie hübsch sie ausschauen: Viele sollen es sein!

Für alle statt für die FDP

Zehn Abstimmungsvorlagen in der Stadt Zürich am letzten Sonntag– und keine Frage, über welches Resultat ich mich am meisten gefreut habe: Das klare Ja zur städtischen Vorlage fürs Koch-Areal. Sie wurde mit 72,7 Prozent Ja angenommen, während die Volksinitiative der FDP 34,9 Prozent Ja-Stimmen erhielt.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Zeit für Väter

Durch den Mutterschaftsurlaub können Mütter – einfach weil sie sich eine zeitlang alleine um das Kind kümmern – die Kinder auch besser betreuen, wissen besser, was sie brauchen und gewöhnen sich daran, sich um alles zu kümmern. Schon schleicht sich die traditionelle Rollenverteilung ein, ohne dass das Paar dies wirklich gewollt hat – auch gerade zu Lasten der Väter.

Ein nötiger Entscheid

Das Fazit ist klar: Mario Fehr beherrscht das Metier eines Regierungsrats. Vieles ist mit den Zielen der SP vereinbar, anderes verstösst zumindest für eine Mehrheit nicht klar gegen diese Ziele. Oder banal ausgedrückt: Mario Fehr verdient für eine Mehrheit keine Abwahl.

Sündenbock auf Silbertablett

Mir liegt es fern, zu behaupten, die SP habe zum Stadionprojekt gefälligst Ja und Amen zu sagen. Mehr gemeinnützigen Wohnraum zu fordern, ist selbstverständlich in Ordnung und in der Stadt Zürich obendrein durch solide Mehrheiten bei Volksabstimmungen legitimiert. Aber eine möglichst solide Mehrheit braucht man beim besten Willen auch für jedes neue konkrete Projekt – und für ein Projekt dieser Grössenordnung erst recht.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Wahlen haben Konsequenzen

Überall, wo Bürgerliche an der Macht sind, also in praktisch allen Kantonen und im Bundesrat, ist es üblich, Departemente machtpolitisch zu verteilen. Warum also der Aufschrei in der rotgrünen Stadt Zürich?

Erst die Arbeit, dann die Partei

Kommende Woche geht das politische Leben in der Stadt Zürich wieder los: Endlich wird bekannt, welche Departemente die Stadtratsneulinge übernehmen, und im P.S. blicken wir im Gespräch mit Claudia Nielsen auf ihre Zeit im Gesundheits- und Umweltdepartement zurück. Doch auch Andres Türler (FDP) und Gerold Lauber (CVP) beenden ihre Karriere im Stadtrat und wurden in der Gemeinderatssitzung vom 18. April vom Ratspräsidenten Peter Küng (SP) gebührend verabschiedet.