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Die Frage nach dem guten Leben

Anfang Mai wird der fünfte Aktionsmonat (siehe Kasten) in der Offenen Kirche St. Jakob eingeläutet. Das diesjährige Thema lautet «Gutes Leben? Für alle!». Kirchgemeindepräsident Hannes Lindenmeyer erklärt im Gespräch mit Leonie Staubli, was es damit auf sich hat.

Wir haben nichts gesagt

Ich zähle 2 Menschen zu meinem engeren Bekanntenkreis, die nicht selten homophobe, antisemitische und sexistische Sprüche oder vermeintliche Witze machen. Der ist halt so, heisst es dann und man schüttelt äs bitzeli den Kopf. Mehr nicht. Ich habe keinen von denen jemals vor die Tür gestellt. Und jedes Mal, wenn ich es nicht tue, dann ist es genau so, als würde ich ihnen einen Preis überreichen.

Beseelt

Eine mimische Geste hier, ein Seufzer da, eine Handreiche dort, eine Haltung den Inhalt verstärkend und eine Stimme, die mit Schlag, Timbre, Lautstärke und Intention spielt, als wäre Schauspiel von der Selbstverständlichkeit einer Naturgewalt, entführt Hanspeter Müller-Drossaart sein Publikum für eineinhalb bezaubernde Stunden, dass es einem schon fast wehmütig ums Herz wird, wenns aus ist.

GenossInnen, jetzt gehts ums Geld!

So verfasste Serge Gaillard als Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung im Auftrag von Bundesrat Maurer zusammen mit dem stellvertretenden Direktor der SNB die Botschaft gegen die Vollgeldinitiative und liess am Medienseminar vom 4. April verlauten, dass «Banken die Kundengelder als Kredite weitergeben». Dieser Falschaussage widersprechen selbst einzelne Banken und vor allem die Deutsche Bundesbank.

Zivilcourage

Was ist eigentlich Zivilcourage? Und warum ist sie so wichtig, dass sich die Stadtpolizei Zürich und die VBZ während der am Dienstag gestarteten und zwei Jahre dauernden Kampagne «An-drea kann HEH! Und du?» darum kümmern wollen, sie den Menschen näher zu bringen?

Pragmatischer Vorschlag

SozialhilfeempfängerInnen werden von der linken Rhetorik als die Ärmsten der Armen aktuell fast so etwas wie gefeiert. Warum dürfen sie nicht einfach Personen sein, die oft psychische Schwierigkeiten haben, ein akutes oder vergangenes Suchtverhalten kennen, sich als Alleinerziehende ohne grosse Ausbildung durchboxen, trotz 100-Prozent-Arbeit zu wenig verdienen, als Ältere keine neue Stelle finden oder als Junge den Weg in eine Ausbildung nicht fanden und sich nun schwer damit tun?

SP räumt weiter ab

Den Wermutstropfen vorab: In Winterthur hat es SP-Stadträtin Yvonne Beutler im 2. Wahlgang nicht geschafft, den Sitz des amtierenden Stadtpräsidenten Michael Künzle (CVP) zu erobern. Nachdem sie im ersten Wahlgang das mit Abstand beste Resultat aller StadträtInnen erzielt hatte, konnte sie beim zweiten Mal nicht nachdoppeln.

Emanzipation I

Bald kehrt der 14. Juni wieder – für eine Schweizer Feministin ein von leiser Wehmut angehauchtes Datum. Warum liessen sich damals, aber seither nicht mehr, so viele Frauen für eine Demo, ja sogar einen Streik mobilisieren? Sind wir saturiert, undankbar, ignorant, unpolitisch, rückschrittlich geworden? Haben wir Alten und unsere Vorfahrinnen vergeblich gekämpft? Brauchen die Jungen…