von Markus Kunz

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Ecrasez l’ infame!

Ich misstraue etwas der Haltung, dass die Leute selber schuld seien, weil sie ja freigebig alles über sich preisgeben. Das stimmt zwar, aber es ist unrealistisch, so etwas zu sagen. Ich selber mache seit jeher gerne den Zuckerberg und werfe einen möglichst kleinen Datenschatten, ohne Smartphone (danke der Nachfrage, ja, ich bekomme genug Prügel), ohne Kreditkarte, ohne Social-Media-Präsenz, aber ich mach mir dennoch keine Illusionen.

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Alle gegen alle

Als ich ein kleiner Junge war, steckten sie mich für sechs Jahre in ein Umerziehungslager. Ok, sie nannten es Volksschule, aber das war reine Gesundbeterei. Denn sie zwangen mich dort zu widernatürlichen Handlungen, etwa zum Schreiben mit der rechten Hand, obschon ich geborener Linkshänder bin, und deshalb funktionierte das auch nicht die Bohne.

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V wie «Visionen»

So. Und jetzt marsch an die Urne! Sie haben noch 9 Tage Zeit, um Ihre Züri-Visionen in die Realität zu übertragen. Das gilt selbstverständlich auch für Ärzte. Venceremos!

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G&G

Nachdem nun auch die JodlerInnen gemerkt haben, dass sie ohne SRF auf privaten Sendern nur noch dann stattfinden werden, wenn sie Helene Fischer heissen, was vorab bei Schwingern und Sennen nicht gut kommt, mache ich mir um No Billag nicht mehr so grosse Sorgen. Dennoch: Es gibt auch unter uns immer noch zu viele, die ums Verrecken mit dem Feuer spielen und zustimmen wollen. Ihnen sei folgendes gesagt:

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Nachlese: Der Diensthund

Ist es demnach möglich, dass Polizisten für das Futter (sowie die Abschreibung des Hundegitters, deren monatliche Kosten im tiefen zweistelligen Bereich liegen dürfte) bloss um die Fr. 100.- ausgeben, jedoch eine Pauschale von Fr. 500.- erhalten?» – Ja, so fragen wir uns alle bange, ist das wirklich menschenmöglich? Die Antwort lautet (und ich schwör bei allen heulenden Höllenhunden, ich hab kein einziges Wort erfunden):

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Ist Hotzenplotz Schweizer?

Zum Jahresschluss doch noch etwas Biss! Die Nationalität bei Tatverdächtigen – es gilt, ausser bei Männern mit Bart, die Unschuldsvermutung – wird von der Stapo nicht mehr automatisch genannt. Gut so. Es folgte lautes Aufjaulen im ‹Blick›, gefolgt vom ‹Tagi›, der den Hals kurz darauf wendet und lauter zustimmende Texte abdruckt. Da musste die NZZ natürlich auftrumpfen und publizierte eine Woche später ein Interview mit dem obersten Wachmeister Dimpfelmoser, vulgo Hans-Jürg Käser, Präsident der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren. Da lohnt sich die genaue Lektüre.

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Massenumerziehung

Man muss die Würste grillen, wenn sie prall sind. Die Gelegenheit dazu kommt mit der städtischen Volksinitiative zur gesunden Ernährung bzw. ihrem weichgekochten Gegenvorschlag. Die Tatsache, dass die InitiantInnen happige Konzessionen gemacht haben, um immerhin noch einen Teil ihrer Anliegen retten zu können, muss natürlich gar nicht heissen, dass der wurstige Wutbürger bzw. die wütende Wurstbürgerin nicht dennoch kräftig vom Leder ziehen können, um im Bild zu bleiben.

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E-Quatsch

Als ich in die Politik einstieg, nahm ich mir eigentlich vor, nicht auf jeden sauren Görps zu reagieren, meiner Psychohygiene zuliebe und weil’s Zeitverschwendung ist. Aber dann kamen die Fake-News und die Elektromobilität (und eine diesbezüglich leicht durchgeknallte grüne Zürcher Nationalratsdelegation). Und daher muss ich nun mal was klarstellen.

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Der Fall Fricker

Jonas war politisch tätig, immer auch in den Parteigremien, aber auch als kommunaler und kantonaler Parlamentarier. Er hat viel geleistet – und er war seiner Sache immer gewachsen. Kein Haudegen, kein Extremist, klar grün.

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Wenn’s nur das wäre

Es ist gefährlich, einen Grünen in die Ferien zu schicken. Er liest dann dort Bücher, in meinem Fall nicht nur den üblichen kriminalistischen Schund, sondern auch Naomi Kleins 700-Seiten-Werk mit dem (in der Übersetzung) knackigen Titel «Die Entscheidung. Kapitalismus versus Klima», das zwar etwas geschwätzig, aber dennoch überaus wichtig ist.