von Min Li Marti

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Aufbrechen

“So ehrlich war kaum je ein Unternehmer. Denn in deren Sonntagsreden kommt sonst stets ein Bekenntnis zum Markt und zum Wettbewerb. Aber letztlich will ein Unternehmer oder eine Unternehmerin vor allem eins: Geld verdienen. Und das geht besser ohne Konkurrenz.”

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Das böse Wort mit S

Deutschland ist in Aufruhr. Was ist geschehen? Kevin Kühnert, Chef der deutschen Jungsozialisten, gab ein Interview mit der ‹Zeit›, in dem er ausführte, wie er sich den Sozialismus vorstellt. In erster Linie als «Welt, in der Menschen ihren Bedürfnissen nachgehen können. Eine Demokratisierung aller Lebensbereiche.»

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Wählbarkeit

Was macht Wählbarkeit aus? «Wählbarkeit», meint die Philosophin Kate Manne in einem Gespräch mit Ezra Klein auf Vox, «ist kein statischer Faktor, es ist ein Faktor, den wir sozial konstruieren.» Weisse alte Männer gelten als wählbarer, weil sie der Norm derjenigen entsprechen, die ebendiese Ämter auch ausüben.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Kein Zaubermittel

Das politische Zauberwort der Stunde heisst Transparenz. Transparenz hilft, so scheint es, gegen alles Übel. Und hat man auch Transparenz, muss man nicht einmal mehr ein Gesetz machen. Leider hat die viel gelobte Transparenz nicht immer die Wirkung, die man sich von ihr erhofft.

Chronologie der Ungleichheit

Ich wurde 1974 geboren. 1971 erst haben in der Schweiz die Frauen das Stimmrecht erhalten. 1981 wurde die Gleichstellung in der Verfassung verankert. Dort steht: «Mann und Frau sind gleichberechtigt. Das Gesetz sorgt für ihre rechtliche und tatsächliche Gleichstellung, vor allem in Familie, Ausbildung und Arbeit. Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.»

Netto Null – aber wie?

Vergangenen Samstag waren wieder grosse Klimademonstrationen. Die Forderung: Netto Null CO2 bis ins Jahr 2030. In verschiedenen Städten und Kantonen wurden entsprechende Vorstösse eingereicht. Doch ist dieses Ziel überhaupt möglich? Und wie?

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Freiheit und Waffen

Interessant scheint mir, wie also jetzt die Waffengesetz-GegnerInnen diesen amerikanischen Diskurs übernehmen, sich also amerikanisieren. Dabei sind sie nicht die Einzigen. Auch auf linker oder liberaler Seite stelle ich oft fest, dass amerikanische Debatten mehr oder minder unverändert übernommen werden. Auch wenn mich amerikanische Politik wohl überdurchschnittlich interessiert und mir jeder tumbe Antiamerikanismus fern liegt, finde ich diese Tendenz zuweilen bedenklich.

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Die Party ist vorbei

Zuweilen frage ich mich ja, ob ich zu viel Zeit in den sozialen Medien vertrödle. Aber dann findet sich wieder eine Trouvaille. Zum Beispiel dieser Tweet von Roger Köppel: «Klima ist eine Intensiv-Mode, ein Rausch. Die Leute sind wie betrunken davon. Betrunkene nur bedingt ansprechbar, Gehirn teilweise ausser Kraft. Man muss warten, bis sie wieder nüchtern sind. Und selber keinesfalls aus dieser Flasche trinken.»

Gedanken zur Woche von Min Li Marti

Wählen wirkt schon

Es gibt genügend Gründe zu wählen. Und genügend Gründe, die Nachbarin, den Onkel oder die Arbeitskollegin auch noch davon zu überzeugen. Auch an der Urne abstimmen ist nicht schwer. Man kann es mit dem Sonntagsspaziergang verbinden oder seinen Kindern etwas Staatskundeunterricht erteilen. Es lohnt sich so oder so.

Ein konkreter Vorschlag

Demnächst wird über die Initiative für einen vierwöchigen Vaterschaftsurlaub abgestimmt. Die SP Kanton Zürich will noch einen Schritt weitergehen: Sie fordert eine paritätische Elternzeit.