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Unschuldig frei

Es ist furchtbar falsch. Ich weiss das so genau, wie ich seit Jahrzehnten nicht weiss, wie ich es ändern könnte. Bis es mir vielleicht einfällt, mache ich es nun so wie Elena Ferrante: «Ich weigere mich aus Prinzip, schlecht über eine andere Frau zu sprechen, selbst wenn ihr Verhalten inakzeptabel, verletzend oder ärgerlich war. Der Grund für meine Haltung ist, dass mir die Situation von Frauen dieser Welt bewusst ist.

Zweischneidig

Initiativen zur Hilfe leben alle mit dem Dauerclinch, ob oktroyierte Unterstützung nicht vielleicht vielmehr ins Kontraproduktive kippte, und der gegenläufigen Hilflosigkeit, ob oder was in dem Fall zu unternehmen wäre, falls Hilfe zur Selbsthilfe nicht angenommen würde und im Sande verliefe.

Mit Marx in die Zukunft der Digitalisierung?

Die Diskussion rund um Digitalisierung verläuft heute allzu oft in Extremen. Die Positionen sind dann entweder maschinenstürmerisch-alarmistisch oder geprägt durch naiven Techno-Optimismus beziehungsweise -Fatalismus. Die Digitalisierung ist in dieser letzteren Lesart unaufhaltsam wie ein Naturereignis, dem wir uns beugen oder durch das wir untergehen müssen.

«Man kennt mich als verlässlichen Partner»

Ich war in meiner beruflichen Laufbahn stets auch Dienstleister. Ich verstehe auch die Schulbehörde und das Sekretariat in dieser Rolle: als Dienstleister für die Schulen. Natürlich hat die Behörde auch zu entscheiden – zum Wohl der Kinder und ihrer Schule. Darauf würde ich ein besonderes Augenmerk richten.

Das Mösli strahlt in neuem Glanz

Seit 1931 dient das Kinderfreundeheim Mösli bei der Felsenegg sowohl als Rückzugsort für Erwachsene wie auch als Lagerhaus für Kinder. Im Winter 2016/17 brauchte das alte Haus schliesslich eine Auffrischung.

Erst die Arbeit, dann die Partei

Kommende Woche geht das politische Leben in der Stadt Zürich wieder los: Endlich wird bekannt, welche Departemente die Stadtratsneulinge übernehmen, und im P.S. blicken wir im Gespräch mit Claudia Nielsen auf ihre Zeit im Gesundheits- und Umweltdepartement zurück. Doch auch Andres Türler (FDP) und Gerold Lauber (CVP) beenden ihre Karriere im Stadtrat und wurden in der Gemeinderatssitzung vom 18. April vom Ratspräsidenten Peter Küng (SP) gebührend verabschiedet.

Ja und nein

Am 10. Juni wird in der Stadt Zürich über die beiden Vorlagen zur Nutzung des Koch-Areals abgestimmt. Das Komitee «Gemeinnützig Wohnen auf dem Zürcher Koch-Areal» erklärt, welche es zur Annahme empfiehlt.

Eine Wildnis für Wildbienen

Das Wildbienenparadies Haldenegg entstand im vergangenen Herbst. Wildbiene + Partner erhielt den entsprechenden Auftrag von der ETH und erstellte in Zusammenarbeit mit der Gartenbau Genossenschaft Zürich GGZ ein vielfältiges Wildbienen-Habitat: «Es ist unser viertes Biodiversitätsprojekt mit der ETH und unser bisher grösstes Zürcher Wildbienenparadies», erklärt Claudio Sedivy.

Feminismus II

Am 1. Mai trugen in Zürich Feministinnen eine «rebellische Vulva» (ein madonnen-ähnlich gewandetes, übergrosses weibliches Genitale) im Umzug mit. Sie solidarisierten sich so mit Frauen in Spanien, die mit einer ähnlichen Prozession gegen ein Abtreibungsverbot und für sexuelle Freiheit demonstriert hatten. Ein intaktes Patriarchat in Form von Staat, Gerichten und Kirche sanktionierte sie prompt und hart wegen Verletzung religiöser Gefühle.