von gastautorin

Wohn-Spintisiererei

Vor vier Wochen bin ich umgezogen in eine hübsche 3-Zimmer-Wohnung an szenigster Lage im Kreis 3 – zum Schnäppchenpreis! Spintisiererei? Nein – aber ich muss bereits wieder weitersuchen, denn habe sie nur bekommen, weil die ganze Liegenschaft im November abgerissen wird zugunsten eines «Ersatzneubaus». Dies setze ich in Anführungszeichen, weil mir schwant, dass hier nicht…

«Niemand will heute die Frauen an den Herd zurückschicken»

Die Einkommenslücke der Frauen, die u.a. massive Auswirkungen auf die Rentenhöhe hat, setzt sich wie folgt zusammen: Rund ein Viertel der Lücke sind auf den Gender Pay Gap (GPG), das ist der Unterschied zwischen Bruttostundenlöhnen von Männern und Frauen, zurückzuführen. Der weitaus grösste Teil der Einkommenslücke, drei Viertel – d.h. rund 80 Milliarden Franken – hat jedoch mit der Verteilung der unbezahlten und bezahlten Arbeit zu tun.

Front

«Gewalt ist auch eine Kultur»

Der christliche Theologe Mitri Raheb aus Bethlehem setzt sich für politisches Engagement durch kreatives Schaffen ein. Über die von ihm gegründete Kunstschule, die Hoffnung auf Frieden zwischen Israel und Palästina und die Wichtigkeit einer kritischen Haltung spricht er mit Leonie Staubli.

Seid nicht so kleinlich wegen 100 Mio. Franken

Am letzten Abstimmungssonntag hat der rechtbürgerliche Block eine grosse Schlappe eingefahren. Die Zürcher Stimmbevölkerung lehnte die Verkehrsfonds-Vorlage hochkant ab. Im Kantonsrat stimmten noch CVP, FDP, SVP, EDU und BDP ohne eine einzige abweichende Stimme geschlossen für das Gesetz. Bei der Volksabstimmung hingegen legten zwei Drittel der Stimmenden ein Nein ein. Nicht eine einzige Gemeinde stimmte zu.   Bemerkenswert ist dieses Ergebnis auch in Anbetracht der Vorgeschichte dieser Vorlage. Denn bereits 2016 griff der Kantonsrat erstmals in die öV-Kasse Verkehrsfonds. Man wollte sparen und kam auf die Idee, anstatt 70 Mio. Franken nur noch 20 Mio. in den öV-Topf einzulegen. Die…

Körpergefühl im Schulzimmer

Um die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Zürich zu fördern, haben die städtischen Schulgesundheitsdienste ein neues Projekt lanciert, in dessen erstem Teil der Fokus auf dem Thema «positives Körperbild» liegt. Projektleiterin Alexandra Papandreou erklärt im Gespräch mit Leonie Staubli, was dahintersteckt.

«Ich war noch nie sehr bequem»

Eigentlich hätte sie Lehrerin werden sollen, wie ihre Mutter, erzählt Barbara Bosshard (67). Dass das nicht klappte, hängt mit ihrer Prüfungsangst zusammen, aber auch mit etwas Grundsätzlicherem: «40 Jahre lang mit immer gleich alt bleibenden Kindern zusammen sein, das kann nicht mein Ding sein», dachte sie sich. Also engagierte sie sich stattdessen im Mittelschulfilmclub und geriet so zum Film – was bei ihren Eltern nicht gerade auf Begeisterung stiess.

Ein Schritt in die richtige Richtung

Diesen Sonntag stimmt Zürich über die «Tagesschule 2025» ab. Marianne Schüpbach kennt sich als Professorin für Grundschulpädagogik und Didaktik an der Universität Bamberg (D) mit dem Thema aus. Im Gespräch mit Leonie Staubli erklärt sie, was sie von der Vorlage hält und worauf man bei der Durchführung achten muss.

Digitalisiertes Stadtleben

Dennoch sind die Aussichten vielleicht nicht ganz so düster, wie es im Veranstaltungstitel klang. Veranstalter Christoph Vollenweider von der Stiftung Lilienberg schliesst die Diskussion mit den Worten: «Ich gehe mit einem verhalten optimistischen Gefühl nach Hause.»

Damit das Dorf nicht überrollt wird

Richterswil verfügt zweifelsohne über den schönsten Dorfkern am linken Zürichseeufer. Doch die Idylle trügt. Der Detailhandel leidet auch hier unter dem schleichenden Strukturwandel – weg von den klassischen Dorfläden mit Laufkundschaft hin zu blossen Dienstleistungsbetrieben. Und Autolärm, Abgase und enge Trottoirs laden nicht gerade zum Flanieren oder Einkaufen ein.