von gastautorin

Das Elend, das niemanden mehr interessiert

Es ist kühl an diesem Dienstagmorgen im Januar, in der Nacht hat Regen eingesetzt. «Can I have hot tea, please?» fragt mich Tariq, seine Hände tief in die Ärmel hineingezogen. Tariq ist einer von knapp 600 Flüchtlingen, der trotz der Schliessung des «Jungle» geblieben ist – oder wieder zurückkehrte.

Initiative aufgegleist

Ein Drittel der Wohnungen in der Stadt Zürich sollten bis 2050 gemeinnützig sein, also ohne Gewinn zu den effektiven Kosten vermietet werden; darüber hat die Bevölkerung 2011 abgestimmt, mit einem Ergebnis von 76 Prozent Ja-Stimmen. Dieses Ziel sieht der Verein Noigass bedroht, denn die SBB tragen mit den Bauten auf ihren Arealen nicht dazu bei. Stattdessen treiben sie mit Zonen wie der Europaallee und dem Bereich um den Bahnhof Altstetten die Bodenpreise in die Höhe.

Ein öffentlicher Kühlschrank

Nach der Rückkehr aus den Sportferien warten im Kühlschrank des Singlehaushalts nebst einem Sechserpack Joghurts drei pralle Beutel Fondue, die man eigentlich für den Skihüttenplausch mit den KollegInnen mitnehmen wollte, dann aber zu Hause vergass. Was tun damit? «Auf keinen Fall einfach wegwerfen», lautet die Antwort des Vereins Dorfchärn Horgen in solchen und ähnlichen Situationen. Seit bald drei Wochen bietet die kleine Quartiervereinigung eine sinnvolle Alternative an: einen öffentlich zugänglichen Kühlschrank

Schiffsfünfliber vors Volk

SP, Grüne, EVP und Juso wollen den Schiffsfünfliber wieder abschaffen. Ihre am Mittwoch lancierte kantonale Volksinitiative soll die Schifffahrt zudem gegen allfällige weitere Angriffe von rechts schützen.

Die Lengg im Wandel

Bei winterlichen Temperaturen konnten sich die QuartierbewohnerInnen vor Ort ein Bild über die Gebietsplanung Lengg machen und ihre Fragen den drei SP-StadträtInnen und den Kandidierenden für den Gemeinderat stellen.

Verwalten statt gestalten?

Kennen Sie Zürich in Zahlen? Nein? Macht nichts. Die Journalisten, die so fleissig über Zürich und die Stadtratswahlen schreiben, auch nicht. Sonst würden sie der SP nicht vorwerfen, eher zu verwalten als zu gestalten. Unsere VBZ zum Beispiel fährt täglich zweimal um die Welt und transportiert jährlich 324 Millionen Fahrgäste. Ob an Sylvester oder an der Streetparade. Fast 400 000 Tonnen Müll, 54 000 Tonnen Recyclingstoffe werden jährlich eingesammelt und über 2 Mio. Container geleert.

Die Früchte der Zukunft

Seit 1998 setzt sich die Gebana AG für eine nachhaltige Wirtschaft und faire Preise für Bauern auf der ganzen Welt ein. Eine der Firmen in Burkina Faso ist in den letzten Jahren in eine finanzielle Krise geraten, worauf Gebana eine rekordverdächtige Crowd-Ordering-Aktion (Direktvermarktung) startete. Die Hintergründe der Krise und mehr erklärt Geschäftsführer Adrian Wiedmer im Gespräch mit Leonie Staubli.

Ungleicheitskrise

Steuerbetrug und ungerechte Verteilung waren Thema an einem Podium von Solidar Suisse. Was die Probleme sind und inwiefern die Schweiz damit zu tun hat, diskutieren vier TeilnehmerInnen mit verschiedenen Sichtweisen.

Ein Abend mit den Revolutionären

Vor rund 50 Jahren entstand die Revolutionäre Marxistische Liga, kurz RML, aus der später die Sozialistische ArbeiterInnenpartei (SAP) hervorging. Heute blicken ihre Mitglieder zurück auf eine bewegte Zeit.