von Koni Loepfe

Die Umsetzung entscheidet

Dietikon braucht eine Imagewerbung und zwar innerhalb von Dietikon. Die DietikerInnen haben oft Mühe, an Dietikon zu glauben. Ich denke hier etwa an den Freizeitplatz am Kirchhaldenplatz mit Kosten von 2,8 Millionen Franken, der in der Abstimmung mit 65 Prozent scheiterte. Was nur auf den ersten Blick verwundert: Man kann den Leuten nicht 20 Jahre erzählen, die Stadt sei mausearm und dann erwarten, sie würden in die Zukunft investieren.

Wichtige kleine Schritte gehen

In Schlieren dominieren die Bürgerlichen. Stimmen sie geschlossen, nimmt die Freisinnige Manuela Stiefel die Favoritenrolle ein. Natürlich ist es auch eine Persönlichkeitswahl. Wichtig bleibt aber, wie viele der Ungebundenen mit mir im Stadtpräsidium ein Gegengewicht geben wollen zur bürgerlichen Dominanz im Parlament und Stadtrat.

Es bleibt beim Fünfliber

Regierungsrätin Carmen Walker Späh, ZVV-Direktor Franz Kagerbauer und Roman Knecht, Direktor Zürichsee Schiffahrtsgesellschaft, zeigten an einer Medienorientierung, dass sich der umstrittene Schiffsfünfliber im Rahmen ihrer Berechnungen bewegt. Ob er damit Sinn macht, ist eine andere Frage.   Die von Franz Kagerbauer präsentierten Zahlen sind rasch zusammengefasst: Der 5-Franken-Zuschlag für jede Schifffahrt (mit der Möglichkeit eines Monats- oder Jahreszuschlagsabos) brachte statt des erwarteten Rückgangs von 26 Prozent einen von 30 Prozent bei den Passagieren. Statt Mehreinnahmen von 3 Mio. Franken ergaben sich solche von 2,4 Mio. Franken. Der Umsatz der Gastronomie ging um 14,5 Prozent zurück, was beim Pächter zu einem…

Der Tropfen zuviel

Zum Schluss noch etwas Nachdenkliches: Claudia Nielsen ist nach Monika Stocker und Ruth Genner die dritte Frau mit einem unguten Ende als Stadträtin. Ohne dass sich die Drei mehr zuschulden kommen liessen als viele Männer.

Unruhe bewahren

Die Alternative Liste setzt sich auch in Zukunft konsequent für die Rechte der sozial Schwachen und der MigrantInnen ein. Sie setzt auf Investitionen in Schulhäuser und den Erhalt von günstigem Wohnraum und erhofft sich neben der Bestätigung von Stadtrat Richard Wolff einen bis zwei Sitze mehr.

Lieber gut verwalten als schlecht regieren

Bleibe ich beim NZZ-Thema, ist die Antwort einfach: Lieber brav (oder gut) verwaltet, als schlecht regiert. Oder noch zugespitzter: Gutes Verwalten ist eine Voraussetzung, um im entscheidenden Moment regieren zu können. Wir befinden uns allerdings nicht in einer Krisensituation, und die Aufträge der Stimmberechtigten brav zu verwalten, ist derzeit wohl nicht das Dümmste. 

Stabile Brücke gebaut?

Die beiden RegierungsrätInnen Ernst Stocker und Jacqueline Fehr präsentierten zusammen mit dem Zürcher Finanzvorsteher Daniel Leupi und dem Präsidenten des Gemeindepräsidentenverbandes, Jörg Kündig, eine gemeinsame Lösung für die Umsetzung der Steuervorlage 17. Einem zentralen Punkt des Konsens, der etappenweisen Senkung der Gewinnsteuer, widersprachen die bürgerlichen Parteien im Kantonsrat bereits.

Der Preis steigt

Mit wenigen Ausnahmen (Überbrückung bis zu den Stipendien oder der Arbeitslosenhilfe) ist die Aufforderung zur Selbsthilfe ein Unsinn. Sozialhilfe erhält – von Ausnahmen abgesehen – , wer es alleine nicht mehr schafft und nicht, wer Lust auf die Hängematte hat. Hilfe zur Selbsthilfe ist das Minimum.

Erfolgreicher Sozialarbeitsversuch

Der strenge Versuch bei der Sozialhilfe Winterthur bestätigte, was Fachleute und die zuständigen Politiker erwarteten und erhofften: Senkt man die Zahl der betreuten Fälle pro Sozialarbeitenden, wird die Rechnung positiv. Den Mehrkosten stehen Mehreinnahmen und eine grössere Zufriedenheit aller gegenüber.

Demenz-Pionier geehrt

Die Paradies-Stiftung zeichnet alle zwei Jahre Institutionen oder Personen aus, die sich im Sozialbereich durch Innovation und Eigeninitiative auszeichnen. Dieses Mal ehrte sie zwei Personen für ihr Lebenswerk im Bereich der Demenz: Michael Schmieder von der Sonnweid in Wetzikon und Margrit Raimann für das Zentrum Wiitsicht in Grabs.